Seventies: Bell & Ross BR 05

Gelungene Integration

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Bell & Ross

Die Siebziger kommen zurück – man musste kein Prophet sein, um diese Entwicklung vorherzusehen. Nach den schlichten, linsenförmig-runden Gehäuseformen der fünfziger und sechziger Jahre wagten sich die Uhrenhersteller damals mutig an neue Geometrien und größere Dimensionen. Das kommt unseren heutigen Tragegewohnheiten natürlich sehr entgegen.
Die neue BR 05 schließt die Lücke zwischen den quadratischen Instrumentenuhren und den runden Vintage-Zeitmessern der Marke Bell & Ross. Nicht nur geometrisch, sondern auch stilistisch, denn es ist den Designern gelungen, eine ganz neue Kategorie zu erschaffen und die Uhren thematisch zwischen Abenteuer und Bürojob zu positionieren. «Urban Explorers» nennt Bell & Ross die neue Zielgruppe, und es tut gut zu wissen, dass die BR 05 für den harten City-Alltag gewappnet ist – dank ihrer Profi-Gene.
Die Abstammung von den Instrumentenuhren, die so aussehen, als wären sie direkt von der Armaturentafel eines Flugzeugcockpits abgeschraubt und an ein Lederband montiert, ist in der Tat unübersehbar. Vier markante Schraubenköpfe zieren das abgerundete, aber noch immer quadratische Grundgehäuse und beleben die Ecken, die sich aus der Integration des runden Zifferblatts ergeben. Der Übergang zum Armband erfolgt dank der Abrundung geradezu fließend.

Bell & Ross
Die BR 05 ist wahlweise mit einem Edelstahl- oder Roségoldgehäuse erhältlich, das sich wiederum mit einem Kautschukband oder einem Gliederband kombinieren lässt. Letzteres unterstreicht den Charakter der Uhr in besonderer Weise, denn mit seinen strichgeschliffenen H-Gliedern und den polierten Mittelelementen spielt das Metallband souverän die Siebziger-Jahre-Karte aus. Der sehr sauber gemachte Mix aus matten Schliffen und glänzenden Kanten erzeugt genau das Spannungsfeld zwischen Sport und Eleganz, das schon die vor fünfzig Jahren aufkommenden «integrierten» Edelstahluhren kennzeichnete und sie bis heute als Ikonen dastehen lässt.

Stilistische Parallelen zu den Meisterwerken von Gérald Genta – Royal Oak, Nautilus, 222, Ingénieur – lassen sich natürlich ziehen, doch direkte Anleihen will Belamich keine gemacht haben. Die BR 05 wurde ja nicht einfach aus alten Katalogen herauskopiert wie manches Remake eines großen Vintage-Klassikers. Vielmehr entstand die Uhr in einem harmonischen Prozess aus einem bestehenden modernen Modell – Belamich nutzte bestenfalls dieselben Entwicklungsschritte wie seine Designerkollegen in den 1970er Jahren, die der im Aufbruch befindlichen Branche unbedingt etwas Neues, Modernes bieten mussten. Nur war der Geist dieser Moderne der Industrie in den letzten zehn Jahren offenbar abhandengekommen …

Die stählerne BR 05 geht mit drei verschiedenen Zifferblattfarben (Schwarz, Blau und Silbergrau) an den Start und bleibt mit Preisen knapp unter 4000 Euro für die Kautschukbandversion und 4500 Euro für die Ausführung mit Gliederband unter der Schmerzgrenze von 5000 Euro. Gleichwohl ist die elegante Uhr deutlich über den instrumentenhaften BR 03 und klassisch runden Vintage-Modellen positioniert.

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