11 ikonische Armbanduhren und günstige Alternativen

Kaufberatung für jedes Budget

In diesem Spezial werfen wir einen Blick auf 11 ikonische Armbanduhren, die jeweils exemplarisch für ihre Gattung oder einen Stil stehen. Dazu wagen wir den Luxusuhren Vergleich mit erschwinglichen Alternativen, bei denen es sich jedoch stets selbst um Markenuhren mit einwandfreier Qualität und Historie handelt.
ikonische Armbanduhren wie die Jaeger-LeCoultre Reverso sind weltberühmt

Luxusuhren Vergleich: Weltberühmte Uhren

Bei der Auswahl einer passenden Armbanduhr ist neben Design, Technik und Qualität natürlich auch der Preis ein entscheidendes Argument für oder gegen den Kauf. Zu einigen der berühmtesten Uhrenklassiker gibt es allerdings auch einige Alternativen die funktionell ähnliches Leisten, einen vergleichbaren Stil haben und die dabei deutlich erschwinglicher sind. Denn nicht jeder kann 5- oder gar 6-stellige Beträge für eine Armbanduhr ausgeben.

In diesem Artikel werden Sie keine Plagiate aus Fernost, keine Super-Clones – oder wie sich Fake Uhren heutzutage nennen – finden. Die gezeigten Modelle verwenden (überwiegend) mechanische Uhrwerke aus Schweizer Produktion und stammen aus der Produktion von anderen namhaften Uhrenmarken wie Longines, Sinn oder auch Maurice Lacroix. Die Modelle sind zwar günstiger als ihre 11 ikonischen Gegenspieler von Marken wie Patek Philippe, Breitling oder Rolex aber haben trotzdem ihren Preis.

Eine lobende Erwähnung wird der Reverso von Jaeger-LeCoultre (unser Aufmacherbild) zuteil. Auch wenn es stilistisch Alternativen geben mag, bleibt das Wendegehäuse, vor allem mit Zusatzfunktionen wie bei der Duoface Small Seconds, einzigartig. Die gezeigte Variante mit zweitem Zifferblatt auf der umkehrbaren Innenseite kostet mit Stahlgehäuse 14.700 Euro und ist eine der größten Uhrenklassiker.

Breitling Navitimer

Fliegeruhr mit Rechenschieber

Preis: 9.300 Euro

Breitling Navitimer B01 43 mm

Der Breitling Navitimer ist eine echte Fliegeruhrenikone und bietet besonders durch die zahlreichen Skalen auf dem Zifferblatt und die drehbare Lünette einen hohen Wiedererkennungswert. Konzipiert als Armbanduhren-Chronograph mit zusätzlichem Rechenschieber wurde die Uhr bereits 1952 von der US Aircraft Owners & Pilots Association in Auftrag gegeben und sollte Piloten und Navigatoren eine Fülle an nützlichen Funktionen an die Hand beziehungsweise das Handgelenk geben.

Kaliber B01 von Breitling

Mit dem logarithmischen Rechenschieber, der durch Verdrehen der Einheit aus Lünette und Deckglas bedient wird, können einfache Dreisatz-Berechnungen wie Multiplikation, Addition und Division genauso durchgeführt werden wie Umrechnungsoperationen zwischen Einheiten wie Meilen, Kilometer und sogar Währungen. Mit dem Chronographen im typischen Tri-Compax-Layout, das seit 2022 vom Manufakturwerk B01 angetrieben wird, können zudem Zeiten von bis zu 12 Stunden gestoppt werden, und eine zusätzliche Datumsanzeige im unteren Totalisator ergänzt die Funktionalität weiter.

Alternative: Sinn 903 St II

Preis: 3.350 Euro

Sinn 903 St II ist Uhr des Jahres 2024

Die Sinn 903 St II mag auf den ersten Blick wie eine Kopie des Breitling Navitimer wirken, doch die Geschichte der Modellreihe geht auf ein Geschäft von Firmengründer Helmut Sinn zurück, der während der «Quarzkrise» die Rechte am Baumuster des Chronographen direkt von Breitling erwarb. Seitdem war die Uhr in verschiedenen Varianten Teil der Kollektion von Sinn. Zuletzt in einer Version mit zusätzlicher Krone, über welche die innenliegende Lünette verstellt werden konnte.

