Tissot RockWatchEin Stück Schweiz
Tissot lanciert zum 40. Jubiläum der Rockwatch eine auf 999 Exemplare limitierte Edition mit zeitgemäßen 38 mm Gehäusedurchmesser.
Tambour ist das französische Wort für Trommel, und mit der Lancierung einer voluminösen Armbanduhr mit bauchigem Gehäuse und beweglichen Bandanstößen vollbrachte der bislang hauptsächlich für sein hochwertiges Reisegepäck bekannte Pariser Feintäschner vor zwanzig Jahren in der Tat einen richtigen Paukenschlag. Um die Jahrtausendwende tummelten sich zahlreiche Luxus-Labels auf dem Uhrenmarkt, doch zumeist mit billig gemachten Lizenzprodukten, die überhaupt nicht zu dem hohen Anspruch eines edlen Herrenausstatters, Schmuckherstellers oder Couturiers passen wollten.
Louis Vuitton präsentierte sich als Leader-Marke der Luxusuhrengruppe LVMH (Louis Vuitton, Moët & Chandon und Hennessy) mit einem sich rasch ausweitenden Portfolio. Und natürlich wollte man sich gerade bei Uhren keine Blöße geben. Auf die erste Tambour mit GMT-Zeiger (2002) folgte schon ein Jahr später der Chronograph mit exklusiver «El Primero»-Technik von Zenith, preislich mit 9100 Euro selbstbewusst positioniert, aber eben auch qualitativ auf höchstem Niveau in einer eigenen Werkstatt in La Chaux-de-Fonds montiert.
2014 kaufte Louis Vuitton das Spezialitätenatelier La Fabrique du Temps («Zeitfabrik») in Vernier und installierte es zusammen mit einem Zifferblatthersteller in einer neu gebauten Uhrenmanufaktur im Genfer Vorort Meyrin. Auf 4000 Quadratmetern modern konzipierter Werkstattfläche werden hier seither sämtliche Uhren von Louis Vuitton konstruiert und montiert, zum Teil auch Einzelteile produziert und spezielle Zifferblätter bedruckt.
Komplizierte Stücke wie Repetitionsuhren oder Doppelchronographen werden in einem separaten Atelier einzeln angefertigt, wo auch ein computergesteuertes Bearbeitungszentrum zur Verfügung steht. Zum 20. Jubiläum der Tambour-Kollektion lanciert Louis Vuitton mit der Tambour Twenty eine originalgetreue Replik des Chronographen LV277, abermals mit El-Primero-Technik, limitiert auf 200 Exemplare und mit einer Preisempfehlung von 14.000 Euro inzwischen deutlich teurer gehandelt als das Original von einst. Aus der Sicht der Sammler alles klare Merkmale eines großen Klassikers.
Text: Peter Braun