Chopard L.U.C Grand Strike

Der gute Ton

November 2025. Mit einer außergewöhnlichen Uhr krönt Chopard die Kompetenz in Sachen Schlagwerkskuhren. Die L.U.C Grand Strike mit Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Minutenrepetition ist der Auftakt zum 30-jährigen Jubiläum der Manufaktur und bietet den kristallklaren Klang, den Chopard sich patentieren ließ.
Bei der Grand Strike von Chopard wurde vollständig auf ein Zifferblatt verzichtet, um die Dreidimensionalität des Uhrwerks zur Schau zu stellen.
Bei der Grand Strike von Chopard wurde vollständig auf ein Zifferblatt verzichtet, um die Dreidimensionalität des Uhrwerks zur Schau zu stellen.

Spannung, bis ein zarter und doch voluminöser Klang die Stille durchbricht: Die jüngste Neuerung der Chopard Manufacture für die Kollektion L.U.C hatte im November eine Vorpremiere in Genf, bevor die Uhr bei der Dubai Watch Week präsentiert wurde. In der Genfer Pop-up-Boutique von Chopard präsentierte Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident der Marke, die Grand Strike. Mit dieser Neuheit – dem komplexesten Uhrwerk, das je bei Chopard entwickelt wurde – startet das Haus in das Jubiläumsjahr zum 30-jährigen Bestehen der Manufaktur.

Die Uhr stellt den guten Ton in den Mittelpunkt: Der Namensteil «Strike» verweist darauf, dass hier ein exklusiv von Chopard genutztes und selbstentwickeltes System integriert ist: Tonfedern aus Saphirglas, die zusammen mit dem Uhrglas aus einem einzigen Stück gefertigt sind, was bei Chopard als Monoblock-Konstruktion bezeichnet wird.

Eingeführt wurde diese Konstruktion 2016 mit dem Modell L.U.C Full Strike. Und nach ausgiebiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit – bei Chopard spricht man von 11.000 Arbeitsstunden, die für die Neuheit aufgewendet wurden – vereint die Grand Strike nun all die Klangkomplikationen, zu denen die Zeitmessung in der Lage ist.

Genau gesagt geht es um die Grand Sonnerie (das vollautomatische Schlagen der vollen Stunde sowie jede Viertelstunde; bei den Viertelschlägen werden sowohl Stunden als auch Viertelstunden akustisch wiedergegeben), Petite Sonnerie (das automatische Schlagen jeder vollen Stunde sowie jeder Viertelstunde, ohne bei letzterem Vorgang auch die Stunden zu wiederholen) und Minutenrepetition (die minutengenaue akustische Zeitangabe auf Verlangen).

Die spektakuläre Ästhetik der Mechanik

Das Minutentourbillon der Grand Strike von Chopard verweist auf die Präzision der Uhr, die durch die COSC-Zertifizierung als Chronometer nachgewiesen ist.
Das Minutentourbillon der Grand Strike von Chopard verweist auf die Präzision der Uhr, die durch die COSC-Zertifizierung als Chronometer nachgewiesen ist.

Sie alle kommen in der Grand Strike von Chopard zusammen, die sich nicht nur akustisch, sondern auch optisch spektakulär gibt. Denn das Uhrwerk, das aus 686 Komponenten zusammengefügte Kaliber L.U.C 08.03-L, wurde ohne Zifferblatt in das Gehäuse der L.U.C Grand Strike eingeschalt.

Damit bietet sich die Komplexität der Mechanik mit faszinierender Dreidimensionalität beim Blick auf die Uhrzeit dar. Bei 10 Uhr sind zwei polierte Stahlhämmer zu sehen, die auf die Funktion des Schlagwerks verweisen und beim Anschlagen der Tonfedern beobachtet werden können.

Das klassische Design des optisch überaus kompakt wirkenden Weißgoldgehäuses mit einem Durchmesser von 43 und einer Höhe von 14,08 Millimetern trägt dazu bei, den Blick auf die Mechanik zu lenken.

Ebenso schlicht ist die Bedienung der Uhr: Über einen ergonomisch geformten Schieber neben der Aufzugs- und Zeigerstellkrone lassen sich die drei Modi des Schlagwerks einstellen: «G» steht für Grande Sonnerie, «P» für Petite Sonnerie und «S» für Silence, wenn also der Selbstschlag aussetzen soll.

Der Drücker für die Minutenrepetition ist in die Krone integriert. Über diese werden die beiden Federhäuser aufgezogen: In die eine Richtung das Federhaus für das Gehwerk, in die andere das für das Schlagwerk.

