Sammleruhren Tudor Submariner

Most Wanted

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Mai 2021. Seit der Vorstellung der ersten Generation Black Bay im Jahr 2012 begleiten Hype und Fans die Rolex-Schwestermarke Tudor ebenso wie lange Wartelisten für Leadermodelle.
Foto: @bulangandsons
Die «Marine Nationale» war die Einsatzuhr des französischen Militärs.

Unter Sammlern sind laut Patrick, dem Gründer des Tudor Watch Club, der größten Tudor-Fangemeinde in den sozialen Medien, besonders die spirituellen Vorfahren der aktuellen Black Bay beliebt und gesucht. Diese finden sich in den verschiedenen Ausführungen der Tudor Submariner wieder. An kleinen Details, wie Schrifttype und -farbe, Zeiger oder Logo der historischen Modelle, entscheidet sich der (Sammler-)Wert.

Einige frühe Tudor Submariner waren mit Handaufzugswerken ausgestattet (Ref. 7923).

Auffällige Erkennungsmerkmale der Black Bay wie Lünette und Zifferblatt gehen auf die erste Tudor-Submariner-Generation (ab 1954) zurück. Ein Beispiel ist die Referenz 7923, die nur in sehr geringen Stückzahlen hergestellt und als einzige Taucheruhr der Genfer Marke mit einem Handaufzugswerk ausgestattet wurde. Bei der 7923 wurden noch einfache, spitz zulaufende Zeiger verbaut. Der in der aktuellen Black Bay verwendete «Snowflake»-Zeiger geht auf eine Kooperation mit dem französischen Militär zurück. Die Tudor Submariner wurde nämlich nicht nur an Zivilisten verkauft, sondern auch von Spezialkräften auf der ganzen Welt eingesetzt. Die bekannteste Variante wurde 1974 in Zusammenarbeit mit der «Marine Nationale Française» entwickelt. Für eine bessere Ablesbarkeit bei Dunkelheit und unter Wasser wurde die Zeigerfläche rautenförmig vergrößert, um mehr Leuchtmasse tragen zu können. Die Einsatzuhren mit dem noch heute verwendeten Stundenzeiger waren nicht frei verkäuflich, wurden oftmals nach der Ausmusterung gezielt vernichtet und genießen dadurch absoluten Seltenheitswert.

Foto: @bazamu
Der Stundenzeiger der Submariner 76100 ist beispielhaft für den «Lollipop-Stil».

Eine weitere interessante Übergangsreferenz ist die Submariner 76100, die in der Mitte der 1980er Jahre produziert wurde. Sie war untypischerweise nur mit Datumsanzeige erhältlich, und die augenfällige Verbindung zur «großen Schwester» Rolex Submariner wurde noch durch die Signaturen von Rolex auf Gehäuseboden und Krone unterstrichen. Wieder ist der Stundenzeiger, diesmal im sogenannten «Lollipop-Stil», ausschlaggebend für den Sammlerwert. Das blaue Zifferblatt mit dem Tudor-Schild (anstelle der Rose) und den runden und dreieckigen Index-Markierungen erinnert sofort an die aktuelle Black Bay 58, die inzwischen übrigens mit Manufakturtechnik punktet.

Foto: @wookie_wrists
Mit der Heritage Black Bay Burgundy nahm der Tudor-Hype 2012 Fahrt auf.

Unzählige Modelle – mal kürzer, mal länger produziert – ergeben ein riesiges Feld für Uhrensammler, und dass die Black-Bay- Vorfahren begehrt sind, bewies spätestens die «OnlyWatch»-Auktion 2015 von Phillips und Bacs & Russo. Hier wurde für einen guten Zweck ein Einzelstück nach dem Vorbild der 1954er Submariner 7923 neu aufgelegt und versteigert. Das Ergebnis der Auktion war ein Rekordpreis von umgerechnet 347.500 Euro.

Text: Patrick (Tudor Watch Club), Tobias Schaefer

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