Fliegerchronograph Sinn 903 St II Rückseite Uhrwerk von La Joux-Perret

Grund für diese etwas umständliche Funktionsweise war die verbesserte Wasserdichtheit, die bei Breitling nur 3 bar beträgt. Bei der Neuauflage aus 2024 ist es den Ingenieuren von Sinn jedoch gelungen, eine Drehlünette zu entwickeln, die zwar einfach verdreht werden kann, aber bis zu einem Druck von 20 bar dicht hält. Weitere Besonderheiten sind hybridkeramische Stundenmarker und ein Schaltrad-Chronographenwerk von La Joux-Perret. Die Leser von ARMBANDUHREN haben die Sinn 903 St II zur «Uhr des Jahres 2024» gewählt.

Audemars Piguet Royal Oak

Edelstahlklassiker mit integriertem Band

Preis: 28.300 Euro

Audemars Piguet Royal Oak

Mit der Royal Oak hat Audemars Piguet wohl den perfekten Prototyp für die Armbanduhr mit ins Gehäuse integriertem Gliederband in der Kollektion. Nach einem Entwurf, der Anfang der 1970er Jahre von Stardesigner Gérald Genta angefertigt wurde, hatte Audemars Piguet die Stahluhr bereits 1972 auf den Markt gebracht. Bereits damals hatte die Royal Oak «Jumbo» einen verhältnismäßig großen Durchmesser von 39 mm und war extrem teuer positioniert.

Gérald Genta entwarf die AP Royal Oak

Auch deshalb hat es ziemlich gedauert, bis sich das Modell erfolgreich am angeschlagenen Uhrenmarkt etablieren konnte. Ein richtiger Sturm brach ungefähr ab 2020 los, als plötzlich jeder eine der Luxusuhren im Bullaugendesign haben wollte. Händler und Kunden überschlugen sich mit ihren An- und Verkaufspreisen, sodass Originale plötzlich für mehrere Hunderttausend Euro gehandelt wurden und selbst moderne Varianten bisweilen zum doppelten Preis den Besitzer wechselten. Noch heute verlangen Spekulanten einen Aufpreis, doch das Hoch von März 2022 ist bereits passé. Die hier gezeigte aktuelle Variante mit 41 mm Durchmesser und Manufakturkaliber 4302 bietet AP für 28.300 Euro an.

Alternative: Maurice Lacroix Aikon

Preis: 2.250 Euro

Maurice Lacroix Aikon Automatic

Zuerst vorgestellt in 2016 und inspiriert von der Calypso aus den 1990er Jahren, ist die Aikon von Maurice Lacroix bereits vor dem großen Hype der Armbanduhren mit integriertem Gliederband auf dem Markt. Zahlreiche Uhrenmarken sind inzwischen auf den Trend dieser sportlich-eleganten Zeitmesser aufgesprungen, die sich von der typischen Toolwatch gestalterisch zwar abheben, aber dennoch den Anspruch erheben, für alle Lebenslagen geeignet zu sein.

Die Aikon kann zu den erschwinglichen Alternativen gezählt werden

Für die Aikon sprechen ihr doch eigenständiges Design und eine Vielzahl von Farb-, Kaliber- und Größenvarianten. Die hier abgebildete Variante ist mit einem Edelstahlgehäuse mit 42 mm Durchmesser und einem Automatikwerk auf Basis des Sellita SW200-1 ausgestattet. Mit ihrem blauen Zifferblatt mit geprägtem Clous-de-Paris-Muster und einer Datumsanzeige bei der 3-Uhr-Position ist die darüber hinaus bis 20 bar wasserdichte Aikon Automatic ein echter Vertreter der beschriebenen «neuen Sportuhr».

