Preis & Leistung: Schaumburg Watch Classoco

Mehr als nur ein Geheimtipp

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Preiswerte Mechanik mit dem Zertifikat «made in Germany» – das gibt es noch. Die Firma Schaumburg Watch pflegt auch das Einstiegs-Preissegment und liefert beeindruckende Qualität.

Betrachtet man den Markt für mechanische Armbanduhren im Einstiegspreisbereich, fällt auf, dass sich die Protagonisten seit Jahren gleichen – zumindest, wenn man als Kriterium anlegt, dass die Erzeugnisse nicht aus den Kopieranstalten chinesischer Fabriken stammen und idealerweise (auch) einen Vertrieb über den Fachhandel vorweisen können.

Zudem hat sich das, was wir als «Einstieg» – der in diesem Fall tatsächlich den Preisbereich und nicht die Expertise des Käufers bezeichnen soll – titulieren, in den vergangenen Jahren wenig überraschend erneut nach oben verschoben.

Natürlich gibt es auch Marken, die nach wie vor im Preisbereich von 500 bis 600 Euro ansprechende Produkte liefern. Die meisten davon dürften in dieser Rubrik schon mehrfach gepriesen worden sein, entspringen jedoch nicht selten den Markenkonglomeraten großer Luxusgruppen, die mit ihren Synergieeffekten ganz anders am Markt agieren können als kleine, inhabergeführte Uhrenmarken.

Bei einer solchen sind wir dieses Mal allerdings fündig geworden: Schaumburg Watch hat sich in den vergangenen Jahren bereits einen guten Namen mit professionellen Taucheruhren und findigen kleinen Komplikationen gemacht. Mit der Classoco hat die Marke aus Rinteln im Weserbergland zudem auch ein elegantes Modell im Portfolio, das für die genannten «Einsteiger» sehr interessant ist.

Bei der Classoco haben wir es mit einer klassischen Herrenarmbanduhr mit Edelstahlgehäuse zu tun. Das Äußere wird auf das Wesentliche reduziert, und das Zifferblatt wartet demzufolge lediglich mit Stabzeigern und -indexen auf.

Um sich nicht gänzlich auf Bauhaus-Traditionen zurückzuziehen, kommt durch das Zifferblatt Farbe ins Spiel, welche die Reduktion zugunsten eines stilvollen Auftritts verschiebt.

Dabei kann man unter einer ganzen Menge an Farbvarianten wählen, die sicherlich eine breite Palette von Geschmacksrichtungen abdecken. Bedenken sollte man dabei allerdings, dass speziell bei den dunkleren Zifferblättern die Ablesbarkeit gegenüber den helleren Varianten je nach Lichteinfall etwas schlechter ausfallen kann.

Beim Uhrwerk verlässt man sich mit dem ETA 2824-2 auf ein allseits bekanntes und lange bewährtes Automatikkaliber, das neben den zentralen Zeitanzeigen eine Datumsfunktion bei der «6» bietet.

Durch das Sichtfenster im Gehäuseboden lässt sich zudem ein Blick auf das Spiel von Unruh und Aufzugsmechanismus werfen. Bis auf den geschwärzten Rotor verzichtet man hinsichtlich der Mechanik auf Individualisierungen, was aber in dem Segment, in dem wir uns bewegen, den Normalfall darstellt.

Positiv ist uns übrigens die Variante mit der massiv gearbeiteten Butterfly-Faltschließe aus Edelstahl aufgefallen, die sich von klapprigen Blechpendants auch weitaus teurerer Armbanduhren angenehm abhebt.

Schaumburg Watch ruft für die Classoco 790 Euro auf – angesichts der Stückzahlen, welche die handwerklich geprägte Marke zu produzieren imstande ist, ein überaus fair kalkulierter Preis für eine sehr gut verarbeitete klassische Herrenarmbanduhr. (hm)

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