Battenberg NX.2

Comeback der Nixie-Röhre

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Juli 2022. Die NX.2 erhebt die ungewohnte Art der digitalen Zeitanzeige zum Kunstobjekt. Die auf 10 Exemplare limitierte Röhren-Tischuhr wirkt gleichzeitig futuristisch und nostalgisch.
Nixie-Röhren funktionieren nach dem Prinzip einer Glühlampe und wurden in den 1960er - und 1970er-Jahren für die Anzeige von Zeichen und Ziffern genutzt.

Die Stiftung Battenberg für berufliche Integration und Bildung ist in Biel beheimatet. Unter dem Label Battenberg Innovations werden dort auch Ideen entwickelt und in neuartigen Projekten umgesetzt. Unter der Leitung von Stefan Kuonen, Verantwortlicher des Uhren- und Industriebereichs der Stiftung, wurden die Nixie-Röhren aus der Versenkung geholt.

Eine Nixie-Röhre ist ein elektronisches Bauelement zur Zeichendarstellung nach dem Prinzip der Glimmlampe. Diese Röhren waren in den 1960er- und 1970er-Jahren vor allem als Zifferanzeigen in Messgeräten und elektronischen Rechenmaschinen in Gebrauch. Wie bei einer Glühlampe werden die eingesetzten Zeichen und Ziffern elektrisch aufgeladen, was das umgebende Edelgas zum Leuchten bringt.

Für die Umsetzung des Projekts wurde Kuonen vom renommierten Schweizer Designer Björn Ischi und dem tschechischen Programmierer Dalibor Farny unterstützt, der die Nixie-Röhren zu neuem Leben erweckt hat, unterstützt. Um das gewünschte Format der Zeitanzeige im NX.2 Design-Objekt zu erreichen, ohne dabei die klassische Anordnung zu ändern, wurden vier von sechs Nixie-Röhren so umgestaltet, dass sie auf dem Kopf stehend eingebaut werden konnten.

Die Lichtintensität und der Ziffernwechsel lassen sich bequem über den Internetbrowser oder eine iOS- oder Android-basierte Anwendung verändern. Zusätzlich ist es möglich, jede Minute für einige Sekunden das Datum (Tag, Monat, Jahr) anzeigen zu lassen. NX.2 verfügt über ein drahtloses Wi-Fi-Modul, das die Uhr mit einer Internetverbindung versorgt. Die Uhrzeit wird automatisch über das Internet synchronisiert. Der Benutzer kann über einen Browser auf alle Einstellungen zugreifen und die Uhr dank automatischer Firmware-Updates auf dem neusten Stand halten. Die Uhr benötigt jedoch kein Internet, um zu funktionieren: Das World Wide Web dient lediglich als Synchronisationsquelle für die Uhrzeit.

NX.2 ist knapp 60 Zentimeter breit und 25 Zentimeter hoch und wiegt 4,4 Kilogramm. Der Preis beträgt 12.000 Schweizer Franken. Der Verkaufserlös fließt in die Förderung neuer Projekte. Weitere Informationen unter www.nx2.ch

Text: Peter Braun

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