Breguet Type XX

Klassischer Fliegerchronograph

Preis: 24.000 Euro

Breguet Type XX

Einen Schritt zurück in die Welt der Toolwatches, also Uhren für den professionellen Einsatz, machte Breguet 2023 mit den Neuauflagen der Chronographenklassiker Type 20 und Type XX. Hier gezeigt ist letztere Variante, die für den zivilen Einsatz konzipiert wurde, während die Type 20 bereits in den 1950er Jahren an die französische Luftwaffe geliefert wurde. Grundlage für das Design waren klar definierte Vorgaben des Militärs hinsichtlich der Abmessungen und Funktionalität.

Breguet Type XX Rückseite Manufakturkaliber 728

Unter anderem sollte die Type 20 außerdem eine Flyback-Funktion für eine augenblickliche Rückstellung der Chronographen-Funktionen bieten, die nahtlos erneut startet. Die hier gezeigte Type XX basiert dagegen auf einem späteren Modell aus den 1970er-Jahren, behält jedoch viele der ursprünglichen Spezifikationen, wie die arabischen Ziffern, die Flyback-Funktion und natürlich die beidseitig drehbare Lünette, bei. Die neue Ausführung ist mit einem fein finissierten Manufakturwerk von Breguet ausgestattet und damit eine Haute-Horlogerie-Variante des einstigen Flieger-Instruments.

Alternative: Airain Type 20

Preis: 3.250 Euro

Airain Type 20

Da es sich bei der Type 20 um eine offizielle Ausschreibung des französischen Militärs gehandelt hat, war es nicht nur die Marke Breguet, die entsprechende Chronographen lieferte. Weitere Uhrenhersteller wie Vixa, Mathey-Tissot und Dodane, Letztere unter anderem unter dem Markennamen Airain, produzierten entsprechende Armbanduhren – übrigens inspiriert von den deutschen Fliegeruhren aus den 1930er- und 1940er-Jahren von Marken wie Hanhart oder Tutima.

Airain Type 20 421.436S Rückseite

Die Geschichte der hier gezeigten, aber heute recht unbekannten Airain Type 20 ist also mindestens genauso veritabel wie jene der gegenüberliegenden Breguet. Die originalgetreue Neuauflage mit 39 mm ist wie in den 1950er Jahren mit einem Handaufzugswerk mit Flyback-Funktion ausgestattet, hier realisiert von Sellita beziehungsweise der Manufaktursparte AMT. Mit 23 Steinen, einer Schwungfrequenz von 28.800 Amplituden pro Stunde und einer Gangreserve von 63 Stunden ist es die perfekte Wahl für die moderne Re-Interpretation der legendären Fliegeruhr.

Cartier Santos de Cartier

Erste Fliegeruhr und schicke Dresswatch

Preis: 11.200 Euro

Cartier Santos de Cartier mit Gehäuse aus Titan
© Maud Rémi Lonvis

Heute ist die Santos de Cartier wohl eine der ikonischsten Dresswatches, die man in den feinen Momenten des Lebens tragen kann. Ursprünglich allerdings hatte Louis Cartier diese Uhr als wohl allererste Fliegeruhr der Welt konzipiert, und zwar für seinen Freund Alberto Santos Dumont und das schon im Jahr 1904! Dumont war einer der frühen Pioniere der Luftfahrt, baute und flog neben Luftschiffen bereits 1906 eines der ersten motorisierten Flugzeuge der Welt. Für diese Versuche und das Steuern von Luftschiffen war ihm das Ablesen einer Taschenuhr schlicht zu unpraktisch, da er beide Hände stets am Steuerknüppel halten musste.

mechanische Uhrwerke Cartier 1847 MC

Die hier gezeigte moderne Version der daraufhin von Louis Cartier entworfenen Armbanduhr ist noch heute nach Alberto Santos Dumont benannt und wurde kürzlich mit einem Gehäuse aus leichterem und kratzfestem Titan aufgelegt. Auch in dieser Automatikversion kommt der unverkennbare Art-déco-Stil im rechteckigen Gehäuse mit römischen Ziffern zur Geltung.

