Sportzeitmessung

Es lebe der Sport

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Neben den Schwestermarken Omega (Olympische Spiele), Longines (Reitsport) und Certina (Motorsport) engagiert sich auch Tissot als offizielle Zeitnehmerin und Partnerin vieler sportlicher Disziplinen.
Zeitnahme
© Swiss Timing, ASO
Tour de France 2016 - 03/07/2016 - Etape 2 - Saint-Lo/ Cherbourg-en-Cotentin (183 km)

Bei Zeitnahme, Ergebnissen und Statistiken moderner Sportarten geht es nicht nur um das reine Zählen von Sekunden und um das Auflisten von Positionen, sondern auch Analysen und Statistiken haben für Fans, Trainer, Athleten, Kommentatoren und Medien stark an Bedeutung gewonnen.

Die von Swiss Timing entwickelte Zielkamera

Die Marke Tissot ist Zeitnehmerin bzw. Partnerin vieler Sportarten. Hierzu zählen Basketball (NBA, FIBA und CBA), Radsport (Tour de France, UCI Cycling World Championships), Motorradsport (MotoGP und Superbike-WM) sowie Rugby, Fechten und American Football.

Tissot, respektive die Swatch-Group-Schwestergesellschaft Swiss Timing, hat eine Vielzahl komplexer IT-basierter Systeme entwickelt. Ob die Zuschauer zu Hause vor dem Fernseher oder online dabei sind, im Stadion oder an der Rennstrecke sitzen: Tissot liefert innerhalb von Sekunden detaillierte Informationen zu Zeitnahme, Ergebnis und Statistik.

Radfahren ist eine der Sportarten, in denen Tissot seit jeher am meisten engagiert ist. Das Unternehmen arbeitet seit fünfzig Jahren mit verschiedenen Radsportveranstaltungen zusammen: Die Marke war bereits von 1988 bis 1992 offizielle Zeitnehmerin der Tour de France.

Was früher mit handbedienten Stoppuhren gemacht wurde, übernimmt heute die moderne Technologie. Rennstrecken werden mit Sensoren versehen, Rennräder mit Funksendern ausgerüstet, das ganze System wird von Computern gesteuert. 

Fotofinish: Die Kamera belichtet den Zielstrich wie eine Schlitzverschlussblende mit einer 2000stel-Sekunde. Man kann die Zeit in der Waagerechten mit dem Lineal abmessen.

Die grundlegende Voraussetzung für die elektronische Zeitmessung bei Straßenrennen und Zeitfahren im Radsport ist die Erfassung der Zielzeit jedes Fahrers. Dazu kommen beim Zeitfahren Fotozellen zum Einsatz, und bei Straßenrennen ein Fotofinish-Zeitnahmesystem. Beide sind mit einem Transpondersystem gekoppelt.

Über ein Punktesystem werden die Zwischenzeiten an einem bestimmten Ort erfasst. Dies gilt insbesondere beim Zeitfahren, bei dem das Ziellinien-Zeitmesssystem zur Ermittlung der Zielzeiten und Abstände verwendet wird.

Der Autor im Selbstversuch bei Swiss Timing.
Die rote Linie kann als Messlatte in das Zielfoto eingeblendet werden und trennt messerscharf Sieger und Verlierer.

Bei Straßenrennen kommen zwei Zeitnahmesysteme zum Einsatz, eines mit Fotozellen für das Zeitfahren und eines mit Fotofinish-Kamera für Massenstartrennen. Über den Transponder erfolgt in beiden Fällen eine parallele Zeitmessung.

Jedes Fahrrad ist mit einem kleinen Transponder mit eigenem Signal ausgerüstet. Befindet sich das Fahrrad 50 Meter vor der Ziellinie, empfängt eine in der Strecke installierte Antenne das Signal des Senders, über das der Fahrer identifiziert wird.

Die Antenne ist mit einem Dekodiergerät verbunden, welches das Signal an die Transponder-Zeitnahmecomputer im Kontrollraum übermittelt. Wenn das Fahrrad beim Zeitfahren wenige Sekunden später die Ziellinie überquert, rollt es dabei über Fotozellen, die ein elektronisches Zeitmessgerät auslösen.

Hochgeschwindigkeitskameras an der Ziellinie liefern hingegen Fotofinish-Daten, falls die Zieleinfahrt in so engen Abständen erfolgt, dass sie mit bloßem Auge und den Daten der Zeitnahme nicht genau erfasst werden kann.

Diese Kameras machen 2000 Bilder pro Sekunde und können die Entscheidung auf der Ziellinie präzise visualisieren: Da es sich beim Zielfoto im Grunde um eine Schlitzbelichtung handelt, lässt sich die Zeit an der waagerechten Koordinatenlinie abmessen – in Millimetern. 

Text: Peter Braun
Bilder: Tissot, Swiss Timing, ASO

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