Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph

Handaufzug und Schnellrückstellung

Oktober 2025. Der neue Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph ist mit einem Handaufzugswerk mit Säulenrad und Flyback-Funktion ausgestattet und damit etwas für eingefleischte Mechanikfans – wir zeigen das Schmuckstück pünktlich zum Release!

Traditionelles Design

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Das schwarze Zifferblatt des Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph ist, wie für die Spirit Reihe typisch, mit aufgesetzten arabischen Zahlen ausgestattet und trägt zusätzlich zu der Kleinen Sekunde auf der linken Seite auch einen Minutenzähler im Hilfszifferblatt rechts, der bis zu 30 Minuten stoppen kann. Die polierten Zeiger für Stunden und Minuten und die Stoppsekunde im Zentrum sind – wie auch alle anderen Elemente in einem Goldton gehalten und ein goldener Ring am Außenrand des Zifferblatts trennt die umlaufende Minuterie ab.

Review des neuen Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph mit Gehäuse aus Edelstahl

Für die bessere Ablesbarkeit sind die wichtigsten Zeiger und die Ziffern sowie die darüberliegenden Leuchtpunkte mit SuperLuminova ausgelegt. Das gleiche gilt auch für die Markierungen und Ziffern auf der Lünette. Ihre Einlage besteht aus Keramik und ist beidseitig drehbar, denn hierbei handelt es sich nicht um eine Taucheruhr, sondern natürlich um einen Fliegerchronographen. Obwohl die Uhr nicht fürs Wasser gemacht ist, ist sie bis zu einem Druck von 10 bar, was 100 Metern entspricht, wasserdicht.

Auf der Oberseite bildet ein stark gewölbtes Saphirboxglas den Abschluss und auch auf der Unterseite ist ein entsprechender Sichtboden verbaut. Das darunter sichtbare Uhrwerk L792.4 ist wie gesagt mit einem Handaufzug ausgestattet, wodurch man die mechanischen Details der integrierten Chronographenfunktion besonders schön einsehen kann.

Longines Kaliber L792.4

Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph Kaliber L792.4

Nicht nur ist das Werk mit einer antimagnetischen Siliziumspirale ausgestattet, sondern übrigens auch bei der COSC als Chronometer zertifiziert und damit garantiert ziemlich präzise. Besonders wichtig für eine Uhr mit Handaufzug ist auch das die Gangreserve mit 68 Stunden sehr komfortabel ausfällt. Als besonderes Highlight ist das Werk mit einem traditionellen Säulen- oder Schaltrad ausgestattet, welches bei Betätigung der Drücker auf der rechten Gehäuseflanke das Ein- bzw. Auskuppeln der Chronographengruppe steuert.

Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph Schaltrad Säulenrad

Als besonderes Highlight ist das L792.4 mit einem traditionellen Säulen- oder Schaltrad ausgestattet, welches bei Betätigung der Drücker auf der rechten Gehäuseflanke das Ein- bzw. Auskuppeln der Chronographengruppe steuert. Das Werk wird von der Schwesterfirma ETA exklusiv für Longines gebaut und ist also kein Manufakturwerk allerdings schon etwas Besonderes. Darauf weist auch das «L» in der internen Bezeichnung der ETA hin, die A08.L11 lautet. Statt Automatikgruppe inklusive Rotor erhält das Werk eine eigene Handaufzugsbrücke mit Verzierung in Form von Genfer Streifen. Einige polierte Teile und gebläute Schrauben sowie ein gebläutes Säulenrad.

Flyback-Funktion

Flyback Chronograph Chronometer

Eine weitere Besonderheit ist auch auf dem Zifferblatt aufgedruckt, denn bei dem Werk handelt es sich um ein Flyback-Kaliber. Das bedeutet, dass der Chronograph durch Drücken des Rückstellers direkt auf null gestellt werden kann, ohne die Messung vorher anzuhalten.

Für eine Fliegeruhr ist das sehr nützlich, denn die Navigation mit Flugplan funktioniert durch Aufteilen der Strecke in Flugsequenzen. Der Kurs wird dabei in Segmente bzw. Checkpoints eingeteilt. Mit der Geschwindigkeit kann man dann ganz einfach die benötigte Flugzeit pro Segment ausrechnen und nach der benötigten Zeit und dem Erreichen eines Checkpoints ganz leicht den Chronographen auf Null zurücksetzen um das nächste Segment nahtlos zu beginnen.

Chronograph im Hands-On

Durch die Flyback-Funktion geht das auch alles nahtlos und diese wurde in den 1930er-Jahren auch genau zu diesem Zweck entwickelt. Deswegen passt es auch, dass der neue Spirit Pilot Flyback Chronograph deutlich mehr mit dem Vintage Charme spielt. Nicht nur ist die Neuheit mit 39,5 mm kleiner als der bereits erhältliche Spirit Flyback Chronograph, der 42 mm misst, sondern trägt auch dieses gewölbte Boxglas, was so aussieht wie Hesalitgläser von Früher. Auch die Umsetzung mit Handaufzug zahlt natürlich auf diesen Retro-Effekt ein und dank dem Sichtboden – den es so früher natürlich nicht gegeben hätte kann man das hübsche Uhrwerk auf der Rückseite außerdem einsehen.

Edelstahlband mit Feinverstellung

Schließe des Longines Spirit Flyback Chronographen mit Feinverstellung

Getragen wird die Uhr z.B. an dem hier verbauten Gliederband und das macht auch wirklich etwas her: Die einzelnen Glieder sind mit verschiedenen Schliffen verziert und an der Schließe gibt es sogar eine Feinverstellung, mit der das Band auf Knopfdruck um einige Millimeter verlängert oder gekürzt werden kann. Die einzelnen Elemente werden mit Stiften zusammengehalten, die man herauspressen muss, um das Band zu kürzen oder zu verlängern. Durch die Schnellverstellung muss man das zwar zugegebener Weise nicht allzu oft machen aber für die Preisklasse, in die sich Longines mit dieser Uhr vorwagt, wäre ein verschraubtes Armband wünschenswert.

Fazit

Longines Wristshot

Der Preis von 5350 Euro am Gliederband ist wohl kein Schnäppchen, allerdings geht der neue Longines Spirit Pilot Flyback Chronograph perfekt auf des historische Erbe von Longines ein und bietet Fans von mechanischen Armbanduhren gestalterisch und technisch einen echten Mehrwert.

Text, Aufnahmen: Tobias Schaefer

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