Alternative: Hamilton Boulton

Preis: 975 Euro

Hamilton Boulton American Classic Mechanical

Ihren Ursprung hat auch die Hamilton American Classic Boulton Mechanical in der Epoche des Art déco, wenn auch deutlich später – in den 1940er Jahren. Die moderne Re-Interpretation von Hamilton ist wie damals mit einem Handaufzugswerk ausgestattet und bietet durch ihr Zifferblatt mit großen römischen Ziffern eine ganz ähnliche Ästhetik wie populäre Modelle à la Tank oder Santos de Cartier.

Art-déco-Stil bei Hamilton

Einen ganz eigenen Stil verleiht der American Classic ihr tonneauförmiges Gehäuse, an dessen Form sich auch das hier weiße Zifferblatt mit seinen schwarzen Ziffern und der umlaufenden Eisenbahnminuterie anschmiegt. Mit 80 Stunden Gangreserve und einer Wasserdichtheit bis 5 bar ist die Schweizer Armbanduhr mit amerikanischen Wurzeln eine ebenfalls geschichtsträchtige Möglichkeit, den Art-déco-Stil am Handgelenk zu tragen.

IWC Pilot's Watch

Beobachtungsuhr für Navigatoren

Preis: 9.000 Euro

IWC Pilots Watch IW328106 Mojave Desert

Während IWC sich bei der abgebildeten Pilot’s Watch Automatic 41 Top Gun Mojave Desert auf die Top-Gun-Piloten der US Marine bezieht und das zugrundeliegende Design mit einem Gehäuse aus wüstensandfarbener Keramik reinterpretiert, basiert die Pilot’s Watch doch eigentlich auf den Fliegeruhren des Zweiten Weltkriegs. Das gezeigte Zifferblatt entspricht auch hier, bis auf die Farbgebung, dem sogenannten «Baumuster A», das vom Reichsluftfahrtministerium definiert wurde.

Verweis auf die US Navy Top Gun IWC

Neben IWC wurden auch die Marken Stowa, Wempe, A. Lange und Söhne und Laco in den 1940er Jahren in die Pflicht genommen, die Uhren nach fest definierten Vorgaben zu fertigen. Übrigens nicht für Piloten, sondern eigentlich die Navigatoren an Bord der Flugzeuge. IWC hat bis heute Modelle nach diesem gut ablesbaren Vorbild im Programm. Im Gehäuse aus Edelstahl sind entsprechende Modelle ab ca. 5000 Euro erhältlich.

Alternative: Laco Münster

Preis: 980 Euro

Laco Fliegeruhr Original Münster Baumuster A

Wie schon erwähnt, war Laco genau wie die IWC eine der Marken, die in den Kriegsjahren tatsächlich Fliegeruhren nach den gezeigten Baumustern A und B angefertigt haben. Entsprechende moderne Neuauflagen in mehreren Größen sind bei Laco schon für unter 400 Euro mit Automatikwerken von Miyota erhältlich, und sogar sehr originalgetreue Varianten oder solche mit künstlicher Patina werden bei Laco gefertigt.

detailgetreue Wiederauflage der legendären Fliegeruhren aus dem zweiten Weltkrieg

Hier gezeigt ist die konfigurierbare Fliegeruhr Original «Münster» mit einem Durchmesser von 42 mm. Das Zifferblatt in Schwarz und mit dem typischen Dreieck bei 12 Uhr entspricht eins zu eins dem Vorbild von früher. Bei dieser Variante wurde sogar – auch das ist originalgetreu – das Markenlogo weggelassen, um die Ablesbarkeit so gut wie möglich zu halten. Die «Münster» ist standardmäßig mit einem automatischen Uhrwerk von Sellita ausgestattet und steht hinsichtlich der Historie auf einer Ebene mit der Pilot’s Watch von IWC.