Ein langer Atem

Die beiden Federhäuser des Kalibers L.U.C 08.03-L der L.U.C Grand Strike verfügen über eine stattliche Gangautonomie: Das Schlagwerks bietet ausreichend Energie für zwölf Stunden ununterbrochene Funktion, selbst im Modus der Grande Sonnerie mit seiner häufigen Aktivierung des Schlagwerks. Die Zeitanzeige verfügt über eine Gangautonomie von 70 Stunden.

Einzigartig: Chopard entwickelte vor über zehn Jahren eine Konstruktion, die den Klang der Zeit veränderte: Uhrglas und Tonfedern sind in einem Stück (Monoblock) aus Saphirglas gefertigt.
Einzigartig: Chopard entwickelte vor über zehn Jahren eine Konstruktion, die den Klang der Zeit veränderte: Uhrglas und Tonfedern sind in einem Stück (Monoblock) aus Saphirglas gefertigt.

Zehn technische Patente

Bei der Entwicklung der Uhr wurde eine ganze Reihe exklusiver technischer Lösungen verwendet. Die Konstruktion des Uhrwerks beruht auf zehn eigenen technischen Patenten; fünf davon entstanden eigens für dieses Modell. Die Patente betreffen sämtliche Funktionen der Uhr: Bei zwei Konstruktionen geht es um die Bedienungssicherheit. Dadurch ist es möglich, den Schlagwerksmechanismus jederzeit zu aktivieren, ohne dass dabei das Uhrwerk in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Gleiche gilt für den Wechsel von einem Schlagwerksmodus in den anderen: Hier wird eine Abweichung der Zeitanzeige verhindert.

Bei den drei weiteren neuen Patenten geht es ausschließlich um die Optimierung der Leistung. Ein neu entwickelter, energieeffizienter Kupplungsmechanismus reduziert das für den Start des Schlagwerks erforderliche Drehmoment, was die Gangreserve des Federhauses für das Schlagwerk deutlich verlängert.

Ein anderes Patent betrifft einen Sicherungsmechanismus, der die Auslösung des Schlagwerks blockiert, wenn nicht mehr genügend Energiespeicher vorhanden ist. Damit verhindert man den unvollständigen oder abgebrochenen Ablauf des Schlagwerks. Das letzte dieser drei Patente bezieht sich auf die Geometrie der Hämmer. Deren Trägheitsmoment wurde verändert, um bei einem unbeabsichtigten Stoß oder Schlag auf die Uhr die Beschädigung der Saphirglas-Tonfedern zu verhindern.

Zertifizierte Präzision und Qualität

Schlicht und traditionell: Die Dekoration des Kalibers L.U.C 08.03-L geht auch auf die Anforderungen des Genfer Siegels zurück. Die Grand Strike von Chopard trägt das Poinçon de Genève.
Schlicht und traditionell: Die Dekoration des Kalibers L.U.C 08.03-L geht auch auf die Anforderungen des Genfer Siegels zurück. Die Grand Strike von Chopard trägt das Poinçon de Genève.

Die neue Grand Strike ist gleich doppelt ausgezeichnet: Zum einen trägt sie das Genfer Siegel, zum anderen das COSC-Chronometerzertifikat. Bei der Chronometerprüfung stellte Chopard sich einer zusätzlichen Herausforderung: Die Präzision wurde im Modus der Petite Sonnerie durchgeführt, die besonders viel Energie bedarf.

Doch selbst diese Prüfung bestand die Neuheit mit Bravour.

Der Weg zur Perfektion

Karl-Friedrich Scheufele zeigte sich bei der Präsentation in Genf überaus stolz auf die Leistung seines Teams und bezeichnete die Grand Strike als «Abschlulss eines bedeutenden Projekts und den Beginn eines neuen Kapitels für Chopard.» Denn damit hat die noch junge Manufaktur bereits Beachtliches geleistet, was vor fast 30 Jahren begonnen hat. «Als recht bescheidene kleine Werkstatt», wie Scheufele sagte. «Wir entwickelten unser erstes Kaliber, das 1.96, für die Uhr L.U.C 1860, die 1997 vorgestellt wurde. Diese Uhr war bereits zwei Federhäusern ausgestattet – der Beginn einer Philosophie, die wir seitdem fortführen.»

Auf Basis der ersten Kaliber wurde auch die erste Schlagwerksuhr, die 2006 präsentierte Strike One, entwickelt. Sie signalisierte den Abschluss jeder vollen Stunde mit ihrem Klang. «Zehn Jahre später machten wir dann einen großen, wirklich monumentalen Schritt mit der L.U.C Full Strike – der ersten Uhr mit Tonfedern aus Saphirglas in Einheit mit dem Uhrglas und eine echte Revolution in der Welt der Schlagwerksuhren», so Scheufele weiter. Ein Weg, der nun in der jüngsten Uhr Grand Strike mündet  ein wahrhaft meisterlicher Ausdruck klingender Zeit.

Text: Iris Wimmer-Olbort

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