A. Lange & Söhne 1815 Rattrapante

Uhrwerkskunst im Platingehäuse

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Juli 2022. Im Gehäuse aus Platin lanciert die Glashütter Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne eine neue, auf 200 Exemplare limitierte Ausführung des 1815 Schleppzeiger-Chronographen mit Manufakturkaliber L101.2.

Das hier verbaute Uhrwerk kennen wir bereits aus der 2020 vorgestellten Version aus Honeygold, der Manufaktureigenen Roségold-Legierung von Lange. Nun wechselt das 365-teilige Handaufzugskaliber in ein 41,2 mm großes Platingehäuse mit 12,6 mm Höhe und erhält klassisch gebläute Zeiger über einem massivsilbernen Zifferblatt mit klassischen arabischen Ziffern.

Der Schleppzeiger-Chronograph 1815 Rattrapante besitzt ein klassisches Zifferblatt aus Silber.

Ausgedrehte Hilfszifferblätter für die permanente Kleine Sekunde auf der «6» und Stoppminuten bei der «12» werden durch eine umlaufende Tachymeterskala erweitert, anhand der Durchschnittsgeschwindigkeiten gemessen werden können.

Schleppzeiger-Funktion

Die beiden Stoppsekundenzeiger können genutzt werden um Zwischenzeiten bzw. Intervalle zu messen.

Ein Schleppzeiger-Chronograph zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, mittels zwei übereinanderliegenden und einzeln stoppbaren Stoppsekundenzeigern, Zwischenzeiten messen zu können. Durch Betätigung des Drückers bei 2 Uhr starten beide Sekundenzeiger. Möchte man nun eine Zwischenzeit messen, muss der Drücker auf 10 Uhr betätigt werden, dann bleibt der Rattrapante-Sekundenzeiger stehen, während die Stoppsekunde weiterläuft. Die Zeiger können jederzeit wieder miteinander synchronisiert werden. Zurückgesetzt wird der Chronograph ganz normal über den Drücker bei der «4».

Lange-Kaliber L101.2

Das Handaufzugskaliber L101.2 ist durch den Sichtboden auf der Rückseite einsehbar.

Das spektakuläre Handaufzugswerk ist durch einen Sichtboden auf der Unterseite der 1815 Rattrapante einsehbar. Besondere Leckerbissen sind, neben der Schraubenunruh mit gemächlichen 21.600 Amplituden pro Stunde, die beiden Kolonnenräder an denen sich die Schaltvorgänge der Zeit- und Zwischenzeitmessung abspielen.

Vier der 36 Lagersteine des fein finissierten und in fünf Lagen einregulierten L101.2 mit 58 Stunden Gangreserve, liegen in verschraubten Goldchatons. Platinen und Brücken sind aus Neusilber (Kupfer-Nickel-Zink-Legierung) gefertigt und der Unruhkloben, sowie die Chronographen-Brücke sind per Hand graviert.

Das fein finissierte Manufakturkaliber L101.2 im Detail.

Die 1815 Rattrapante wird am Alligator-Lederband mit Dornschließe getragen. Der Preis bleibt uns gegenüber, auch auf Nachfrage ein Geheimnis. Den möchte man nur noch an die zahlende Kundschaft in der Boutique weitergeben. Das Vorgängermodell jedenfalls wurde für 130.000 Euro angeboten und eine Uhr aus 950er Platin müsste vom reinen Materialwert eigentlich günstiger sein, als eine aus 750er Gold – schön wär's!

Text: Tobias Schaefer

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