Alexander Shorokhoff «Black Cat»Schwarze Katze
Alexander Shorokhoff greift mit seinem neuen Modell «Black Cat» erstmals das Thema der schwarze Katze auf und verewigt das Tier auf dem Zifferblatt.
Die kleine Marke Stollenwurm ist eine der ungewöhnlichsten Neugründungen der letzten Jahre und erreicht durch individuelle Lösungen für Gehäuse und Uhrwerke eine besondere Ästhetik. Der Stollenwurm – in Deutschland nennt man ihn eher Tatzelwurm – ist eine sagenhafte Drachengestalt, die in der Mythologie des Mittelalters immer wieder auftaucht.
In der Tat umweht ein Hauch Esoterik das Portfolio der Marke aus La Chaux-de-Fonds, die bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen mit den renommiertesten Spezialateliers aus der Nachbarschaft zusammenarbeitet. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle (zweite) Kollektion Tarot Metiers dʼArt, eine Idee der Künstlerin Hannah Perry Saucier, die 22 Motive des magisch-mystischen Kartenspiels gezeichnet hat und von Donzé Cadrans in einer Mischung aus Champlevé- und Cloisonné-Emaille-Technik je fünf Mal auf ein Zifferblatt übertragen lässt.
Die Gehäuse aus Tantal (!) und Platin werden von ABProduct gefertigt, und das Uhrwerk wurde von TMH SA und Télôs Watch exklusiv für die Marke entwickelt. Das Mikrorotor-Kaliber WU-A1002 schöpft aus zwei Federhäusern 80 Stunden Gangreserve, doch das hervorstechende Merkmal ist zweifellos der sich über die Werkbrücken schlängelnde Stollenwurm. Die handwerkliche Verarbeitung und die technische Ausstattung haben natürlich ihren Preis: Um die 25.000 Schweizer Franken muss man pro Uhr schon investieren.
Mastermind Edward Tourtellotte sieht sein Unternehmen weniger als Uhrenmarke, vielmehr als eine Art Künstler-Forum, was bei Sammlern die Neugier auf die nächsten Kollektionen anfachen dürfte. Nach Serienfertigung und Gelddruckmaschine sieht die Marke auf jeden Fall nicht aus. Auf der Messe Geneva Watch Days, Anfang September 2026 wird Tourtellotte wieder ausstellen. Eine gute Chance Uhren von verschiedenen Microbrands mit hohem Anspruch in einer ungezwungenen Atmosphäre live zu erleben.
Text: Peter Braun