50 Jahre Audemars Piguet Royal Oak

Jumbojubiläum

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Februar 2022. Zum 50. Geburtstag der Royal Oak lanciert Audemars Piguet eine neue Generation der klassischen «Jumbo» mit 39-mm-Gehäuse und neuem extraflachem Automatikwerk. Echte Legenden werden nicht älter, sondern besser.

Mit einer komplett überarbeiteten Royal Oak «Jumbo» Extraflach läutet Audemars Piguet das 50. Jubiläumsjahr der Designikone aus dem Vallée de Joux ein. Im Laufe des Jahres werden noch einige weitere Jubiläumsmodelle hinzukommen – Skelettversionen, Komplikationsuhren, Damenvarianten –, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bei Uhrenfreunden zunächst die klassische Zwei-Zeiger-Ausführung der Audemars Piguet Royal Oak, die dem Original von 1972 am nächsten kommt.

Seinerzeit hatte Gestalter Gérald Genta mit seinem aufgeräumten, schnörkellosen Design einen neuen Stil geprägt, dem sich seine Nachfolger in der Designabteilung von Audemars Piguet bis heute verpflichtet fühlen. Mit einem wieder in die untere Zifferblatthälfte versetzten Logo und einer direkt auf das «Petite Tapisserie»-Dekor gedruckten Minuterie erweisen sie dem Meister eine Reverenz.

Außen originalgetreu, innen fortschrittlich: Die Royal Oak Ref. 16202 «Jumbo» Extraflach wird mit dem brandneuen Automatikkaliber 7121 ausgestattet. Die Höhe ist mit 8,1 mm auch nach 50 Jahren quasi unverändert.

ZURÜCK ZU DEN WURZELN

Die originale Zifferblattfarbe «Night Blue, Cloud 50» wurde einst auf galvanischem Weg erzielt und anschließend mit einem mit einigen Tropfen schwarzer Farbe versetzten Schutzlack versiegelt. Heute wird der Farbton durch ein PVD-Verfahren erzeugt, um ein homogenes Farbergebnis sicherzustellen.

Anders als beim Urmodell gewährt bei der neuen Referenz 16202 ein Saphirglas im Boden Einblick in die Technik. Wo früher das extraflache Kaliber 2121 mit seinem auf Rubinrollen abgestützten, hauchdünnen Aufzugsrotor seinen Dienst in kompletter Dunkelheit versah, genießt das ganz neu konstruierte Kaliber 7121 die bewundernden Blicke der Betrachter. Das hochfein veredelte Uhrwerk fällt mit 3,2 mm ein wenig höher als sein Vorgänger aus, passt aber dennoch ohne Anpassungen in das 8,1 mm hohe Gehäuse der «Jumbo».

Die moderne Konstruktion ist das Ergebnis einer fünfjährigen Entwicklungszeit. Die rückerlose Unruh mit verstellbarem Trägheitsmoment schwingt mit einer Frequenz von 4 Hertz (28.800 A/h) unter einer stabilen goldfarbenen Brücke. Ihr gegenüber ist das Federhaus unter einer analog gestalteten Brücke gelagert. Das Kaliber 7121 verfügt selbstverständlich über eine Datumsschnellverstellung und einen modernen, beidseitig wirkenden Rotoraufzug.

JUBILÄUMSROTOR

Der Aufzugsrotor der neuen Royal Oak «Jumbo» Extraflach ist mit einer speziell gestalteten Schwungmasse aus 22 Karat Gold mit «50 years»-Logo und dem Audemars-Piguet-Schriftzug ausgestattet. Außerdem wird die Schwungmasse farblich an das Gehäuse angepasst – dieses Merkmal ist sonst nur Zeitmessern mit Komplikationen vorbehalten. Die «50 years»-Schwungmasse wird in allen Royal-Oak-Jubiläumsmodellen verwendet – natürlich nur im Jahr 2022.

Die neue Referenz 16202 ist in Edelstahl sowie in Gelb- und Roségold in verschiedenen Zifferblattfarben und -ausführungen erhältlich. Die Preise beginnen bei heftigen 31.800 Euro für die Stahlvariante, für die Goldversionen sind 67.700 Euro anzulegen.

