Die Uhr des Jahres 2024Wirbelwind on/off
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Die Carrera Chronosprint x Porsche von TAG Heuer ist auf den ersten Blick ein sportlicher Chronograph im neuen Look der «Glassbox» mit beidseitig bedrucktem Réhaut. Bei näherem Hinschauen erkennt man jedoch einige subtile Anspielungen an die Tachometergestaltung eines Porsche 911 aus den siebziger Jahren bis hin zu einem «roten Bereich» im Stundenzähler, der bei 6,8 Stunden beginnt – weil die Nenndrehzahl des Neunelfers einst 6800/min betrug.
Das Spiel mit den Allegorien auf die Spitze treibt der Chronographen-Sekundenzeiger, der schnell anläuft und schon nach 9,1 Sekunden neben der «4» auf dem Zifferblatt angekommen ist – ganz recht: Das ist die Beschleunigungszeit von 0 bis 100 km/h des alten Elfers. Danach nimmt seine Drehgeschwindigkeit rapide ab, und die letzten 25 Sekunden der Skala (zwischen ca. 10 und 12 Uhr) absolviert er geradezu kriechend. Möglich macht dies ein auf dem Kaliber TH20 basierendes Automatik-Chronographenwerk, das die asynchrone Zeigerbewegung durch den Einbau zweier schneckenförmiger Räder im Sekundenzeiger-Antrieb erzeugt. Man muss schon sehr genau hinschauen, um auf dieser Stoppuhr etwas ablesen zu können, denn die intuitiv erfassbare Zifferblattaufteilung in 12 bzw. 60 Einheiten funktioniert natürlich nur bei gleichbleibender Zeigergeschwindigkeit. Der gespreizte Skalenbereich bis ca. 15 Sekunden Messzeit ermöglicht zwar eine sehr genaue Ablesung, aber ab 35 Sekunden wird die Teilung mikroskopisch klein (9450 Euro).