Omega Speedmaster Professional

Der Weltraumchronograph – Moonwatch

Preis: 8.700 Euro

Omega Speedmaster Professional Moonwatch

Mit der Speedmaster ist Omega in den 1960er Jahren der aus heutiger Sicht wohl beste Marketing-Schachzug der gesamten Uhrenindustrie gelungen. Die Speedmaster Professional wurde in einem geheimen Prüfverfahren von der NASA gemeinsam mit Uhren anderer Hersteller für den Einsatz im Weltraum getestet und bestand als einziges Fabrikat die dort ausgeheckten Torturen. Daraufhin wurde die Speedmaster zur offiziellen Einsatzuhr der US-Astronauten.

Rückseite der Speedmaster mit Kaliber 3861

Ein Fakt, der seinen Höhepunkt im Jahr 1969 fand, als der US-Astronaut Neil Armstrong mit einer Speedmaster, getragen über dem Raumanzug, seinen legendären großen Schritt für die Menschheit auf unserem Mond absolvierte. Der eigentlich für den Motorsport entworfene Chronograph trägt seitdem den Beinamen «Moonwatch» und wird auch in seiner neuesten Version mit Manufakturkaliber 3861 und Co-Axial-Hemmung per Hand aufgezogen, denn automatische Chronographenwerke waren damals noch nicht verfügbar.

Alternative: Swatch Moonswatch

Preis: 275 Euro

Swatch MoonSwatch Mission to the Moon

Die Second Watch, Swiss Watch oder kurz «Swatch» war bereits in den 1980er Jahren ein echter Hit und traf gestalterisch wie auch preislich den Nerv der Zeit. Das Konzept der modischen, aber qualitativen und erschwinglichen Quarzuhr war so erfolgreich, dass Gründer Nicolas Hayek, der an die Schweizer Uhrenindustrie glaubte, zahlreiche schwächelnde Nobelmarken aufkaufte und in der Folge zumindest teilweise vor dem Aus bewahrte.

In der MoonSwatch arbeitet ein Quarzwerk von ETA

Auch Omega gehört zur heutigen Swatch Group und stand mit seiner legendären Speedmaster Pate für einen Marketing-Schachzug von Nick Hayek, dem Sohn des Firmengründers. Aus der Moonwatch wurde kurzerhand MoonSwatch. Verschiedene Farbvarianten, benannt etwa nach den Planeten unseres Sonnensystems, wurden aufgelegt und waren nur in den Boutiquen der Marke erhältlich. Es folgte ein solcher Hype, dass sich buchstäblich Menschenmassen vor den Geschäften anstellten, um einen der Quarz-Chronographen im Speedmaster-Design zu ergattern.

Patek Philippe Grande Complication Ref. 5270J

Viele Funktionen – Große Uhrmacherkunst

Preis: 195.571 Euro

Patek Philippe Grande Complication 5270J

Allein der Klang des Markennamens Patek Philippe lässt Uhrenbegeisterte verzückt mit der Zunge schnalzen. Es ist wohl eine der Uhrenmanufakturen mit der höchsten Reputation in der gesamten Branche, die bei Werkdekoration und technischer Meisterleistung, auch in der Konstruktion, nur von einigen wenigen Konkurrenten herausgefordert werden kann. Statt der berühmten Nautilus zeigen wir mit der Referenz 5270J einen der herausragendsten großen Klassiker der Genfer Ausnahmemarke – mit Ursprung in den 1940er Jahren.

Uhrwerke von Patek Philippe mit der höchsten Reputation

Verbaut in einem zeitlosen Gehäuse aus Gelbgold mit silbrig-weißem Zifferblatt und einer umlaufenden Tachymeterskala ist ein echtes Meisterwerk der handaufgezogenen Uhrmacherkunst. Das Kaliber CH 29-535 PS Q ist nicht nur mit einem Chronographen, sondern darüber hinaus auch mit einem ewigen Kalender inklusive Wochentagsanzeige, Datum, Monat, Schaltjahr, einer Tag-Nacht-Anzeige und einer Mondphasenanzeige ausgestattet und kann damit nicht nur zwischen Monaten mit 28, 30 und 31 Tagen, sondern auch zwischen Schaltjahren unterscheiden. Das anspruchsvolle Werk kann dabei durch einen Sichtboden auf der Rückseite eingesehen werden.

