Unikat versteigert

Rekorderlös für stählerne 1815

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Am 13. Mai 2018 wurde in Genf die nur ein einziges Mal gefertigte 1815 «Hommage an Walter Lange» in Edelstahl versteigert – für 852.500 Schweizer Franken. Das ist das höchste jemals für eine Lange-Uhr erzielte Auktionsergebnis.
Einzelstück in Edelstahl: 1815 "Hommage an Walter Lange"

Am Sonntag, dem 13. Mai 2018 versteigerte das Genfer Auktionshaus Phillips in Association with Bacs & Russo im Rahmen seiner Genfer Themenauktion „Seven“ die 1815 „Hommage an Walter Lange“ im exklusiven Edelstahlgehäuse und mit schwarzem Emaille-Zifferblatt im Hotel La Réserve. Der Hammerpreis von 852.500 Schweizer Franken ist das höchste Auktionsergebnis für eine Lange-Armbanduhr.

Der komplette Verkaufserlös in Höhe von ca. 713.000 Euro wird Children Action zugute kommen. Die Organisation setzt sich für das körperliche und seelische Wohl hilfsbedürftiger Kinder und Jugendlicher auf der ganzen Welt ein. Das Motto der 1994 vom Schweizer Geschäftsmann Bernard Sabrier gegründeten Stiftung lautet „Jedes Kind hat ein Recht auf Kindheit“. Der durch die Versteigerung erhaltene Betrag wird zielgerichtet für eines ihrer Hilfsprojekte verwendet.

Die nur ein einziges Mal gefertigte 1815 „Hommage an Walter Lange“ in Edelstahl mit schwarzem Emaille-Zifferblatt ist dem im vergangenen Jahr verstorbenen Urenkel des Firmengründers Ferdinand Adolph Lange gewidmet.

Die Springende Sekunde war seine erklärte Lieblings-Komplikation. Ihre Konstruktion geht auf eine Erfindung von Ferdinand Adolph Lange aus dem Jahr 1867 zurück, die 1877 in einer von seinem Sohn Richard weiterentwickelten Form als eines der ersten Patente in Deutschland registriert wurde.

Ausgeführt wurde Langes «Secundenwerk mit springendem Zeiger» erstmals als Meisterstück von seinem zweiten Sohn Emil, Walter Langes Großvater. Insgesamt wurden etwas mehr als 300 Taschenuhren mit dieser Funktion hergestellt. Sie waren – genau wie die 1815 «Hommage an Walter Lange» – zusätzlich mit einer konventionellen Kleinen Sekunde ausgestattet.

Die Steuerung des Sekundensprungs erfolgt bei der 1815 «Hommage an Walter Lange» wie beim historischen Vorbild nach dem Prinzip von Peitsche und Stern.

Nach jeder vollen Sekunde gibt einer der sechs Zacken des Sterns einen unter Spannung stehenden Hebelarm (in der Uhrmachersprache «Peitsche» genannt) frei. Dieser dreht sich daraufhin schnell um 360 Grad, bevor er vom nächsten Zacken angehalten wird. Diese Bewegung lässt den Sekundenzeiger zum nächsten Index vorrücken. Das über der Dreiviertelplatine angeordnete Sperrrad hat daher eine doppelte Funktion:Es speichert die für den Sekundensprung notwendige Kraft und bewirkt zugleich das Anhalten des zentralen Sekundenzeigers.

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