Preis & Leistung: Junkers Bauhaus

Eine historische Symbiose

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Junkers ist ein prominenter Name der deutschen Industriegeschichte, der in besonderem Maße natürlich mit Flugzeugen in Verbindung steht – wer erinnert sich nicht an die gute alte «Tante Ju» 52.
Junkers Automatic GMT
Junkers Automatic GMT

Junkers ist ein prominenter Name der deutschen Industriegeschichte, der in besonderem Maße natürlich mit Flugzeugen in Verbindung steht – wer erinnert sich nicht an die gute alte «Tante Ju» 52.

Was jedoch weniger bekannt ist, das ist Hugo Junkers' Bewunderung für die Designer von Bauhaus in Dessau, deren Prämissen er auch in den Flugzeugbau einfließen ließ. Darauf rekurriert die Bauhaus-Uhrenserie der zur Pointtec GmbH gehörenden und in Ismaning bei München ansässigen Uhrenmarke mit dem historischen Namen.

Junkers bietet klassische Herrenarmbanduhren auf der Basis von Quarz- und Mechanikwerken und tut sich bei der Verwendung sowohl japanischer als auch Schweizer Kaliber durch eine zurückhaltende Preisgestaltung hervor. Zudem verfügt man über ein weitreichendes Netz an Fachhändlern, über das die Uhren von Junkers und der Schwestermarke Zeppelin vertrieben werden.

Wir haben uns einmal genauer mit der Bauhaus Automatic GMT beschäftigt, die sich nach wie vor unter der ehemals als Einstiegspreisschwelle gehandelten Summe von 500 Euro befindet. Hier sind heutzutage außerhalb der Swatch Group kaum noch Hersteller mit Werken Schweizer Herkunft zu finden, und auch Junkers geht den Kompromiss ein, modern-reduziertes europäisches Design mit fernöstlicher Mechanik zu kreuzen.

Das verbaute Miyota 9132 ist ein Mitglied der Kaliberfamilie 9100 des japanischen Werkeherstellers unter dem Dach von Citizen. Während das Werk lediglich einseitig aufzieht, verfügt es über einen Sekundenstopp – beides ließen japanische (Industrie-) Uhrwerke in früheren Jahren lange vermissen.

Die Grundkonstruktion verfügt sogar noch über mehr Anzeigen, als das 9132 anbietet (zentrale Uhrzeit, 24-Stunden-Anzeige und Datum).

Junkers hat bei der Bauhaus Automatic GMT bewusst Verzicht geübt und mit der aus den Funktionen resultierenden Zifferblattgestaltung alles richtig gemacht. Unter Berücksichtigung der Bauhaus-Prämissen würde das Zifferblatt bei weiteren Zusatzanzeigen zweifellos unnötig überfrachtet wirken.

Ohnehin sind die Anzeigen und Indexe recht feingliedrig gestaltet, und speziell bei den beiden kleinen Komplikationen sollte man nicht unbedingt unter einer Sehschwäche leiden, wenn man deren Anzeigen korrekt ablesen möchte.

Die fluoreszierenden Zeiger sind in der oberen Hälfte dezent mit Leuchtmasse beschichtet und heben sich bei widrigen Lichtverhältnissen gut vom schwarzen Hintergrund ab. Der Zeiger der Gangreserveanzeige hätte gern einen Millimeter länger ausfallen dürfen, jedoch kann man die verbleibende Energie des Federhauses gut überprüfen und ist bei einer Automatikuhr sowieso nicht wirklich auf diese Anzeige angewiesen.

Alles in allem ist die Junkers Bauhaus Automatic GMT eine ordentlich verarbeitete Herrenuhr mit Automatikwerk, die vor allem durch ihre im Einstiegspreissegment selten zu findenden Zusatzfunktionen interessant ist. (hm)

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