Alternative: Longines Master Collection

Preis: 25.600 Euro

Longines Master Collection Chronograph Mondphase

Wer nicht gleich seine Eigentumswohnung gegen eine Armbanduhr tauschen möchte, aber dennoch eine Golduhr mit ähnlichem Funktionsumfang wie von Patek Philippe sucht, wird innerhalb der Master Collection bei Longines fündig. Ebenfalls verpackt in ein Gehäuse aus Massivgold, hier in Roségold, gibt es seit Kurzem den sonst stählernen Master Collection Chronograph Mondphase, der einige der Funktionen der 5270J (fast) abdeckt.

Longines Golduhr aus 18-karätigem Roségold

Der Chronograph, wenn auch mit einer anderen Aufteilung der Hilfszifferblätter, wird auch bei der Longines mit Anzeigen für Tag, Datum, Monat, einer 24-Stunden-Anzeige und einer Mondphase ergänzt, wenn auch nicht in einer Ausführung als ewiger Kalender. Wen das Nachjustieren per Korrekturdrücker und Krone nicht stört, der kommt auch bei diesem geschichtsträchtigen Klassiker auf seine Kosten, und wenn es kein Gold sein muss, gibt es die Uhr bereits für 4.100 Euro.

Rolex Submariner

Absolute Toolwatch

Preis: 10.600 Euro

echte Ikonen wie die Rolex Submariner im Luxusuhren Vergleich

Ob mit Datum als Submariner Date oder ohne: Dieses Spezial wäre ohne die legendäre Taucheruhr von Rolex nicht komplett. Als eine der ersten und für den Begriff Taucheruhr stilgebenden Toolwatches ist die Rolex Submariner das wohl berühmteste Uhrenmodell der Welt. Eine konsequente Weiterentwicklung von Materialien, Technik und Design hat die Submariner seit ihrer Erstvorstellung in den 1950er Jahren zum heutigen Erscheinungsbild geführt.

Lünetteneinlage aus Cerachrom

Wichtige Elemente sind neben dem Mercedes-Zeiger und dem Zifferblatt mit deutlichen Stundenmarkern die ikonische Datumslupe ebenso wie die einseitig drehbare Lünette und das hermetisch abdichtende Oyster-Gehäuse mit Gliederband sowie der Automatikaufzug des aktuellen Manufakturkalibers 3235, dem wie seinen Vorgängern neben einem präzisen Gang auch eine beispiellose Robustheit zugeschrieben wird.

Alternative: Tudor Black Bay 54

Preis: 4.040 Euro

Tudor Black Bay 54 mit kleinerem Durchmesser 37 mm

Der Rolex Submariner eine ihrer zahllosen Hommagen gegenüberzustellen, wäre wohl witzlos. Da lohnt ein Blick zur kleinen Schwester Tudor doch viel mehr, und zwar besonders, weil sich die hier abgebildete Black Bay 54 zwar deutlich von der Rolex Submariner unterscheidet, ihren Ursprung jedoch ebenfalls in dieser Modellreihe hat. Denn beide Marken wurden von Hans Wilsdorf gegründet.

Die Tudor Black Bay ist selbst ein Uhrenklassiker

Während die Submariner auch gestalterisch immer weiter modernisiert wurde, ist in der Kollektion von Tudor noch Platz für ein historisierendes Retro-Modell der ikonischen Taucheruhr – wohlgemerkt mit einigen Änderungen, welche die Black Bay eindeutig zu einer Tudor machen, wie dem «Snowflake-Zeiger» oder dem genieteten Gliederband. Mit einem etwas zurückhaltenderen Durchmesser von 37 mm ist die Toolwatch beinahe näher am Original der 1950er Jahre dran als die moderne Submariner selbst.

