Walter Lange Watchmaking Award 2019

«Slow Moving Retrograde»

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Am 21. Februar 2020 traf sich zum 10. Mal die Jury des renommierten Förderpreises für Nachwuchsuhrmacher in Dresden, um die über den Jahreswechsel fertiggestellten Arbeiten der acht Uhrmacherschüler zu begutachten.
Walter Lange
Die acht Nachwuchsuhrmacher kommen von fünf renommierten Uhrmacherschulen auf der ganzen Welt.

Die Kandidaten stammten aus Deutschland, Finnland, Dänemark, Österreich und Japan und lieferten anspruchsvolle und bemerkenswerte Lösungen ein, getreu der Aufgabenstellung «Konstruktion einer retrograden Indikation durch Umbau oder Neubau unter hohem gestalterischem Anspruch». Die Jury mit Anthony de Haas, Gisbert L. Brunner, Peter Braun und Dr. Peter Plaßmeyer studierte und beurteilte die Projekte nach einem speziell auf die ästhetische Umsetzung angepassten Bewertungssystem. Das Werk «Slow Moving Retrograde» von Nayuta Shinohara vom Hiko-Mizuno College Tokio in Japan war vom Moment der ersten Betrachtung an der klare Favorit. Die Jury kam einstimmig zu der Meinung, dass dieses Projekt von der Konzepterstellung mit einem beeindruckenden Design bis hin zur fantastischen Ausführung in allen Teilen überzeugte. Die Idee basiert auf einer retrograden, symmetrisch aus dem Zentrum kommenden Stunden- und Minutenanzeige mit rückseitiger Kleiner Sekunde. Der aufwendige und ästhetisch bemerkenswerte Umbau des Basiswerks (Baumuster «Unitas») kombiniert zwei retrograde Zeigerwerke mit fliehkraftgeregelter Rückführung, durch welche die Zeiger am Ende der Skala langsam und kontrolliert an ihren Ausgangspunkt zurückschwenken.

Slow Moving Retrograde von Nayuta Shinohara

Es wurden zwar keine weiteren Platzierungen bestimmt, dafür aber wie im Vorjahr zwei Belobigungen ausgesprochen: für Atte Pirttijärvi von der finnischen Uhrmacherschule Kelloseppäkoulu in Espoo und für Lukas Straßberger von der Höheren Technischen Bildungs- und Lehranstalt in Karlstein in Österreich. Die finnische Arbeit basiert auf der Idee einer doppelten retrograden 12-Stunden-Anzeige mit einer zusätzlichen Tag-/Nachtindikation. Im Unterschied dazu lieferte der erst 17-jährige Lukas Straßberger, der bis dahin jüngste Teilnehmer überhaupt, eine umfassende und vollständige Projektarbeit mit der klaren Absicht, die Anzeigen der Stunden und Minuten so prominent und so gut wie möglich ablesbar bei der «12» zu inszenieren. Zum 10. Mal in Folge bestätigte sich, dass junge Talente inspirierende Lösungen liefern können, was mit größtem Respekt von der Jury und von A. Lange & Söhne zur Kenntnis genommen wurde.

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