Audemars Piguet Royal Oak Extraflach Squelette in Roségold

Weitere Modelle zum Jubiläum

Zum Jubiläum gibt es auch eine neue Generation der Royal Oak Jumbo Extraflach Squelette (Ref. 16204), wahlweise aus Edelstahl oder Roségold, ausgestattet mit dem neuen Automatikkaliber 7124, einer skelettierten Variante des extraflachen Manufakturkalibers 7121. Beide Werke wurden parallel entwickelt, das heißt Platzierung und Geometrie der einzelnen Komponenten wurden bei beiden Uhrwerken von Anfang an so konzipiert, dass eine harmonische und ausgewogene offene Version möglich war.

Ebenfalls zur Jubiläumskollektion zählen eine ganze Reihe neuer 37-mm-Dreizeigermodelle sowie neue Chronographen mit 38 und 41 mm Durchmesser, die im Laufe des Jahres eingeführt werden sollen. Weitere Modelle mit 41 und 34 mm Durchmesser sollen im zweiten Halbjahr folgen. Die meisten dieser neuen Modelle sind mit neuen Kalibern sowie in jedem Fall mit der Jubiläums-Schwungmasse ausgestattet, die speziell zum 50. Geburtstag der Royal Oak entwickelt wurde.

Der Jubiläumsrotor wird nur im Modelljahr 2022 verbaut.

Um dem ursprünglichen Design der Kollektion Tribut zu zollen und die Modelle gleichzeitig ergonomischer zu gestalten, haben die Designer der Manufaktur subtile Veränderungen am Gehäuse der Royal Oak vorgenommen. So wurden etwa oberhalb und unterhalb des Gehäuses die sichtbaren Schrägen verbreitert, damit sich das Licht noch stärker in den von Hand polierten und satinierten Flächen spiegeln kann. Außerdem wirkt die Silhouette der Uhr dadurch noch feiner. Der Saphirglasboden wiederum wurde leicht vertieft in das Gehäuse-Mittelteil eingebunden, damit sich die Uhr enger an das Handgelenk schmiegt. Die ersten Glieder des Armbands sind zu beiden Seiten der Uhr in das Mittelteil integriert und nunmehr trapezförmig und nicht mehr parallel. Diese Verjüngung verfeinert die Linienführung am Bandanstoß. Alle Glieder des Armbands wurden optisch verschlankt. Bei den ersten vier Gliedern wurde darüber hinaus auch die Materialstärke progressiv reduziert. Dies macht das Armband leichter und ergonomischer. Bei den Modellen aus Gold war eine derartige Verschlankung schon früher zu finden. Bei den Referenzen aus Edelstahl und Titan ist sie allerdings ein Novum.

Dreizeigerversion der Jubiläums-Edition zum 50. Geburtstag der Royal Oak.

Viel Feinarbeit im Detail

Die facettierten Stundenmarker mit Leuchtbeschichtung gehören zu den Erkennungsmerkmalen der Royal Oak. Für ein einheitlicheres Erscheinungsbild der verschiedenen Modelle der Kollektion – unabhängig von Durchmesser oder Material – haben die Designer aus Le Brassus die Größe von Indexen und Zeigern angeglichen, ohne deren Design anzutasten. Der Audemars-Piguet-Schriftzug wurde ebenfalls überarbeitet. Er wird aus 24 Karat Gold mittels eines Galvanisierungsverfahrens aufgetragen, einem chemischen Prozess, der dem 3D-Druck ähnelt. Der Schriftzug besitzt also eine Reliefstruktur und tritt an die Stelle des applizierten AP-Monogramms bzw. des aufgedruckten AP-Logos bei der «12». Des Weiteren wird die Minutenskala bei allen Modellen mit Automatikaufzug sowie Stunden-, Minuten-, Sekunden- und Datumsanzeige nicht mehr auf den flachen Außenbereich gedruckt, sondern befindet sich direkt auf der Tapisserie.

Die Neuheiten werden von drei verschiedenen Kalibern angetrieben, eines davon ist neu. So feiert das Kaliber 5900, ein Dreizeiger-Automatikwerk mit Datumsanzeige, 2022 sein Debüt bei den 37-mm-Referenzen. Es tritt an die Stelle des Kalibers 3120, weil es flacher ist (3,9 mm statt 4,26 mm) und eine höhere Frequenz besitzt (4 Hz statt 3 Hz). Darüber hinaus verfügt es über eine Gangreserve von 60 Stunden. Das Chronographenkaliber 4401 mit Flyback-Funktion feiert in der Royal-Oak-Kollektion Premiere bei den 41-mm-Modellen aus Edelstahl. Beide Kaliber sind natürlich mit der Jubiläums-Schwungmasse bestückt.

Jubiläumsrotor «50 Jahre Royal Oak» am Chronographenkaliber 4401.

Text: Peter Braun

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