Preis & Leistung: Tissot PRX Powermatic 80

Die Siebziger kehren zurück

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Januar 2022. Die Schweizer Uhrenmarke Tissot bringt seit jeher zwei Welten zusammen: mechanische Armbanduhren mit fair kalkulierten Preisen auf der Grundlage einer mittlerweile bald 160-jährigen Uhrmachertradition. Die Tissot PRX Powermatic 80 basiert auf einer Armbanduhr aus den Siebziger-Jahren.
Tissot PRX Powermatic 80 Bicolor
Cool und kantig: Nicht nur die Genfer Luxusmarken dürfen die Formensprache der Siebziger feiern. Auch Tissot war schon damals eine große Nummer und punktet heute mit der PRX.

Bei der seit 1985 zur Swatch Group gehörenden Marke stehen unter anderem Stilikonen wie die «Banana Watch» aus dem Jahr 1916, die erste antimagnetische Armbanduhr von 1930 sowie – seit 1999 – die T-Touch-Modelle mit ihren Multifunktions-Touchscreens im Stammbuch. Auch mit der PRX Powermatic 80 rekurriert man auf die eigene Modellgeschichte: 1978 wurde das Design der PRX 40 205 erschaffen, das sich durch die stilistische Einheit von Uhrengehäuse und Armband auszeichnete. Durch die Kombination mit den damals gerade etablierten Quarzwerken ergab sich eine markante, gleichwohl schlanke Linienführung des Tonneau-Gehäuses und des integrierten Bandes, die Eleganz und Sportlichkeit ausstrahlte.

Die 2021 lancierte PRX Powermatic 80 nimmt die Formen dieses Klassikers auf und adaptiert sie nur leicht – die Siebziger winken hier nicht bloß mit dem Zaunpfahl, sondern kommen quasi in der Schlaghose um die Ecke marschiert. Das mit einem Wabenmotiv versehene Zifferblatt wird von einer abgerundeten Lünette eingefasst, die in der uns vorliegenden Variante mit einer rosé-goldenen PVD-Beschichtung veredelt wurde – ebenfalls ein Verweis auf die 1970er Jahre. Das Band mit seinen breiten und geschlossenen Edelstahlgliedern nimmt diesen Look auf und bietet daneben hohen Tragekomfort.

Tissot PRX Powermatic 80
Das Modell gibt es auch mit Zifferblatt in Blau und ohne goldene Lünette.

Doch die PRX Powermatic 80 hat mehr als nur Retro-Ästhetik zu bieten – Kenner werden es schon am Modellnamen bemerkt haben: Die Swatch Group hat ihren Einstiegsmarken vor einigen Jahren ein Upgrade gegenüber den normalen ETA-Uhrwerken gegönnt. In vielen Automatikuhren der Marken Tissot, Certina (beide Powermatic), Mido (Kaliber 80), Hamilton (u. a. Kaliber H-10) arbeiten Uhrwerke, deren Gangreserve mit 80 Stunden rund das Doppelte der üblichen 38 bis 42 Stunden eines Standarduhrwerks beträgt. Bei Tissot kommen die auf dem Dauerbrenner ETA 2824-2 basierenden Powermatic-Werke seit 2012 zum Einsatz. Um die hohe Gangreserve zu erreichen, wurde das Federhaus modifiziert, die Hemmung rückerlos gestaltet und die Schlagzahl von 4 auf 3 Hertz reduziert. Höherwertige Ausführungen des Powermatic-Kalibers werden sogar mit einer Spiralfeder aus Silizium ausgestattet – in diesem Preissegment ein Alleinstellungsmerkmal, das sonst nur Manufakturen vorbehalten ist.

Tissot PRX Powermatic 80 Uhrwerk Sichtboden
Das ETA Kaliber Powermatic 80.111 bietet 80 Stunden Gangreserve.

Als Vorteil bringt das Powermatic mit sich, dass die Uhr auch nach zwei bis drei Tagen Liegezeit nicht neu aufgezogen werden muss. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass die Genauigkeit etwa nach der Hälfte der Gangdauer von 80 Stunden etwas nachlässt. Der gegenüber einer Armbanduhr mit 28.800 A/h leicht «ruckelnde» Sekundenzeiger hingegen fällt optisch kaum ins Gewicht und dürfte allenfalls besonders penible Ästheten stören. Und in den Siebzigern waren 3 Hertz eigentlich die Norm.

Text: Henning Mützlitz

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