Eleganz in Edelstahl

Volksnah kalkuliert

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Der Glanz dieser Uhren ist auf Jahrzehnte hinaus garantiert, denn die durchweg «volksnah» kalkulierten Zeitmesser sind aus robustem Edelstahl gefertigt. Wasserdicht, kratzfest, elegant – Herz, was begehrst du mehr? Anmerkung: keine gewichtete Sortierung!

1. UNION GLASHÜTTE: AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, LOS!

Union Glashütte

Eine feine Uhr, ein eleganter Look – das kann durchaus rasant sein! So gesehen bei der neuen Noramis Datum von Union Glashütte mit einem Zifferblatt in «British Racing Green». Wie der Name vermuten lässt, ist die Farbnuance von englischen Rennwagenklassikern inspiriert. Die Farbe verleiht dem klassischen Look der Uhr mit arabischen Ziffern, spitz zulaufenden Stundenmarkern und Zeigern ein gewisses Etwas. Das braune Armband aus britischem Pferdeleder führt den Stil fort; es wird mit einer Doppelfaltschließe mit zwei Drückern komfortabel verschlossen.

Das Gehäuse gibt sich dezent zurückhaltend. Seine Kennzahlen: Aus Edelstahl gefertigt, misst es im Durchmesser 40 Millimeter und ist 9,85 Millimeter hoch. Es bietet einen Saphirglasboden, der den Blick auf das Automatikkaliber UNG-07.01 gestattet. Das Uhrwerk auf der Basis des Kalibers 2892-A2 der Konzernschwester ETA wurde – wie bei Union üblich – in den Glashütter Ateliers demontiert, dekoriert, montiert und mit einem eigenen Rotor ausgestattet. Das Werk bietet eine Gangreserve von 60 Stunden. Die Noramis Datum kostet 1860 Euro. (iwi)

2. ELEGANTER JAHRESKALENDER VON LONGINES

Longines

Eigentlich könnte man im Wörterbuch neben dem Begriff «Eleganz » als Beispiel eine Longines abbilden. Die Schweizer Marke gibt es schon seit 1832, und in der Zwischenzeit wurden einige herausragende zeitlose Designs hervorgebracht. Seit 15 Jahren hat sich aber besonders die Master Collection zur Vorzeigekollektion der Marke gemausert, denn sie vereint die besten Longines-Uhrwerke in einem betont klassischen Stil. The Longines Master Collection Annual Calendar kam Ende 2019 auf den Markt und ist eine Automatikuhr mit 40 mm Durchmesser und 10,8 mm Höhe. Das Zifferblatt ist mit einem Gerstenkornmuster verziert und wird von gebläuten Zeigern aus Stahl komplettiert. Die geschwungenen, aufgedruckten Stundenziffern werden durch den Zusatz «Annual Calendar» ergänzt.

Ein solcher Jahreskalender zeichnet sich dadurch aus, den Unterschied zwischen Monaten mit 30 und 31 Tagen zu kennen, und muss nur Ende Februar bzw. Anfang März händisch korrigiert werden. Das verwendete Longines Kaliber 897 wurde als ETA Kaliber A31.L81 entwickelt und basiert auf dem bewährten Großserien-Automatikkaliber 2892-A2. In der Version mit Jahreskalender wird es exklusiv bei Longines verbaut. Am Armband aus Alligatorleder ist neben der Faltschließe das Preisschild zu finden, auf dem 1891 Euro stehen. (tbs)

3. FREDERIQUE CONSTANT UND DER ELEGANTE EINSTIEG

Frederique Constant Classic

Wenn es um Preis und Leistung geht, kommt man auch an dieser noch relativ jungen Marke (immerhin älter als der Autor) nicht vorbei. Die Classic Automatic von Frederique Constant bildet das absolute Einsteigersegment bei der Schweizer Uhrenmanufaktur ab, was aber nicht für Abstriche in der Qualität sorgt. Verbaut im klassischen 40-mm-Gehäuse ist hier das Sellita SW200-1 (FC-303 genannt). Mit einer Höhe von 10 mm ist die Classic Automatic sehr flach. In puncto Design unterscheidet sie sich deutlich von den anderen hier vorgestellten Uhren.

