Bremont comes to Germany

Very British Watchmaking

Am 12. September präsentierten Gründer Nick English und Deutschland-Agent Fabian Herdieckerhoff in München die britische Spezialuhrenmarke Bremont, die im 15. Jahr ihres Bestehens endlich den Sprung über den Ärmelkanal schafft.
Die aktuellen Bremont-Modelle Airco, MB III und Boeing Model 247
Die aktuellen Bremont-Modelle Airco, MB III und Boeing Model 247
2007 brachten die beiden Brüder Nick und Giles English nach fünfjähriger Vorbereitungs- und Entwicklungszeit ihre erste kleine Armbanduhren-Kollektion auf den Markt. Die Uhren der Marke Bremont sind von der Fliegerei inspiriert und nach historisch bedeutenden Flugzeugmarken und -modellen benannt, und weil beide Brüder selbst über reichlich Erfahrung mit – vorwiegend alten – Fluggeräten haben, fühlen sie sich nicht nur stilistisch der klassischen Fliegeruhr verpflichtet. Ihre Zeitmesser müssen robust und langlebig sein, einfach zu bedienen und absolut zuverlässig. «Tested beyond endurance» lautet das Prädikat, das sie ihren Uhren geben: Weit über normale Anforderungen hinaus getestet.

Bremont-Mitbegründer Nick English
Bremont-Mitbegründer Nick English beim Presseempfang in München
Den Anstoß hierzu gab die Firma Martin-Baker, einer der führenden Hersteller von Schleudersitzen, der sich 2007 mit der Frage nach einer besonders stoßsicheren und robusten Armbanduhr an die Gebrüder English gewandt hatte. Die Bremont MBI war ausschließlich für Piloten reserviert, die die Technologie eines Schleudersitzes bereits am eigenen Leib erfahren haben. Die Modelle MBII und MBIII waren stets für jedermann erhältlich und wurden zu Bestsellern der jungen Marke. Zur Feier des 100. Jubiläums des Flugzeugherstellers Boeing brachte Bremont 2016 die Boeing 100 Limited Edition heraus. Die Zusammenarbeit ermöglichte den English-Brüdern den Zugang zum Advanced Manufacturing Research Centre von Boeing im englischen Sheffield. Von den dort gewonnenen Erkenntnissen profitiert die Marke Bremont bis heute. Die Edelstahlgehäuse der Bremont-Uhren sind mit 2000 Vickers siebenmal härter als herkömmliche Stahlgehäuse. Die gewölbten Saphirgläser sind ebenso hart und durch neun Antireflex-Schichten entspiegelt. Die Gangwerte jeder Uhr müssen innerhalb enger Toleranzen liegen (zwischen - 4 und + 6 Sekunden pro Tag) und erfüllen allesamt die Chronometernorm. Die Herstellung der Bremont-Uhren erfolgt seit 2010 in Henley-on-Thames in der Grafschaft Oxfordshire, nachdem die English-Brüder zuvor auf Kooperationspartner in der Schweiz angewiesen waren. Inzwischen beziehen sie (fast) nur noch die Uhrwerke aus der Schweiz und haben eine bemerkenswerte Expertise in der Gehäusefertigung erlangt. Nächstes Jahr soll das modern bestückte Fertigungszentrum in Ruscombe ebenfalls nach Oxfordshire ziehen, wo dann sämtliche Gewerke auf rund 3300 Quadratmetern unter einem Dach vereint sein werden.
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