Nivrel Jubilé III

Aller guten Dinge sind drei

Die Nivrel Jubilé III bezieht sich in ihrer Gestaltung auf die Historie der Marke: Als Wiederauflage und zeitgemäße Umsetzung der bereits seit Längerem nicht mehr erhältlichen markeninternen Referenz N 120.001 präsentiert sich die Uhr in zurückhaltender Gestaltung im besten Bauhaus-Sinn.

Marke

Die Modellbezeichnung ist bei der Nivrel Jubilé III Programm. Im vergangenen Jahr feierte die heute im Saarland beheimatete Marke ihr 80-jähriges Bestehen.

Der Ursprung des im deutschen Uhrenmarkt fest etablierten Unternehmens liegt im Schweizer Jura, genauer gesagt in St.-Imier. Ab 1936 entstanden dort unter dem Dach der Uhrenmanufaktur Marvin die ersten Armbanduhren mit dem Label Nivrel. Bis in die 1970er Jahre hinein fertigte man dort hauptsächlich Chronographen und Kalenderkomplikationen, bevor die Marke im Zuge der «Quarzkrise» für rund zwei Jahrzehnte von der Bildfläche verschwand.

1993 erwarb der Juwelier Gerd Hofer aus Saarbrücken die Rechte und legte den Grundstein für die heute bereits in zweiter Generation geführte deutsche Marke.

Die Jubilé III bezieht sich in ihrer Gestaltung auf die Historie von Nivrel: Als Wiederauflage und zeitgemäße Umsetzung der bereits seit Längerem nicht mehr erhältlichen markeninternen Referenz N 120.001 präsentiert sich die Uhr in zurückhaltender Gestaltung im besten Bauhaus-Sinn.

Das Zifferblatt ist auf das Wesentliche reduziert, und der wahlweise weiße oder schwarze Hintergrund kontrastiert mit den dünnen Stabzeigern und -indexen. Eingerahmt von einer durchaus markanten, aber nicht aufdringlichen Lünette lässt die Jubilé III nicht viele Fragen offen. Im Gegenteil – man könnte sich durchaus vorstellen, dass anstelle des Datumsfensters bei der «6» auch andere kleine Komplikationen innerhalb des Zifferblattzentrums Platz fänden, ohne die Gesamtkomposition zu ruinieren – aber das wäre vielleicht eine Idee für zukünftige Jubiläumsuhren.

Das 40 Millimeter große, satinierte Edelstahlgehäuse zeigt sich ebenfalls weniger filigran als robust und verfügt frontseitig über ein Saphirglas, im verschraubten Gehäuseboden hingegen über ein Mineralglassichtfenster, durch das sich ein Blick auf das Automatikwerk erhaschen lässt.

In der aktuellen Variante arbeitet das ETA Kaliber 2824-2, über das man nicht viele Worte verlieren muss, da es (einschließlich seiner Derivate) nicht nur in dieser Preiskategorie eines der am häufigsten verbauten mechanischen Uhrwerke der vergangenen Jahrzehnte darstellt.

Es ist dennoch bemerkenswert, dass Nivrel als unabhängiger Hersteller mit dem Original aufwartet und gleichzeitig einen fairen Preis von 599 Euro aufzurufen imstande ist.

Die Jubilé III versteht sich als echtes Dankeschön an die Kunden der Marke, und das sollte auch jeden Uhrenfreund aufmerksam machen, dem die Uhren von Nivrel bislang entgangen sind. (hm)

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