Zenith Chronomaster

El Primero – Der Automatikchronograph

Preis: 9.800 Euro

moderne Neuauflage der legendären Chronomaster von Zenith

Als Gewinner des Wettrennens um das erste automatische Chronographenwerk der Welt sind die Uhren von Zenith echte Ikonen – vor allem für Chronographenfans. Das El Primero realisierte das Vorhaben durch die vollständige Integration der Chronographenfunktion im Uhrwerk. Die beliebtesten Modelle, die 1969 mit dem El Primero ausgestattet wurden, finden sich in der sportlichen Kollektion Chronomaster.

Zenith Chronomaster Revival Shadow mit El Primero Uhrwerk

Die hier abgebildete Chronomaster Revival Shadow bezieht sich auf einen Prototyp der Referenz A386 von 1970 und bietet neben dem schwarz-grauen Zifferblatt auch ein mattiertes und geschwärztes Gehäuse mit 37 mm Durchmesser und einer für die 1970er Jahre typischen Tonneauform. Im Inneren des heute aus ultraleichtem Titan gefertigten Gehäuses arbeitet mit dem Kaliber 4061 bis heute ein Abkömmling des ursprünglichen El Primero mit 5-Hertz-Hochfrequenzhemmung, Säulenrad und natürlich einem Automatikaufzug.

Alternative: Nivada Grenchen Autochron

Preis: 2.395 Euro

Nivada Grenchen Autochron

Nivada Grenchen stammt aus dem Schweizer Juragebirge und hat wegen der ursprünglichen Gründung im Jahr 1926 selbst eine stattliche Geschichte vorzuweisen. Die Marke hat sich in ihrer Kollektion vorrangig auf den beliebten New-Vintage-Stil, also die Neuauflage historischer Modelle spezialisiert, die ausgestattet mit modernen Serienwerken einen besonders authentischen Eindruck hinterlassen. Auch die Autochron, hier in der Version mit weißen Stundenmarkern, einem schwarzen Zifferblatt und gelblichen Totalisatoren, bezieht sich auf ein Modell aus den 1970er Jahren.

Chronograph Nivada Grenchen bietet eigenständiges Design

In der aktuellen Version, die wahlweise auch an einem Gliederband mit Feinverstellung erhältlich ist, arbeitet verborgen unter einem massiven Gehäuseboden ein echter Klassiker unter den automatischen Chronographenwerken: das ETA 7750.

TAG Heuer Monaco

Große Motorsport-Historie

Preis: 7.800 Euro

der berühmte Rennsport-Chronograph TAG Heuer Monaco

Auch Heuer gemeinsam mit Breitling, Büren (später von Hamilton gekauft) und Dépraz & Cie machten sich Ende der 1960er Jahre daran, ein automatisches Chronographenwerk zu entwickeln. Im Gegensatz zu Zenith entschied man sich dabei für eine Modulkonstruktion aus einem Büren «Intramatic» und einem Modul von Dépraz & Cie, und leider wurde das Calibre 11 erst kurz nach dem El Primero vorgestellt. Durch die Bauweise tragen Modelle mit dem Originalwerk, das in der Carrera wie auch in der Monaco zum Einsatz kam, ihre Krone auf der linken Gehäuseflanke, während die Drücker wie gewohnt rechts liegen.

Kaliber TH20-00 von TAG Heuer

Inzwischen hat jedoch auch TAG Heuer mit dem TH20 ein eigenes automatisches Chronographenwerk mit vollständig integrierter Konstruktion im Sortiment und verbaut es auch in der beliebten Kollektion Monaco, die ihre Krone nun (ausgenommen Sondereditionen) rechts trägt. Bekannt wurde die rechteckige Uhr vor allem durch den Film «Le Mans» (1971) am Handgelenk von Hollywood-Star Steve McQueen.

