Made in Germany

Hauptstadtuhren

Mit Modellnamen wie Tempelhof, Quadriga oder Alexanderplatz positioniert sich Askania als Berliner Uhrenmarke – mit zwei Firmensitzen in Ost und West.
Askania Quadriga 2017 Jahrgangsuhr
© Askania
Quadriga 2017 Jahrgangsuhr, limitiert auf 146 Exemplare. Handaufzug, 5250 Euro.

Die Wurzeln der Askania AG reichen zurück bis ins Jahr 1871 und zu Carl Bamberg, einem aus Thüringen stammenden Uhrmachersohn und Schützling von Carl Zeiss. Er gründete in Berlin die «Bambergwerke» und legte damit den Grundstein für die 1921 daraus hervorgegangenen Askania-Werke. Mit Präzisionsmessgeräten für Marine, Flugwesen, Observatorien, Forschung und Expeditionen erarbeitete sich die Firma ein internationales Renommee und erreichte eine respektable Größe. Auf ihrem Höhepunkt gegen Ende der 1920er Jahre hatten die Askania-Werke in Deutschland und im Ausland bis zu 19.000 Beschäftigte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wäre die inzwischen erloschene Marke wahrscheinlich in Vergessenheit geraten, wenn nicht Leonhard R. Müller zusammen mit sieben weiteren Aktionären Askania 2004 in Berlin als Uhrenhersteller neu gegründet hätte. Mit unternehmerischem und gestalterischem Geschick rückte Müller, der zuvor lange Zeit in der Pforzheimer Uhrenindustrie tätig gewesen war, den alten Namen Askania ins Bewusstsein der Uhrenliebhaber und positionierte die Marke innerhalb weniger Jahre erfolgreich als Symbol für die Zeitmessung in der deutschen Hauptstadt.

Eröffnung Askania-Boutique am Ku’damm
© Askania
Eröffnung Askania-Boutique am Ku’damm

2007 bezog Askania in der Berlintouristen-Hochburg Hackesche Höfe einen großen Showroom mit gut eingerichteter Werkstatt im Stockwerk darüber und übernahm immer mehr fertigungs- und montagetechnische Aufgaben in der Produktion der rasch wachsenden Kollektion. Ende November 2017 eröffnete Askania am Kurfürstendamm im westlichen Zentrum der Hauptstadt nun einen zweiten wichtigen Unternehmensstandort mit Boutique.

Im Westen und im Osten Berlins ist das komplette Askania-Sortiment erhältlich, von Armbanduhren über Taschen- und Wanduhren bis zu hochwertigen Uhrenarmbändern und Accessoires.

Das Highlight in den Hackeschen Höfen bleibt die Uhrenmanufaktur, die besichtigt werden kann und Besuchern außerdem die Möglichkeit bietet, im Rahmen eines Seminars die eigene Uhr zu montieren.

Das Atelier im Palais Holler am Ku’damm glänzt mit einem Museum, das tiefe Einblicke in die Askania-Uhrengeschichte vermittelt und Interessenten in den Aufbau der einzelnen Modellreihen einweiht.

Mit Modellnamen wie Alexanderplatz, AVUS oder Tempelhof betont Askania die Verbundenheit zu Berlin, und alljährlich wird eine limitierte Sonderedition unter dem Namen Quadriga lanciert. 2017 fand die Präsentation der «Jahrgangsuhr» im Rahmen der Eröffnungsfeier der Ku’damm-Boutique statt.

Weitere Beiträge unserer Serie «Made in Germany»:

Neue Uhren aus Sachsen

Die Firma Damasko

D. Dornblüth & Sohn aus Kalbe/Milde

Junghans Museum im Terrassenbau

Manufakturbesuch bei Lehmann Präzisionsuhren

Hier lesen Sie über «Neue Uhren aus dem Schwarzwald»:

TEIL 1: Südschwarzwald – von Hanhart bis Lehmann und Jacques Etoile

TEIL 2: Junghans in Schramberg

TEIL 3: Nordschwarzwald und rund um Pforzheim

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