Das silberne Zifferblatt ist mit römischen Ziffern ausgestattet, die nicht aufgesetzt, sondern nur gedruckt sind. Dafür verfügt die Uhr aber über ein strukturiertes Zifferblatt und Zeiger im Breguet-Stil. Die vergoldete Version kostet 1290 Euro, während die Variante in Edelstahl mit 1130 Euro etwas günstiger ist. Übrigens: Für knapp das Doppelte gibt es bei Frederique Constant zwei sehr ähnliche Modelle mit zusätzlichem kleinem Zeigerdatum und dem Kaliber FC-710, einem echten Manufakturwerk! (tbs)

4. RAINER BRAND: GEGEN DEN STROM

Rainer Brand

Man liebt sie oder man mag sie gar nicht: Mit der Ecco2 hat Rainer Brand eine Uhr geschaffen, die niemanden kaltlässt. Das hat der Uhrmacher aus Heimbuchenthal bereits festgestellt: «Entweder sind die Leute begeistert oder gar nicht angetan», berichtet er. Für ihn selbst ist die Ecco2 eine elegante Uhr par excellence. Mit der Verbindung von runder und rechteckiger Form sowie mit ihrem deutlichen Schwarz-Weiß-Kontrast ist sie zudem absolut von heute. «Ein Blickfang ist die Uhr auf jeden Fall», betont Rainer Brand.

Die Sorgfalt, mit der er sich dem Design widmete, ließ er auch der Ausstattung zukommen: Das 37 mal 43 Millimeter große Monoblock-Gehäuse ist aus gehärtetem Edelstahl gearbeitet und wahlweise mit schwarzer Beschichtung erhältlich. Für die Anzeige von Stunden, Minuten, Zentralsekunde und Datum ist das Automatikkaliber ETA 2892-A2 zuständig. Die Ecco2 wird an einem Leder- oder Edelstahl-Milanaiseband getragen und kostet ab 3300 Euro. (iwi)

5. BRUNO SÖHNLE GLASHÜTTE: BLICK NACH SÜDEN

Bruno Söhnle Glashütte

Mit der München Automatik I bekommt man beim Uhrenatelier Bruno Söhnle aus Glashütte eine klassische Automatikuhr mit drei Zeigern und Datumsanzeige. Im Edelstahlgehäuse mit zeitgemäßem Durchmesser von 42,5 mm ist das Kaliber BS 175 verbaut. Es basiert auf dem Sellita SW200, das mit 28.800 Halbschwingungen arbeitet.

Die Armbanduhr mit klassischen Stabindexen und Feinminuterie gibt es in drei verschiedenen Varianten: mit weißem Zifferblatt im polierten Stahlgehäuse, mit vergoldetem Gehäuse oder mit schwarzem Zifferblatt und weißen Applikationen. Mit 11,5 mm ist die München Automatik nicht zu hoch für Hemdmanschetten. Die Uhren werden jeweils an einem strukturierten Kalbslederband getragen und sind mit einer Faltschließe ausgestattet. Aufgerufen werden 1270 Euro für die Edelstahlmodelle; die vergoldete Variante ist kaum teurer. (tbs)

6. JUNGHANS: ZURÜCK IN DIE FÜNFZIGER

Junghans

Die Schramberger Marke hat das Thema Eleganz voll im Griff, schon aus der eigenen Geschichte heraus – war Junghans doch einmal der größte Uhrenhersteller der Welt und stellte eine Vielzahl klassischer Armbanduhren her. Dazu zählte ab den 1930er Jahren das Modell Meister, das in den 1950er Jahren zum Bestseller avancierte. Den Look dieses Jahrzehnts lässt Junghans in der neuen Meister Automatic aufleben und übernimmt prägende Designdetails: die fein gezeichneten Stundenmarker, den Doppelstrich-Index bei der «12» und den dunklen Mittelstrich auf den spitz zulaufenden Zeigern. Das Kalbslederband ist mit einer feinen Prägelinie ohne Naht versehen, ebenfalls typisch für die Fünfziger. Selbst die Gehäusegröße von 38 Millimetern entspricht dem nostalgischen Konzept.

