Uhren und Autos

Vintage Racers

Wie im Uhren-Universum geht auch in der Welt der Sportwagen der Trend seit einigen Jahren verstärkt in Richtung fünfziger und sechziger Jahre, wobei auch die jüngere Vergangenheit zunehmend Beachtung findet.

Während Autosammler jedoch sehr genau zwischen Oldtimer und Youngtimer unterscheiden, freuen sich Uhrenfreunde über alles, was «Vintage» zu sein verspricht. Um auf dieser gewaltigen Welle mitzureiten, braucht man heute nicht einmal mehr eine eigene Modellgeschichte. Es genügt, einigermaßen den Zeitgeschmack zu treffen, was bei der allgemein eher historisierenden Gestaltung von Armbanduhren keine große Schwierigkeit darstellt. Am Ende ist es die Geschichte dahinter, die zählt.

Wie zum Beispiel die der beiden Borgward Hansa 1500 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Zwar sah keines der beiden Aluminium-Renncoupés 1953 die Zielflagge, doch zumindest überlebte eines die Zeit in einer Sammlergarage in Schweden, um 2018 bei der Neuauflage des Langstreckenklassikers für historische Fahrzeuge an den Start zu gehen. Gesponsert wurde der Einsatz von der Uhrenmarke Borgward, die es vor 65 Jahren freilich noch nicht gab. Doch nun ziert die Startnummer 41 des Renncoupés eine kleine Serie von Zeitmessern, darunter ein Automatik-Chronograph in drei Größen (ab 2741 Euro), ein Handaufzugsmodell mit 24-Stunden-Anzeige (1841 Euro) und zwei Stoppuhren.

Im selben Themenspektrum bewegt sich die IWC Schaffhausen, die verschiedene Versionen ihres Ingenieur-Chronographen den Piloten klassischer und zeitgenössischer Rennwagen gewidmet hat. Zum 50. Jubiläum der hausinternen Mercedes-Benz-Rennabteilung AMG beispielsweise gab es einen Manufaktur-Chronographen mit kombiniertem Stunden- und Minutenzähler bei der «12», und anlässlich des 76. Goodwood Members Meeting wurde eine Titan-Ausführung mit Datum und Wochentag aufgelegt (8550 Euro). Im Rahmen dieser renommierten Motorsportveranstaltung auf der Privatrennstrecke des Duke of Richmond setzt IWC Racing übrigens regelmäßig als eingetragenes Rennteam einen von HK getunten «Flügeltürer»- Mercedes ein – mit keinem Geringeren als dem ehemaligen Formel-1-Toppiloten David Coulthard am Steuer und dadurch besten Siegchancen.

Dem historischen Motorsport verbunden waren Hans-Jochem und Hannes Steim bereits, bevor sie die Traditionsmarke Junghans vor dem sicheren Aus bewahrten. Die erfolgreiche Unternehmerfamilie aus Schramberg unterhält am Ort seit Jahren ein gut bestücktes Automuseum, und Sohn Hannes lässt sich keine Gelegenheit entgehen, selbst in den Volant zu greifen. Als Sponsor des AvD Oldtimer Grand Prix am Nürburgring macht Junghans eine ausgezeichnete Figur und bereichert die Trophäen der zahlreichen Rennserien um historisch korrekt wirkende Meister Driver Chronoscope als Siegprämien (im Wert von ca. 1990 Euro).



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