Patek Philippe 50 Jahre NautilusJubiläum
Ein halbes Jahrhundert Nautilus, das muss auf der Watches and Wonders 2026 gefeiert werden.
Seit vier Jahren werden in Basel aber nicht nur die Leser-Favoriten in den Kategorien «Klassische Uhr des Jahres» und «Sportliche Uhr des Jahres» gekürt, sondern auch die von einer Fachjury prämierten Trendsetter – Damenuhren und Herrenuhren – vorgestellt. Außerdem vergibt die Jury die begehrte Auszeichnung der «Grande Complication» an die bemerkenswerteste technische und kulturelle Neuentwicklung des vergangenen Jahres und zeichnet die «Uhren-Persönlichkeit des Jahres» für ihre Verdienste rund um die Uhrenwelt aus. ARMBANDUHREN-Verleger Franz-Christoph Heel eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Grußwort und übergab das Mikrofon an Stefan Aust, den Herausgeber und ehemaligen Chefredakteur der WELT. In seiner Rede über den Wert und die Bemessung der Zeit («Zeit ist der Abstand zwischen Ursache und Wirkung») schlug der eloquente Feingeist einen weiten Bogen und stellte am Ende nichts weniger als das Prinzip der Quantentheorie in einen aktuellen Uhrenkontext. Zur Moderation des Wahlergebnisses übergab Aust die Bühne an Jurypräsident Peter Braun, und der kam auch gleich zur Sache.
Die erste Auszeichnung des Abends ging an den Schleppzeiger-Chronograph Triple Split von A. Lange & Söhne, in den Augen der achtköpfigen Jury eine herausragende technische Meisterleistung der Uhrenbauer aus Glashütte. Inga Griese (ICON), Sabine Blüm (HEEL Verlag), Iris Wimmer-Olbort (ARMBANDUHREN), Dr. Philip Cassier (WELT), Jan Lehmhaus (freier Uhren-Journalist), Frank-Michael Müller (Responsio), Ulf Poschardt (WELT) und Peter Braun (ARMBANDUHREN) verliehen dem Triple Split den Titel «Grande Complication 2019». Einigkeit herrschte in der Jury ebenfalls über die Auszeichnung der «Uhren-Persönlichkeit des Jahres 2019». Hier fiel das Votum zugunsten von Sandrine Stern, der Kreativdi rektorin der Manufaktur Patek Philippe. Deren Kollektion hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Dabei ist es Sandrine Stern gelungen, eine eigene Handschrift zu entwickeln und den Traditionen der Manufaktur dennoch treu zu bleiben. Dafür würdigte die Jury zugleich eines der Uhren-Highlights im vergangenen Jahr: die im Herbst vorgestellte Twenty~4 Automatik.
Als «Trendsetter des Jahres» wurden zwei Tendenzen ausgezeichnet, die in der Branche Aufmerksamkeit erregten und zum Teil auch schon Nachahmer gefunden haben. Die Rede ist von der Initiative des Hauses Chopard, nur noch Gold aus nachvollziehbar und nachweislich nach fairen und ethisch anständigen Maßstäben geführten Minen und Schmelzen zu verwenden. Stellvertretend für diese Haltung wurde die Chopard Happy Sport Oval «Ethic Gold» als Trendsetterin des Jahres 2019 prämiert. Der Titel des männlichen Trendsetters 2019 ging an die gelungene Neuinterpretation des «Pepsi»-Themas von Rolex unter Zuhilfenahme moderner Materialien und Technologien. Die rot-blaue GMT-Master II in Edelstahl verkörpert den Trend zur Vintage_Herrenuhr wie kaum eine andere Neuheit des vergangenen Jahres.
Mit großer Spannung erwartet wurde wie immer das Ergebnis der Leserwahl, die seit einigen Jahren sowohl einer klassischen Armbanduhr als auch einer sportlichen Armbanduhr den Titel «Uhr des Jahres» zuerkennt. Der Geschmack der Leser von ARMBANDUHREN und WELT am SONNTAG orientierte sich in den vergangenen 26 Jahren oft an denselben Kriterien: Hochwertigkeit, technische Exzellenz und äußerste Begehrlichkeit. Umso erstaunter gab sich Jurypräsident Peter Braun bei der Moderation des Ergebnisses, das 2019 zwei recht ungewöhnliche Wahlsieger kennt.
«Klassische Uhr des Jahres» wurde die Stowa Partitio, eine schlicht gestaltete, klar gezeichnete Uhr von bestechender Alltagsqualität. Eine Begleiterin fürs Leben suchten die Leser von ARMBANDUHREN, WELT am SONNTAG und ICON – und fanden sie in der preiswerten, nur im Direktvertrieb erhältlichen Uhr, die sich mit einem «tragbaren» Durchmesser von 37 Millimetern unter der Hemdmanschette nicht in den Vordergrund spielt.
Noch größer war die Überraschung im Saal, als der Countdown zum Wahlergebnis der «Sportlichen Uhr des Jahres» am Ende bei der Rolex Oyster Perpetual GMT-Master II anhielt. Über dreißig Jahre hat es gedauert, bis die «Mutter aller GMT-Uhren» – seit 1985 auf dem Markt! – endlich den verdienten Platz auf dem Podium der großen Leserwahl einnehmen durfte, und dann wird die Stahluhr mit rot-blauer «Pepsi»-Lünette gleich zweimal am selben Abend ausgezeichnet! Nach der Präsentation der Preisträger und den Gratulationen an die Vertreter der Herstellerfirmen, die neben der Urkunde auch eine Gemäldeminiatur von Künstler Steffen Imhof in Empfang nehmen durften, wandten sich die Gäste wieder ihren Gesprächspartnern zu und genossen den Gedankenaustausch im Kollegenkreis.
Text: Peter Braun
Bilder: Jürgen Jeibmann
Artwork: Steffen Imhof
So haben die Leser gewählt: Die Uhren des Jahres 2019
Sandrine Stern, Kreativdirektorin von Patek Philippe, ist die Uhrenpersönlichkeit 2019
Der Schleppzeiger-Chronograph Triple Split von A. Lange & Söhne wurde Grande Complication 2019
Rolex und Chopard bringen frischen Wind in die Branche und sind unsere Trendsetter 2019
Sehen Sie die Sieger auf der Bühne in unserem Video
Gäste und Gewinner im Gespräch: Sehen Sie hier Interviews und Statements im Video
















