Franz Linder, Präsident Mido

«Das sucht seinesgleichen»

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Nach dem 100. Geburtstag im vergangenen Jahr feiert Mido munter weiter. Nun steht eine Taucheruhr im Mittelpunkt – Anlass für ein Gespräch mit Franz Linder, Präsident der Uhrenmarke aus der Swatch-Group-Familie.
Mido Präsident Franz Linder
Franz Linder ist seit 2002 Präsident der Uhrenmarke Mido, die zur Swatch Group gehört.
Herr Linder, vor 75 Jahren lancierte Mido die Kollektion Ocean Star. Wie feiern Sie dieses Jubiläum?

Wir bringen die zwei Sondereditionen Ocean Star Tribute heraus, die einen starken Bezug auf die Geschichte der Marke nehmen und deren Design von einem unserer Modelle aus den 1960er Jahren inspiriert ist. Obwohl die Ocean Star 1944 vorgestellt wurde, fand der größte Meilenstein sogar zehn Jahre früher mit der Einführung des Kork-Kronendichtungssystems «Aquadura» statt. Dieses war bahnbrechend für die absolute Wasserdichtheit – die Einführung der Ocean Star war die logische Konsequenz. Die beiden Jubiläumsuhren sind zwar im Retro-Design, in der Ausstattung jedoch überaus modern. Aus meiner Sicht ist das die beste Uhr, die man für diesen Preis bekommen kann: vom speziell geformten Saphirglas bis hin zum Uhrwerk.

Es handelt sich dabei um das Kaliber Powermatic von ETA, das stattliche 80 Stunden Gangreserve bietet. Warum dieses Uhrwerk?

Bei uns nennen wir es Kaliber 80 – es hat die gleiche Basis, aber es gibt Unterschiede in Bezug auf die Ausführung. Wir beziehen grundsätzlich alle Werke von ETA und wählen dabei stets die anspruchsvollen Ausführungen mit der besten Bewertung. Unseren Anspruch erkennen Sie auch daran, dass wir die erste Marke im mittleren Preissegment waren, die einen von der COSC zertifizierten Chronometer mit Silizium-Spirale lanciert hat. All diese Höchstleistungen sind in einer einzigen Uhr vereint: In der Ocean Star Diver 600 haben wir alles gemacht, was wir können. Wasserdicht bis 600 Meter mit Heliumventil. Das Chronometerwerk hat eine Silizium-Spirale, das Gehäuse ist schwarz DLC-beschichtet und mit einer Keramiklünette versehen. Und all das in einem preislichen Rahmen, der seinesgleichen sucht. Ich selbst trage diese Uhr heute – sie ist eine meiner Favoritinnen.

Tatsächlich kennt man Mido für ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Dennoch hat man das Gefühl, dass die Marke in Deutschland unterschätzt wird. Ist das so?

Ich kann bejahen, dass das Preis-Leistungs- Verhältnis von Mido seinesgleichen sucht. Wir sind sehr anspruchsvoll, was die Verarbeitung und die Qualität der Komponenten angeht. In Bezug auf die Anerkennung im Markt: Das kann nie genug sein und ist ein stetiger Prozess, an dem wir arbeiten. Deutschland ist definitiv ein anspruchsvoller Markt – unsere Kunden hier sind häufig sehr technikaffin oder Ingenieure, die hohe Anforderungen an ein Produkt stellen und diese bei Mido erfüllt sehen.

Was sind die wichtigsten Märkte von Mido?

Ohne Frage die asiatischen Märkte mit China, Thailand, Indonesien und Taiwan. Auch in Lateinamerika ist Mido sehr stark – insbesondere in Mexiko, wo wir sehr hohes Ansehen genießen. Deutschland ist in den Top Ten unserer Märkte. Diese bearbeiten wir in Bezug auf Kommunikation und Vertrieb individuell. In Deutschland zum Beispiel findet E-Commerce ausschließlich über unsere Fachhandelspartner statt.

Sie haben die Jubiläumsuhren Ocean Star Tribute zum ersten Mal beim Abschluss der Red Bull Cliff Diving World Series präsentiert. Wie passt das zusammen?

Mido ist Partner dieses Wettkampfs, da wir die gleichen Ambitionen teilen. Sowohl die Uhrmacherei bei Mido als auch dieser Sport basieren auf Präzision und Höchstleistung. Und es geht um Wasser – das perfekte Thema für unsere Taucheruhren.

Herr Linder, vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Iris Wimmer-Olbort.

Lesen Sie mehr weiter:

Das Jubiläumsmodell Mido Ocean Star Tribute

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