60 JAHRE OMEGA SPEEDMASTER

KOPFÜBER INS ALL

Weil sie als einzige Uhr die grausamen NASA-Tests bestand, durfte die Speedmaster 1969 mit auf den Mond. Die Geschichte des robusten Chronographen begann indes deutlich früher: Seit über sechzig Jahren repräsentiert die Speedmaster den Ur-Typ des Chronographen.
Sechzig Jahre Omega Speedmaster - Racing Master Chronometer

Eine Omega Speedmaster erkennt man auf den ersten Blick. Fast alle spezifschen Designmerkmale des ursprünglich für Wissenschaftler und (Motor-) Sportler konzipierten Chronographen haben sich im Verlauf der letzten sechzig Jahre als Standard etabliert.

Die Speedmaster trug als erste Uhr die Tachymeterskala außerhalb des Zifferblatts auf dem Glashaltering, um unter dem Glas Platz zu schaffen für gut ablesbare Totalisatoren, markante Indexbalken und eine weit gespreizte Minuterie.

Nachleuchtende Indexe und Zeiger waren für den Einsatz im professionellen Alltag ebenso wichtig wie ein Flankenschutz für Krone und Chronographendrücker.

Im Laufe der letzten sechzig Jahre hat die Speedmaster einige Designströmungen mitgemacht, weil die Schweizer Uhrenindustriezeitweiseunterenormem internationalen Druck geraten war und Mühe hatte, ihre traditionellen – mechanisch tickenden – Erzeugnisse an den Mann zu bringen. Doch die Fans hielten der Speedmaster stets die Treue, und so überstand die klassische «Monduhr» die Wirren der siebziger Jahre unbeschadet.

Nach dem Relaunch des Originaldesigns im Jahr 1997, vierzig Jahre nach der «Broad Arrow», entwickelte sich die Speedmaster zu einer veritablen Modellfamilie, die bis heute das Rückgrat der sportlichen Omega-Kollektion darstellt.

1957  DIE BROAD ARROW Die wegen ihrer markanten Zeiger «Broad Arrow» genannte Uhr war nicht nur die erste Speedmaster, sondern auch der erste Armbandchronograph der Welt mit einer Tachymeterskala auf der Lünette (im Gegensatz zu einer Zifferblattskala).
1959  DIE ERSTE OMEGA IM ALL  Die zweite Version der Speedmaster unterschied sich mit ihrer schwarzen Aluminiumlünette, dem «Lollipop»-Sekundenzeiger und den «Alpha»-Zeigern von der Broad Arrow. Das Modell wurde am Handgelenk von Walter Schirra am 3. Oktober 1962 zur ersten im Weltraum getragenen Omega-Uhr.
1969  MARK II  Die schnittige Speedmaster Mark II war die erste neu gestaltete Version des populären Chronographen. Die in Edelstahl, in 18 Karat Gold oder mit Goldbeschichtung in unterschiedlichen Zifferblatt- und Skalakombinationen erhältliche Mark II mit ihrem Tonneau-Gehäuse war außerdem die erste Speedmaster, die auf Hesalitglas verzichtete. 

Mit der aktuellen Speedmaster Racing kehrt die im Stil der schwarzweiß karierten Zielflagge gestaltete Minuterie zurück, die bereits 1968 das Zifferblatt einer Speedmaster geziert hatte, zusammen mit den orangefarbenen Zeigern und Indexpunkten.

Die großen Skalenkreise von Kleiner Sekunde und dem kombinierten Stunden- und Minutenzähler bei der „3“ nutzen die bei über 44 Millimeter Gehäusedurchmesser üppigen Platzverhältnisse zu ihrem Vorteil.

Die Lünette aus polierter Keramik verfügt über eine Tachymeter-Skala aus gebürstetem Liquidmetal.

Highlight der jüngsten Speedmaster-Generation ist indes das neue Chronographenkaliber 9900 mit automatischem Aufzug und Co-Axial-Hemmung mit Silizium-Unruh und -Spirale.

Durch die konsequente Verwendung von amagnetischen Werkstoffen an den kritischen Stellen ist das als „Master Chronometer“ zertifzierte Uhrwerk magnetfeldresistent bis 15.000 Gauß (!), bestätigt durch das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS).

Wir gratulieren dem Chronographen-Oldie zu seinem stolzen Jubiläum und zeigen Ihnen auf den folgenden Seiten eine Auswahl der wichtigsten, Epoche machenden Speedmaster-Modelle aus sechs Jahrzehnten.

1969  ALASKA I (Prototyp)  Omega benutzte «Alaska» als Codenamen für alles, was in Verbindung mit der NASA stand und als streng geheim eingestuft wurde. Um den Extremtemperaturen im Weltraum zu trotzen, hatte der «Alaska I»-Prototyp eine abnehmbare eloxierte Aluminiumaußenhülle als Hitzeschild und ein Innengehäuse aus reinem Titan.
1971  Mark III  Die 1971 lancierte Mark III mit «Pilotengehäuse» war der erste Omega-Chronograph mit Automatikaufzug. Das neue Kaliber 1040 war ein Meilenstein der Marke. Zu den weiteren interessanten Merkmalen gehören ein kreuzförmiger 60-Minuten-Chronographenzeiger und eine einzigartige 24-Std.-Tag-/Nachtanzeige bei der «9». 
1973  SPEEDMASTER 125 Zum 125-jährigen Markenjubiläum lancierte Omega den weltweit ersten Automatik-Chronographen mit offizieller Chronometer-Zertifizierung, limitiert auf 2000 Exemplare. Der russische Kosmonaut Wladimir Dschanibekow trug eine Speedmaster 125 am Arm, als er im Jahr 1978 insgesamt 145 Tage und 16 Stunden im Weltraum verbrachte. 
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