Rolex Oyster Perpetual GMT-Master II

Pepsi for the People

Auf der BASELWORLD 2018 präsentierte Rolex – endlich! – eine stählerne Variante der GMT-Master II mit rot-blauer Drehlünette. Zuvor war die begehrte «Pepsi»-Version nur in einer prohibitiv teuren Weißgoldausführung erhältlich. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch…
Rolex GMT-Master II Edelstahl mit «Pepsi»-Lünette

 

Als Rolex vor vier Jahren dem Erfolgsmodell GMT-Master II eine neue 24-Stunden-Drehlünette aus zweifarbigem Cerachrom spendierte, stand die Uhrenwelt kopf: Blau und Rot – das waren die Farben des Urmodells von 1955, das bei Sammlern unter dem Spitznamen «Pepsi» teuer gehandelt wird. Sowohl die Markenfreunde als auch die Connaisseure waren völlig verzückt, wäre da nicht der heftige Preis von 31.000 Euro gewesen: Die «Pepsi» war erst einmal nur in Weißgold mit Oyster-Gliederband in Weißgold erhältlich.

Auf der BASELWORLD 2018 stellte Rolex endlich die sehnsüchtig erwartete Edelstahlversion der GMT-Master II mit «Pepsi»-Lünette aus Cerachrom vor. Bislang war die Mutter aller GMT-Uhren in Edelstahl nämlich nur mit einer schwarz und blau durchgefärbten Keramiklünette erhältlich. Und da muss man ganz klar feststellen: Die Neue mit der rot-blauen Lünette sieht schon besser aus, und mit einer Preisempfehlung von 8400 Euro kostet sie kaum mehr als die Alte.

Moderne Alchemie: Das Material Cerachrom gab es bislang nicht in Rot. Der scharfe Übergang zum Blau wird durch die chemische Umfärbung einer Hälfte der Lünette erzielt.

Volksnah in Edelstahl

Doch auch wenn eingefleischte Rolex-Fans es anders sehen: Bei Rolex geht es niemals nur um die Optik – nicht einmal bei der neuen Referenz 126710 BLRO. Als besonderes Schmankerl ist der über die Krone steuerbare Mechanismus mit dem schrittweise verstellbaren Stundenzeiger nämlich in ein Automatikwerk der jüngsten Generation integriert. Das Rolex Kaliber 3285 ist daher mit einer effizienten Chronergy-Hemmung mit Anker und Ankerrad aus amagnetischer Nickel-Phosphor-Legierung ausgestattet. Die blaue Parachrom-Spirale ist ebenfalls nicht magnetisierbar und trägt ihren Teil zu den hervorragenden Gangleistungen bei, die in einem gesonderten Regulierverfahren – nach dem Erlangen des COSC-Chronometerzertifikats – im eingeschalten Zustand des Uhrwerks auf +/- 2 Sekunden geprüft werden. Vierzehn Patente schützen die konstruktiven Details, die in ihrer Summe auch die Gangreserve auf 70 Stunden anheben. Vor diesem Hintergrund geht der Aufpreis von 300 Euro gegenüber der alten, schwarz-blauen GMT-Master II völlig in Ordnung.

Ungewohnter Anblick: Ein feingliedriges Jubilé-Band an einer Tool Watch mit Drehlünette gab es bei Rolex zuletzt vor zehn Jahren.

Jubilé-Band an einer Tool Watch?

Was man sich bei Rolex wohl gedacht hat, als man bei der Wahl des Gliederbandes für die neue Stahl-«Pepsi» auf das fünfreihige Jubilé-Baumuster zurückgriff, das man sonst nur von den eleganten Oyster-Versionen her kennt, und es zu allem Überfluss auch noch mit einer Oysterclasp-Sicherheitsschließe bestückte? Vielleicht wollte man den treuen Markenfreunden, die in den letzten vier Jahren ein Vermögen für die Weißgold-«Pepsi» ausgaben, noch ein kleines Alleinstellungsmerkmal lassen? Für diese Theorie spräche zumindest die Tatsache, dass sich das Jubilé-Band wegen geringfügig veränderter Bandhörner nicht einfach gegen ein normales Oyster-Gliederband aus Edelstahl austauschen lässt. (Mai 2018)

Lust auf ein weiteres koffeinhaltiges Kaltgetränk fürs Handgelenk? Hier gehts zur Tudor Black Bay GMT «Pepsi».

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