Tutima Saxon One M

Die neue Mitte

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Auf der BASELWORLD 2017 stand sie ein wenig im Schatten des gefeierten Tempostopp-Chronographen. Doch im Gegensatz zu diesem hat die neue Saxon One M das Zeug zum Bestseller der Glashütter Marke.
Tutima Saxon One M Edelstahl Gliederband braunes Zifferblatt
© Tutima

Die Saxon One ist eine charakterstarke Armbanduhr, sportlich und elegant zugleich, und sie definiert in der Welt der feinen deutschen Uhren ihren eigenen Stil.

Schon ihre Gehäuseform entzieht sich der gängigen Nomenklatur: Die runde Lünette thront auf einem Pyramidenstumpf mit kissenförmiger Grundfläche, scharf gezogene Lichtkanten trennen fein satinierte von polierten Flächen. Insbesondere mit dem massiven, aber sehr geschmeidig fließenden Gliederband macht die Saxon One eine eindrucksvolle Figur – für manche Handgelenke vielleicht etwas zu eindrucksvoll.

Punktlandung statt Kompromiss

Auf der BASELWORLD 2017 präsentierte Tutima – endlich – eine Medium-Version mit 40 Millimetern Durchmesser, welche die Lücke zwischen der normalen Saxon One (42 mm) und der Saxon One Lady (36 mm) schließt.

Das «M» in der Modellbezeichnung Saxon One M könnte für «maßstäblich» stehen, aber auch für «markant» oder «männlich», denn bei der Überarbeitung des Gehäuses ging nichts von der Präsenz des Urmodells verloren.

Die «M» wirkt nur etwas weniger aufdringlich, und das steht mitunter auch groß gewachsenen Männern ganz gut. Von der Kategorie «Boy Size» ist die Saxon One M mit ihren 40 Millimetern jedenfalls meilenweit entfernt.

Im Innern des 13 Millimeter hohen Gehäuses mit verschraubtem Boden und Saphirgläsern auf beiden Seiten arbeitet nach wie vor das bewährte Tutima Kaliber 330, das auf dem zugekauften ETA Kaliber 2836-2 mit Datums- und Wochentagsanzeige basiert. Besonderer Blickfang ist der von Tutima veredelte Aufzugsrotor mit eingearbeitetem Goldmedaillon.

Die «M» ist im Gegensatz zu den anderen Modellen der Saxon-One-Kollektion «nur» bis 100 Meter wasserdicht getestet, und die fein gezahnte Lünette lässt sich im Gegensatz zu den Schwestermodellen nicht drehen.

Neue Ausstattung

Die Saxon One M ist nur in zwei Zifferblattversionen erhältlich, die mit neuen Farben wie einem warmen Braunton oder einem satten Stahlblau, das sehr stilsicher mit dem antikbraunen Lederband harmoniert, bestechen.

Obwohl die «M» klar als Einstiegsmodell konzipiert ist, haben die Uhrmacher aus Glashütte an nichts gespart und auch der Lederbandversion für moderate 1590 Euro ganz bewusst eine Faltschließe spendiert. Auch die Variante mit Edelstahl-Gliederband bleibt mit 1950 Euro unter der magischen Schwelle von 2000 Euro. Da fragt man sich unwillkürlich, warum man noch die fast 1000 Euro teurere Saxon One mit 42-mm-Gehäuse kaufen soll.

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