Longines Ultra-Chron

Ruckfreier Retro-Taucher

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Die neue Longines Ultra-Chron mit exklusivem Hochfrequenzwerk geht auf ein Modell von 1968 zurück und wurde, wie man es inzwischen von Longines und dem tüchtigen Heritage Departement der Schweizer Manufaktur gewohnt ist, sorgsam in die Moderne übertragen.

Longines galt in seiner langen Firmengeschichte überwiegend als Pionier in der Entwicklung neuer Techniken und Funktionen, im Gehäusedesign ebenso wie bei der Uhrwerkmechanik. Passend also die Wahl der nun neu aufgelegten Ultra-Chron im kissenförmigen Taucheruhrengehäuse mit einseitig drehbarer Lünette. Kurz ausgeformte Bandhörner sorgen dafür, dass sich die Uhr auch an schmalen Handgelenken besser tragen lässt, als es der stattliche Gehäusedurchmesser von 43 mm vermuten ließe.

Besonders die Kombination mit dem erhältlichen siebenreihigen Feingliederband mit satinierten Flächen, die durch polierte Reiskorn-Elemente aufgelockert werden, rundet das Design der bis 30 bar (300 m) wasserdichten Ultra-Chron ab. Das schwarz gekörnte Zifferblatt punktet mit reizvollen Akzenten, vier aufgesetzten Index-Balken und dem historischen «Ultra-Chron»-Logo, über welche die polierten Stunden- und Sekundenzeiger sowie ein signalroter Minutenzeiger laufen.

Farblich passen dazu die Marker auf der einseitig drehbaren Taucherlünette, die sich dadurch intuitiver dem Minutenzeiger zuordnen lassen. Zusätzlich zum klassischen Leuchtdreieck auf der «12» ist die Lünette mit nachleuchtenden Ziffern bei 15, 30 und 45 ausgestattet, die in die Lünetteneinlage aus kratzfestem Saphirglas eingraviert sind. Leuchtmittel befindet sich auch auf den Zeigern für Stunden und Minuten sowie am Zifferblatt-Außenrand an den Fünf-Minuten-Markern. Die aufgesetzten Stundenmarker bei 3, 6, 9 und 12 sind komplett mit SuperLumiNova umrandet.

Unter Verwendung moderner Materialien und Uhrwerktechnik lanciert Longines eine legitime Nachfolgerin der legendären Ultra-Chron.

Moderne trifft Retro-Charme

Die Kombination aus schwarzem Zifferblatt und roten Details wirkt modern, doch das sich über das Zifferblatt wölbende Saphir-Boxglas sorgt mit seinen Lichtbrechungen für den gewünschten Retro-Charme der Ultra-Chron. Durch die satinierten Flächen am Gehäuse wird die Politur der Fasen, die in die glänzenden Bandanstöße übergehen, besonders hervorgehoben. Neben den Design-Details überzeugt auch die Mechanik, denn das Hochfrequenzkaliber, das in Kooperation mit der Konzernschwester ETA produziert und im Longines-Stammhaus in St. Imier montiert wird, läuft dank der hohen Frequenz mit einer Schlagzahl von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde besonders schnell: Der Sekundenzeiger gleitet flüssiger über das Zifferblatt. Das verbaute Kaliber L836.6 basiert mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem ETA C07.811, ganz früher 2824-2 genannt, was Longines jedoch auch auf Nachfrage nicht kommentierte.

Ein auffälliges Muster aus Leuchtmasse ziert die Viertelstunden-Marker der automatischen Ultra-Chron. Auch Zeiger und Lünette sind mit grünem Super-LumiNova ausgelegt.
Das hier gezeigte Vorbild der aktuellen Ultra-Chron kam 1968 auf den Markt. Schon das damals verbaute Kaliber 431 arbeitete mit fünf Hertz.

Das auch als «Powermatic» bekannte Werk wird für Longines von drei auf fünf Hertz hochgetaktet, besonders genau einreguliert und natürlich schöner finissiert. Für eine Änderung der Unruhfrequenz müsste man grundsätzlich neben der Hemmung lediglich Anker- oder Sekundenrad austauschen. Der Rest des Räderwerks kann übernommen werden – die Übersetzungsverhältnisse zwischen Minuten, Stunden und Datumsrad bleiben schließlich erhalten. Da ein Schnellschwinger wie das L836.6 einen höheren Energieverbrauch hat, verringert sich die Gangreserve von den 80 Stunden des C07.811 allerdings auf 52 Stunden, was trotzdem noch recht hoch ist.

Jede Ultra-Chron wird vor Auslieferung durch das Genfer Prüflabor «TIMELAB» geprüft und bei verschiedenen Temperaturen und in unterschiedlichen Lagen auf ihre Ganggenauigkeit getestet und daraufhin als Chronometer zertifiziert.

In der hier besprochenen Konfiguration wird die Taucheruhr zu einem Preis von 3760 Euro ausgeliefert, am Lederband verringert sich der Preis um 220 Euro. Im Lieferumfang enthalten ist in jedem Fall ein schwarzes NATO-Textilband mit rotem Streifen in der Mitte. Der Preis mag für eine Dreizeigeruhr aus dem Hause Longines vergleichsweise hoch sein, beachten muss man jedoch das exklusive Chronometer-Werk und das wirklich Ultra-Coole Design.

Text: Tobias Schaefer

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