Neu ist der Sichtboden auf der Gehäuserückseite – ein Trend, der sich erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten durchgesetzt hat. Früher hatte der Uhrenträger wenig Interesse am mechanischen Innenleben. Nun kann man das Kaliber J800.1 betrachten, das auf dem ETA 2824-2 oder dem Sellita SW200-1 basiert. Die Uhr kostet mit goldfarben PVD-beschichtetem Edelstahlgehäuse 1090 Euro, mit Edelstahlgehäuse und silberfarbenem oder schwarzem Zifferblatt kommt sie auf 990 Euro. (iwi)

7. EIN PROSIT AUF SEIKO

Seiko Cocktail Serie

Presage ist eine Modellreihe von Seiko, die sich auf eher klassische Designs beruft und deren Gestalter sich in der Bar-Szene offensichtlich gut auskennen. Die neuesten Modelle der Reihe sind namentlich von alkoholischen Mixgetränken inspiriert. Unter dem Namen «Cocktail Time» gibt es insgesamt fünf neue Uhren, die ihre Zifferblattfarben nach Cocktails wie etwa dem «Negroni», «Old Clock» oder «Mojito» benennen. Die aufgesetzten geschwungenen Ziffern geben den Uhren einen Vintage-Effekt, der durch das gewölbte Hardlexglas weiter verstärkt wird.

Im Inneren des 39-mm-Edelstahlgehäuses mit einer Höhe von 11,8 mm arbeitet das Seiko Kaliber 4R35 mit beidseitigem Automatikaufzug, Sekundenstopp und Datum, das bei der «3» das Zifferblatt schmückt. Auf der Rückseite lässt sich das bewährte Uhrwerk durch einen Glasboden sehen. Die Uhren am farblich abgestimmten Lederarmband mit Faltschließe gibt es bereits ab 449 Euro. (tbs)

8. Maurice Lacroix: Klassiker mit Charakter

Maurice Lacroix Pontos

Seit 20 Jahren ist die Linie Pontos aus der Welt von Maurice Lacroix nicht wegzudenken. Sie verkörpert klassische Architektur mit designoriertierten Details. Bei Maurice Lacroix nennt man das «elegant, aber nicht formell, raffiniert, aber nicht künstlich». Dafür steht das detailreiche Gehäuse mit der leichten Asymmetrie, die durch den dezenten Kronenschutz entsteht. Zum 20-jährigen Jubiläum der Marke erscheint unter anderem die Pontos Day Date 41, die sich mit Bronzegehäuse und grünem Zifferblatt recht unkonventionell gibt und dennoch die typische Pontos-Eleganz besitzt.

Dazu trägt die Zifferblattgestaltung mit den markanten Indizes und der nach innen gesetzten, betonten Minuterie bei. Die Anzeige des Wochentags bei der «12» folgt deren Rundung; bei der «6» befindet sich das Datumsfenster. Das Gehäuse der Pontos Day Date misst im Durchmesser 41 Millimeter und wird an einem braunen Kalbslederband mit Doppelfaltschließe aus Edelstahl getragen. Für den Antrieb sorgt das Automatikkaliber ML143, das 38 Stunden Gangreserve offeriert. Zu haben ist die Pontos Day Date 41 für 1950 Euro. (iwi)

Text: Iris Wimmer-Olbort, Tobias Schaefer

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