Preis & Leistung: CIRCULA AQUASPORT

ZEITREISE IN DIE 70ER

Teilen
Juni 2021. Über die coole Optik der Aquasport kamen wir auf die Pforzheimer Marke Circula, die für eine typische «Microbrand» einen ungewöhnlich interessanten Werdegang vorzuweisen hat.
Mit «schwebenden» Stundenmarkern und knalliger Farbgebung ist die Circula AquaSport ein echter Hingucker.

Die Geschichte von Circula beginnt 1955 mit der Gründung durch Heinz Huber, dessen familiäre Traditionen in der Uhrmacherei sogar noch weiter zurückreichen. Seine Vorfahren hatten 1926 einen Schmuck- und Uhrengroßhandel aufgezogen und im Krieg alles verloren. Heinz Huber baute das Familienunternehmen wieder auf, doch bald genügte ihm der Handel mit Uhren nicht mehr – er wollte eigene Uhren bauen, ausgestattet mit zugekauften Uhrwerken aus der Pforzheimer Nachbarschaft. Der Vertrieb lief über das eigene Großhandelssortiment von Huber & Co. an Uhrenfachgeschäfte vor allem in Süddeutschland.

Gibt es auch mit Zifferblatt in blau: Die AquaSport Automatic von Circula.

Die «Quarzkrise» und ihre Nachwirkungen versetzten die Marke Circula in einen Dornröschenschlaf, aus dem sie Cornelius Huber, der Enkel des Gründers, im Jahr 2017 wiedererweckte – mithilfe einer Kickstarter- Kampagne. Die «Mikromarke» emanzipierte sich rasch von den billigen Quarzuhren der Startkollektion, und die stilsicher im Retro- Design alter Circula-Modelle gezeichneten Armbanduhren wurden bald mit mechanischen Uhrwerken ausgestattet. Als Distributionskonzept bot sich der Direktvertrieb über das Internet an, denn die Einstiegspreise der Uhren sollten in jedem Fall unter der magischen 500-Euro-Marke bleiben.

Die von uns betrachtete AquaSport mit Edelstahl-Gliederband (79 Euro extra) ist mit dem auf Wunsch erhältlichen ETA Kaliber 2824-2 ausgerüstet, das gegenüber dem Standardangebot (STP Kaliber 1-11 Automatik) 100 Euro Aufpreis bedeutet. Alles in allem kostete unsere von einer Circula-Taucheruhr aus den 1970er Jahren inspirierte AquaSport 679 Euro.

Auf dem massiven Gehäuseboden der AquaSport ist ein Taucher abgebildet.

Das Design wirkt nicht zuletzt wegen der feinfühlig gewählten Größe (Durchmesser 39 mm, Höhe 12,8 mm) sehr authentisch, und die hängenden Indexe an dem orangefarbenen Zifferblattkranz sind wirklich eine Schau – speziell nachts, wenn die verwendete Superluminova- Leuchtmasse grünlich schimmert. Die Verarbeitung ist tadellos, lediglich der blecherne Faltverschluss des Gliederbandes rastete manchmal nicht richtig – oder so fest, dass man den Verschluss kaum öffnen konnte. Die Krone trägt einen roten Farbring, der den Träger daran erinnern soll, sie stets festzuschrauben, um die Wasserdichtheit bis 20 bar sicherzustellen. Der Tragekomfort und der wirklich coole 70er-Jahre-Look machten die Tage mit der Circula am Handgelenk zu einem Zeitreise-Erlebnis.

Text: Peter Braun

Mehr von Circula


Circula Heritage

Ähnliche Artikel
Artikel teilen

Bitte wählen Sie eine Plattform, auf der Sie den Artikel teilen möchten:

Beitrag melden

    Ihr Name:

    Ihre E-Mail-Adresse

    Bitte beschreiben Sie kurz, warum dieser Beitrag problematisch ist:


    [recaptcha]

    xxx
    Newsletter-Anmeldung

    * Pflichtfeld

    ** Der HEEL Verlag erhebt Ihre Daten zum Zweck des kostenlosen E-Mail-Newsletters. Die Datenerhebung und Datenverarbeitung ist für die Durchführung des Newsletters und des Informationsservice erforderlich und beruht auf Artikel 6 Abs. 1 a) DSGVO. Zudem verwenden wir Ihre Angaben zur Werbung für eigene und HEEL-verwandte Produkte. Sie können sich jederzeit vom Newsletter abmelden. Falls Sie keine Werbung mehr auf dieser Grundlage erhalten wollen, können Sie jederzeit widersprechen. Weitere Infos zum Datenschutz: ds.heel-verlag.de