flomp89 Lounge

Microbrands zum Anfassen

Unter dem Alias flomp89 macht Florian Bach schon seit sieben Jahren Videos über Armbanduhren. Mitte 2025 hat er sich entschieden, sein Hobby zum Beruf zu machen und neben Inhalten zum Thema auch selbst ins Geschäft mit den Zeitmessern einzusteigen – ganz anders, als es die Anderen machen – aber trotzdem seriös und als offizieller Konzessionär.
YouTuber Florian Bach flomp89

In seiner «Lounge» in Neu-Isenburg, ganz in der Nähe von Frankfurt am Main, empfängt der 36-jährige Uhrenfans und Sammler in einer Atmosphäre, die eher einem Wohnzimmer als einem Verkaufsraum gleicht. Wie schon auf seinen Auftritten in den sozialen Medien konzentriert er sich vor allem auf unabhängige Microbrands – und bezeichnet dieses Feld als seine Nische.

Und tatsächlich: Konzernmarken sind im Shop, der natürlich auch einen Online-Auftritt hat, abgesehen von Alpina (Citizen) zumindest bis jetzt nicht vertreten. Neben bekannteren unabhängigen Marken wie Alexander Shorokhoff, Hanhart oder Stowa finden sich hier vor allem kleinere Marken wie die Deutsche Uhrenmanufaktur Glashütte (DUG), VANDAAG oder auch Heinrich.

Das Besondere daran ist, dass viele dieser Marken überwiegend im Direktvertrieb verkaufen und dementsprechend seltener bei Juwelieren anzutreffen sind. Viele Kunden wollen eine Uhr erst einmal in echt sehen oder am Handgelenk spüren, bevor sie sie blind online bestellen. Das möchte Florian Bach in einer entspannten Atmosphäre und in einem Preisbereich von ca. 300 bis 3000 Euro ermöglichen.

Nach Absprache zeigt er seinen Besuchern Modelle der gewünschten Marken oder innerhalb eines Themenbereichs – und sogar kleine Veranstaltungen mit Uhrenclubs oder der eigenen Community für 10 bis 15 Gäste sind vor Ort möglich. Die eigene Uhrenmesse namens Uhrphoria hatte der YouTuber gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Mario Franyi in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal abgehalten.

Bei den Kunden kommt dieser unkomplizierte Ansatz bestens an, und so soll seine Lounge vor allem ein Wohlfühl-Spot sein, erklärt uns Bach: «Du hast eine halbe Stunde Zeit und bist in der Nähe? Okay, hier sind Bücher und Zeitschriften – fühl dich wohl, fühl dich wie zu Hause. Dann hast du mindestens eine gute Zeit, und im besten Fall findest du eine neue Uhr oder erzählst davon, dass es dir hier gefallen hat.»

Seine Stärken und Schwächen hat der Jungunternehmer dabei natürlich ebenfalls im Blick, denn wo es der flomp89 Lounge am «Glitzer und Glamour eines Juweliers» fehlt, rücken Community-Feeling und eine ganz individuelle Kundenbetreuung in den Vordergrund – etwas, das ein klassischer Juwelier so wiederum nicht bieten kann.

Dabei zählt Bach bisher nicht nur eingefleischte Hardcore-Sammler zu seinem Kundenkreis, sondern freut sich ebenfalls über Einsteiger und solche Kunden, die seine Lounge als offiziellen Verkaufspunkt auf den Herstellerseiten gefunden haben. Als Reaktion auf die Wünsche der Kunden werden immer neue Produkte und – neben Damenuhren – inzwischen auch Schmuck und Zubehör wie Aufbewahrungsboxen für die Preziosen der Kunden ins Sortiment aufgenommen.

Florian Bach Interview in der flomp89-Lounge

Eigene Sondermodelle, beispielsweise in Kooperation mit Alexander Shorokhoff oder Heinrich, zeigen die enge Beziehung zwischen Bach und seinen Geschäftspartnern, die sich nicht nur über einen neuen Vertriebspartner, sondern auch über die Reichweite des Content Creators in den sozialen Medien freuen können.

Text: Tobias Schaefer

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