Longines Avigation BigEye

Fleißige Heritage-Abteilung

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Februar 2021. Mit der neuen Version der «Avigation BigEye» spielt die Heritage-Abteilung von Longines erneut auf einen Klassiker aus vergangenen Zeiten an, einen Chronographen aus den 1930er-Jahren. Ganz modern hingegen sind das Gehäuse aus Titan und das Kaliber L688.
Der verschraubte Gehäuseboden der Avigation BigEye wird von der Gravur eines Flugzeugs geschmückt.

Die Heritage-Abteilung

Longines hat nicht nur eine der längsten Markengeschichten in der Uhrmacherei, sondern auch eines der – wenn nicht das beste Archiv der produzierten Uhren aus insgesamt 189 Jahren Markengeschichte. Da verwundert es wenig, dass man in St. Imier hin und wieder zurückschaut und die schönsten Uhren in die Moderne transferiert und neu auflegt.

Aus diesem Konzept hat sich in den vergangenen Jahren eine ganz eigene Abteilung und Kollektion ergeben. Anstatt aber «nur» nachzubauen, was vor 100, 75 oder 50 Jahren war, werden die Uhren auf moderne Durchmesser skaliert und mit modernen Werken der Konzernschwester ETA – meist exklusiv für Longines produziert – ausgestattet. Die entstehenden Modelle werden gemeinhin unter dem Namen «Heritage» (zu Deutsch: Erbe) zusammengefasst.

Avigation BigEye

Der neueste Coup der Erbengemeinschaft ist eine neue Version des Chronographen «Avigation BigEye». Das große Auge spielt auf den größeren Minutenzähler des Chronographen an, dessen Gestalt von auffälligen Index-Strichen geprägt ist. Den Chronographen gibt es in dieser Neuauflage bereits seit 2017 in Edelstahl und mit einem schwarzen Zifferblatt. Nun kommt er aber im Gehäuse aus Titan, weiterhin mit massiven Gehäuseboden und einem blauen Zifferblatt mit Farbverlauf.

Was bleibt ist das automatische Kaliber L688 (ETA A08.L01). Es ist ein naher Verwandter des ETA7753, allerdings komplett umgebaut – von Kulissenschaltung – auf Säulenradschaltung. Neben einer Spiralfeder aus Silizium ist die vertikale Kupplung, die den Chronographen schonend und weitgehend ruckelfrei startet, erwähnenswert.

Das Zifferblatt der Titan-BigEye hat einen Farbverlauf. Der große Totalisator auf der «3» gibt ihr seinen Namen.

Spagat zwischen Archiv und Gegenwart

Alt, oder sagen wir ikonisch ist vor allem das Fliegeruhren-Design auf dem Zifferblatt und die Gehäuseform. Mit 41 mm Durchmesser und einem modernen Uhrwerk gelingt der Heritage Abteilung mal wieder der Spagat zwischen Archiv und Gegenwart. Einziger Wermutstropfen: Wer denkt ein massiver Gehäuseboden, als Preis für das versteckte Säulenrad, macht den Chronographen wassertauglich, irrt. Die Wasserdichtigkeit von 3 bar fällt Heritage-typisch gering aus.

In Technik und Design hat die neue BigEye aber viel zu bieten und der Preis von 3210 Euro für den Titanchronographen am braunen Vintage-Lederarmband scheint gerechtfertigt.

Text: Tobias Schaefer

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