Uhren und Autos

Männerfreuden

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Mit Richard Mille und McLaren durch die Grüne Hölle am Nürburgring.
Mit Richard Mille und McLaren durch die Grüne Hölle am Nürburgring.

Marken-Partnerschaften zwischen Uhren- und Autofirmen gibt es noch gar nicht so lange, wie man aus heutiger Sicht meinen möchte. Die erste professionelle Cross-Marketing-Kampagne entstand Mitte der neunziger Jahre aus der Männerfreundschaft von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Girard-Perregaux-Inhaber Gino Macaluso. Dank ihrer Initiative konnten sich Ferraristi an einem dezenten «Cavallino» auf dem Zifferblatt ihrer Uhr erfreuen und die Chassisnummer ihres Sammlerstücks auf den Boden gravieren lassen.

Die beiden italienischen Gentlemen hatten einfach zusammengebracht, was ihrer Meinung nach zusammengehörte, ohne sich groß um Details zu scheren. Spätere «Deals» zwischen Auto- und Uhrenherstellern ließen diese Hemdsärmeligkeit vermissen. Die Uhrmacher suchten krampfhaft nach technischen oder gestalterischen Merkmalen, die ihre Zeitmesser mit den Sportwagen verbanden, und verzierten die Uhren mit stilisierten Lufthutzen, Turbolader-Schaufelrädchen und Chronographendrückern in Form von winzigen Gaspedalen.

Heute bevorzugt man in den Manufakturen den direkten Kontakt mit der Designabteilung eines Autoherstellers, und erfreulicherweise engagieren sich die Autodesigner mit großem Enthusiasmus für das Thema Uhren – es sind ja schließlich auch nur Männer!

Hublot Classic Fusion Ferrari GT in Titan
Hublot Classic Fusion Ferrari GT in Titan

Flavio Manzoni, der Ferrari-Designchef, lässt nach eigener Aussage alles stehen und liegen, wenn die Kollegen aus der Hublot-Designabteilung anrufen. An der neuen Kollektion Classic Fusion Ferrari GT haben die Italiener jedenfalls tatkräftig mitgewirkt, und so finden sich viele für Uhren eher ungewöhnliche Detaillösungen – zum Beispiel ein «schwebender» Uhrwerkcontainer in einem schwungvoll gezeichneten «Chassis», fixiert mit Schraubverbindungen, im Finish feingliedrig und in der Oberflächenstruktur dennoch handschmeichlerisch.

TAG Heuer engagiert sich von allen aktuellen Uhrenmarken wahrscheinlich am längsten für das Thema Auto bzw. Motorsport. 1972 entwickelte man für Ferrari ein Zeitmess-System für die Teststrecke, das später von der obersten Motorsportbehörde für alle Formel-1-Rennstrecken verbindlich vorgeschrieben wurde und in seinen Grundzügen noch heute existiert. Nach langjähriger Entwicklungspartnerschaft mit McLaren kam über das Formel-1-Engagement für das Red-Bull-Team der Kontakt zum britischen Sportwagenhersteller Aston Martin zustande, und Anfang des Jahres präsentierten die beiden Marken ein ungewöhnliches Projekt: 50 Aston Martin DBS Superleggera im TAG-Heuer-Outfit mit roten Akzenten und 50 TAG Heuer Carrera Heuer 02 im exklusiven DBS-Design mit durchbrochenem «Kühlergrill»-Zifferblatt, erhältlich nur im Doppelpack für die Kleinigkeit von 295.000 britischen Pfund.

Der Chronograph DBS Edition Carrera Heuer 02 kostet 295.000 britischen Pfund. Einen mattschwarzen Aston Martin DBS Superleggera gibt es gratis dazu.

Auf dem Genfer Automobilsalon bekräftigten die neuen Eigentümer der Uhrenmarke Breitling ihre Verbundenheit zur Luxus-Sportwagenmarke Bentley, der in der Vergangenheit eine gestalterisch eigenständige Uhrenlinie gewidmet war. Die neue Bentley Centenary Limited Edition zum 100. Geburtstag der traditionsreichen Automarke basiert hingegen auf der Breitling-Kollektion Premier und unterscheidet sich vor allem durch braune Zifferblätter aus poliertem Ulmenwurzelholz. Die Limitierung beträgt 200 Exemplare für die Rotgoldausführung (27.000 CHF) und 1000 Exemplare für die Edelstahlvariante (9600 CHF).

Besonderes Merkmal: Das Zifferblatt aus Wurzelholz
Breitling Premier B01 Chronograph Bentley Centenary Limited Edition


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