Hermès Arceau Le Temps Voyageur

Weltreise

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Juni 2022. Die technisch raffinierte, modern gestaltete und dabei wunderbar poetische Weltzeituhr, Arceau Le Temps Voyageur von Hermès zeigt uns, dass es auch noch andere praktische Zeitmesser als stählerne Tool Watches im Look der sechziger Jahre gibt.

Hermès Horloger, die im schweizerischen Biel angesiedelte Uhrenfabrikation des Pariser Leder- und Lifestyle-Giganten, ist vor 45 Jahren angetreten, um die Welt vor zu vielen zu klassischen, zu ernsthaften und zu langweiligen Armbanduhren zu bewahren. Neben formal eigenständigen Zeitmessern für wohlhabende Weltbürger mit exklusivem Geschmack entstanden so auch immer wieder ganz besondere Instrumente, die sich dem Thema Zeit auf eher ungewöhnliche Weise nähern – zumindest nach Armbanduhren-Maßstäben.

In Zusammenarbeit mit kleinen Spezialateliers entwickelten die Designer um Kreativdirektor Philippe Delhotal kleine Verrücktheiten wie zum Beispiel die Le Temps Suspendu, bei der sich die Zeiger «parken» lassen, um nur ja keine Uhrzeit anzuzeigen, oder die L’Heure Impatiente, deren Countdown-Funktion die Zeit bis zum Rendezvous herunterzählt.

Besondere Beachtung erfuhr vor drei Jahren die Heure de Lune, bei der zwei gleichsam schwebende Zifferblätter für Zeitanzeige und Zeigerdatum sich im Laufe einer Lunation vor zwei Monde aus Perlmutt schieben und so die Mondphasen auf der Nord- und der Südhalbkugel veranschaulichen.

Einmal um die ganze Welt

Der in Kooperation mit dem Spezialitätenatelier Chronode entwickelte Mechanismus des umlaufenden, dabei aber stets senkrecht ausgerichteten Zifferblatts bot auch die Möglichkeit einer neuartigen Zeitzonenanzeige.

Bei der neuen Le Temps Voyageur im Gehäuse des Modells Arceau rotiert das Zifferblatt in 24 Stunden einmal über einer stilisierten Weltkarte, wobei eine kleine rote Dreiecksmarkierung auf den Bezugsstädtenamen auf dem (mitdrehenden) Ring weist. Zum Springen durch die Zeitzonen benutzt man einen Drücker bei der «9», wobei sich nicht nur das kleine Zifferblatt schrittweise vorwärtsbewegt, sondern logischerweise auch der Stundenzeiger. Die Heimatzeit wird derweil in einem länglichen Fensterausschnitt am oberen Rand der Weltkarte angezeigt.

Unsere mitteleuropäische Zeitzone ist dabei mit dem Kürzel «24 FBG» indiziert, für die Adresse des Hermès-Stammhauses in Paris in der Rue du Faubourg Saint-Honoré 24. Und die Landkarte auf dem Zifferblatthintergrund ist ebenfalls eine charmante Anspielung auf die Welt von Hermès. Sie zeigt eine Fantasiekarte, die Hermès-Designer Jérôme Colliard einmal für einen Foulard entworfen hat: Die Kontinente darauf sind mit Begriffen aus dem Pferdesport bezeichnet.

Anspruchsvoll und wertvoll

Als Antrieb des komplexen Mechanismus dient das hauseigene Kaliber H1837 (Hermès ist Miteigentümerin von Vaucher Manufacture) mit automatischem Aufzug. Unser Fotomodell zeigt die ausgesprochen sportlich gestaltete 41-mm-Variante der Le Temps Voyageur aus Platin mit einer mattschwarz DLC-beschichteten Titanlünette. Daneben gibt es eine eleganter gehaltene 38-mm-Version in poliertem Edelstahl mit blauem Zifferblatt, die ab November für ca. 23.000 Euro in den Handel kommen soll. Beide Uhren werden – selbstverständlich – an handgenähten Hermès-Lederbändern mit Dornschließe getragen.

Text: Peter Braun

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