Sinn 903 feiert Comeback

Verbesserter Rechenschieber

Mai 2024. Der Navigationschronograph Sinn 903 war kurzzeitig aus dem Sortiment der Frankfurter Marke verschwunden. Nun kommt das Modell gleich in drei Varianten und mit vielen Verbesserungen zurück auf den Markt.
Sinn 903 Neuauflage

Der sieht doch aus wie eine Breitling? Ja, die Nähe zum Breitling Navitimer kommt nicht ganz von ungefähr, bei der Modellreihe Sinn 903 jedoch von einer – positiv formuliert – Hommage zu sprechen trifft nicht den Kern der Wahrheit. Durch die Quarzkrise zwischen den 1970er- und 1980er-Jahren hatten Uhrenmarken es schwer, mit mechanischen Uhren Geld zu verdienen. Eine Marke, die ebenfalls davon betroffen war, ist Breitling. Ganz genau im Jahr 1979 hat Helmut Sinn, als einer der wenigen Interessenten die Restbestände von Breitling-Komponenten und sogar Maschinen sowie die Designrechte am Navitimer aufgekauft.

Drehbare Lünette

Sinn 903 Rechenschieber

In der Folge baute der Sinn-Gründer den Navitimer in der Frankfurter Heimat einfach weiter, wobei das Design in den folgenden Jahrzehnten mehrmals überarbeitet wurde. Bis 2023 wurde die Sinn 903 mit einer sehr eigenständigen, per Krone bedienbaren Lünette mit Logarithmischer Zahlenskala hergestellt.

Vorteil dieser Konstruktion war eine erhöhte Wasserdichtheit gegenüber der Navitimer von Breitling, die mit ihrer Konstruktion einer drehbaren Lünette, die mit dem verstellbaren Rehaut verbunden war, bis heute nur bis 3 bar wasserdicht ist. Dafür und das kann aus eigener Erfahrung bestätigt werden, ist die Bedienung nach dem Breitling Prinzip deutlich intuitiver und effektiver, sollte man die Umrechnungsfunktionen der Lünette auch wirklich verwenden wollen.

Für die neue Version des Navigationschronographen 903 setzt Sinn nun ebenfalls auf eine solche Konstruktion, verwendet dabei allerdings neuste Dichtungstechnik und greift auf das Know-How der Glashütter Gehäuse-Schmiede SUG, die eng mit der Marke und Inhaber Lothar Schmidt verbunden ist, zurück. Dadurch schafft Sinn auch beim neuen Modell der 903 eine Druckfestigkeit bis 20 bar – das beste aus beiden Welten also…

Blöcke aus Hybridkeramik

Auch auf dem Zifferblatt der neuen Modelle hat sich einiges getan. Zwar erscheint der Navigationschronograph in den klassischen Farbvarianten in Schwarz (Sinn 903 St II) und Dunkelblau (Sinn 903 St BE II), das Zifferblatt jedoch ist nun mit aufgesetzten Index-Blöcken aus nachleuchtender Hybridkeramik ausgestattet, die deutlich mehr Licht abgibt als aufgelegtes SuperLuminova.

Diese Technik hatte Sinn zuletzt in einer Variante der Taucheruhr U50, genauer gesagt der Modellvariante «S L» vollflächig für das Zifferblatt eingesetzt, welches dementsprechend sehr gut ablesbar ist.

Besonders auffällig ist die Vielzahl an Skalen, deren Funktion im Datenkasten, inklusive Anleitung mit Beispielen, erklärt wird. Mit ihr lassen sich Umrechnungen zwischen verschiedenen Einheiten, wie Meilen und Kilometer durchführen, sowie Rechenoperationen wie Division und Multiplikation. Grund für diesen Funktionsumfang ist die historische Funktion als Navigationshilfe für Piloten.

Automatikwerk mit Schaltrad

Die neue 903 ist außerdem mit einem Sichtboden ausgestattet, der genau wie das gewölbte Deckglas aus Saphirkristall besteht. Auf der Rückseite zeigt sich entsprechend das verbaute Werk mit Schaltradsteuerung für die Chronographenfunktionen. Das verbaute Kaliber kommt dabei von La-Joux-Perret. Das LJP L110 verwendet 26 Lagersteine, arbeitet mit der Standardfrequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, ist antimagnetisch und kommt auf eine Gangreserve von 60 Stunden.

Auch in limitierter Ausführung

Limitierte Variante Sinn 903 St HB

Zusätzlich zu den klassischen Modellen in Schwarz und Dunkelblau, die auch jeweils eine Datumsfunktion zwischen der «4» und «5» bieten, kommt zur Neuauflage auch eine Variante ohne Datumsanzeige und mit hellbauen Zifferblatt, in limitierter Auflage von 500 Exemplaren auf den Markt. Die Sinn 903 St HB ist mit 3650 Euro inklusive fünfreihigen Gliederband und Lederband damit etwas teurer als die Standardmodelle, die bereits ab 3250 Euro am Leder- oder Silikonarmband oder 3550 Euro am Gliederband erhältlich sind.

Text: Tobias Schaefer

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