Seiko Prospex Automatic Diver’s 200m

Update: Sumo 2.0

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Der japanische Taucheruhren-Klassiker wird auf den aktuellen Stand der Technik gebracht – mit dem neuen Automatikkaliber 6R35A und einem entspiegelten Saphirglas.
Seiko
Die neue «Sumo» ist wahlweise mit dunkelgrünem oder schwarzem Zifferblatt erhältlich.

Oktober 2019. Seiko-Modellbezeichnungen lesen sich gemeinhin etwas sperrig, weshalb die weltweite Sammlergemeinde schon früh begann, eigene Modellnamen zu vergeben – «Tuna» zum Beispiel, weil das betreffende Modell an eine Thunfischdose erinnerte, oder «Turtle», weil man beim Gehäuse eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Schildkröte erkannte. Wie die «Sumo» zu ihrem Spitznamen kam, ist nicht ganz geklärt. Böse Zungen behaupten, der Stundenindex bei der «12» sehe wie die Windel eines Sumo-Ringers aus …

Solide dimensioniert

Wahrscheinlich verdankt die Sumo ihren Namen indes dem massiven Edelstahlgehäuse, das an den schmalen 20-mm-Bandanstößen noch wuchtiger wirkt. Die geschwungene Mittelrippe teilt das Gehäuse in eine Ober- und eine Unterseite und sorgt für stattliche 45 mm Gesamtdurchmesser. Die Lünette selbst ist nur 42,5 mm groß und an ihren Flanken in das Gehäuse eingebettet, weshalb sie sich bei der «6» und bei der «12» am besten greifen lässt. Dieser gestalterische Kniff sorgt für eine gute Absicherung gegen unbeabsichtigtes Verdrehen, und auch die satt und schmatzend funktionierende Rasterung hält die einseitig drehbare Lünette sicher auf der eingestellten Merkzeit.

Gute Voraussetzungen für den professionellen Einsatz unter Wasser bietet auch die Ablesbarkeit des Zifferblatts mit seinen in polierten Ringen und Rauten gefassten «LumiBrite»-Leuchtmarkern. Das neu gestaltete Zeigerspiel greift einige der Indexformen auf. Die Schraubkrone wird nicht, wie bei anderen Seiko-Taucheruhrmodellen, von seitlichen Gehäuseflanken geschützt, doch die Positionierung bei der «4» nimmt sie aus der Schusslinie. Das dreireihige Edelstahl-Gliederband hat teilweise polierte Sichtkanten, die geprägte Faltschließe (mit ausklappbarem Taucheranzug-Verlängerungsglied) hat sich in über vierzig Jahren bestens bewährt.

Aufstieg in der Mittelklasse

Die Sumo markiert bei Seiko seit 2007 die Taucheruhren-Mittelklasse zwischen den Einstiegsmodellen Turtle bzw. Samurai und den Rolex-Herausforderern Marine Master oder der neu vorgestellten Prospex LX mit Spring-Drive-Technik. Die neue Prospex Automatic Diver’s 200m, so die Zifferblattbeschriftung, rückt näher an das Flaggschiff heran, auch wenn sie in puncto Wasserdichtheit noch 100 Meter Respektabstand wahrt. Dafür hat sie jetzt auch ein entspiegeltes Saphirglas und ein neu entwickeltes Automatikwerk vom Kaliber 6R35 mit «Magic Lever»-Klinkenaufzug, Handaufzugsmöglichkeit und Sekundenstopp beim Ziehen der Krone. Die Gangreserve soll mehr als 70 Stunden betragen.

Seiko lässt sich die technische Aufrüstung des Klassikers mit 200 Euro Aufpreis gegenüber dem Vorgängermodell teuer bezahlen und wird dafür von der Sammlergemeinde gerügt. Doch mit 830 Euro Publikumspreis bleibt die runderneuerte Sumo noch immer erschwinglich und bietet mehr fürs Geld als mancher Schweizer Rolex-Lookalike. Das gilt in besonderem Maße für die Ausführung mit dunkelgrünem Zifferblatt und Lünette, die wir unter die Lupe nehmen durften. Die neue Sumo ist mehr als ein schöner Trost für diejenigen, die sich die Gedenkedition der 1968er Automatic Diver’s mit Yakushima-grünem Zifferblatt nicht leisten können (die SLA 019J1 kostet immerhin 3200 Euro) oder keine abbekommen (sie ist auf weltweit 1968 Exemplare limitiert).



Seiko
Hermetisch dicht verpackt unter einem massiven Stahlboden ist das neue Seiko Kaliber 6R35A.

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