Hamilton Jazzmaster Face-2-Face III

Der Trick mit dem Dreh

Februar 2023. Das Konzept der Jazzmaster Face-2-Face hat uns schon 2013 bei der ersten Edition als Dreizeigeruhr begeistert. Jetzt präsentiert Hamilton die dritte Generation – als Automatik-Chronograph.
hamilton jazzmaster face 2 face 3

Die Idee, ein Armbanduhrengehäuse innerhalb eines Rahmens komplett drehbar zu lagern, um bei Bedarf einfach den Gehäuseboden nach oben zu kehren, wurde noch zu einer Zeit entwickelt, als empfindliche Kristallgläser geschützt werden mussten, z.B. beim Sport. Bei der Reverso von Jaeger-LeCoultre hat man diese technische Einrichtung als Stilmerkmal erhalten und in jüngter Vergangenheit sogar kultiviert.

Moderne Jazzmaster Face-2-Face

Die Hamilton Face-2-Face hat kein historisches Vorbild, von dem die Uhrmacher hätten abkupfern können. Sie ist im Gegenteil so raffiniert und komplex, dass sie vor 90 Jahren schwerlich realisierbar gewesen wäre.

hamilton jazzmaster face 2 face 3back and front

Innerhalb eines runden Rahmens (Durchmesser 44 mm) lässt sich der beidseitig verglaste Uhrwerkcontainer (Höhe 17,25 mm) um die Achse 9-3 drehen, wobei er in seinen Endpositionen mit einer Kugelrastung fixiert wird. So kann der Träger wählen, ob er das Zifferblatt mit der Uhrzeit oder das schön dekorierte Uhrwerk sehen möchte. Die neue Jazzmaster Face-2-Face III geht hier einen entscheidenden Schritt weiter als ihre Vorgängerin.

Die Vorderseite bietet den gewohnten Anblick eines Chronographen mit Kleiner Sekunde, Minuten- und Stundenzähler sowie einer kombinierten Fensteranzeige von datum und Wochentag – alles typisch Valjoux, möchte man sagen. Doch die Uhr trägt auch an ihrer Werkseite eine funktionale Anzeige, nämlich den in seiner Drehrichtung «umgepolten» Chronographen-Sekundenzeiger, der hier eine Pulsometer- und eine Tachymeterskala bestreicht. Die extrem lange und dünne Achse des Zeigers ist mittig durch das komplette Uhrwerk und das Kugellager des Aufzugsrotors hindurchgeführt!

hamilton jazzmaster face 2 face 3 drehbar

Die Steuerung des Chronographen erfolgt über in das Containergehäuse eingelassene und gegen Wassereintritt abgedichtete Drückerstifte, die von großen, flächigen Drückern im Halterahmen betätigt werden. Beim Basiswerk handelt es sich um das auf erwähntem Valjoux-Baumuster basierende Automatikwerk vom Kaliber H-41 mit 60 Stunden Gangreserve.

Da viele Uhrenmarken keine Hemmungen haben, ihre konventionellen Chronographen mit konfektionierter Technik für Preise deutlich über 3000 Euro anzubieten, reibt der Uhrenfreund sich beim Anblick des Preisschilds für die Hamilton Jazzmaster Face-2-Face III ungläubig die Augen: 2995 Euro soll der technische, funktionale und ästhetische Leckerbissen kosten.

Text: Peter Braun


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