Alternative: Union Glashütte Averin Chronograph

Preis: 3.700 Euro

Union Glashütte Averin Chronograph

Ausgestattet mit einem ähnlichen Gehäuse in Kissenform, bietet der Averin Chronograph Mondphase von Union Glashütte eine mit dem Klassiker von TAG Heuer vergleichbare Ästhetik. In der gezeigten Variante ist das Modell mit einem Vollkalender bestückt, dessen Besonderheit ein Zeigerdatum mit drei Ebenen ist, die von verschieden langen Zeigerspitzen markiert werden.

auch in den erschwinglichen Alternativen arbeiten hochwertige Schweizer Uhrwerke

Das Zifferblatt mit Vollkalender inklusive Mondphasenanzeige, Tag, Monat und Tageszeitanzeige wird um einen Chronographen erweitert und setzt sich weiß vom Hintergrund in Karbonfaser-Optik ab. Auf der Rückseite der sportlichen Uhr gewährt ein an vier Punkten verschraubter Sichtboden aus Saphirglas Einblicke in das Kaliber UNG-25.S1 (Basis ETA 7751) mit Silizium-Spirale.

Blancpain Fifty Fathoms

Erste moderne Taucheruhr?

Preis: 16.700 Euro

Blancpain Fifty Fathoms Automatique 42

Ein Faden (Fathom) ist eine Längeneinheit und entspricht der Spannweite der Arme eines ausgewachsenen Mannes. 50 Mal so tief sollte man mit der originalen Fifty Fathoms, in den 1950er Jahren von Blancpain-Direktor und Sporttaucher Jean-Jacques Fiechter entworfen, tauchen können, und damit etwas mehr als 90 Meter tief. Die Uhr wurde beinahe gleichzeitig mit der Rolex Submariner vorgestellt, und Historiker streiten eisern, welche Uhr denn nun die erste moderne Taucheruhr gewesen sei.

moderne Neuauflage der Blancpain Fifty Fathoms

Mit der Neuauflage der Fifty Fathoms Automatique in den Gehäusegrößen 42,3 oder 38,2 mm und endlich auch wieder im Stahlgehäuse hat Blancpain eine besonders originalgetreue Variante der ikonischen Taucheruhr im Programm. Ausgestattet mit modernem Manufakturwerk und Sichtboden, drei Federhäusern und einer Gangreserve von 120 Stunden sowie einer Lünette mit Saphirglaseinlage ist die heute bis 30 bar dichte Variante auf aktuellem Stand.

Alternative: Certina DS PH200M

Preis: 1.030 Euro

Certina PH200M Retro-Taucheruhr

Das Konzept der doppelten Sicherheit (DS) wurde schon 1959 eingeführt und hat sich als Standard in der Kollektion von Certina bewährt. Neben einer Wasserdichtheit von mindestens 20 bar sind die Uhren mit dieser Zusatzbezeichnung außerdem besonders schockresistent. Erst im Mai 2025 wurde das System zudem weiter verbessert und bietet in der aktuellen DS Action Diver eine noch höhere Robustheit als bei vorangegangenen Modellen.

In der Certina PH200M ist das Powermatic 80 verbaut

Die DS PH200M profitiert zwar noch nicht von diesen Neuerungen, bietet mit ihrem historisierenden Design und dem bisherigen DS-Konzept aber einen günstigen Einstieg in die Welt von Certina. Ausgestattet mit dem bei der ETA entwickelten Kaliber Powermatic 80.611 mit Nivachron-Spirale und einer Gangreserve von 80 Stunden ist die Retro-Taucheruhr mit gewölbter Keramiklünette wie erwähnt bis 20 bar wasserdicht.

Fazit – Ikonische Armbanduhren oder ihre Alternativen?

Nicht ohne Grund sind die hier vorgestellten 11 ikonischen Armbanduhren für ihr Design und ihre Technik weltberühmt. Unser Vergleich mit erschwinglichen Alternativen zeigt jedoch, dass vergleichbarer Stil auch für breitere Käufergruppen zugänglich sein kann. Dabei muss man als Uhrenfreund jedoch nicht auf hohe Qualität oder eine gewisse Eigenständigkeit verzichten.

Text: Tobias Schaefer

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