Most Wanted: Doxa SUB 300T

Wieder aufgetaucht

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Juni 2022 Sie ist für tiefe Tiefen gemacht und schwingt sich zu neuen Höhen auf: Vintage-Ausgaben der Doxa SUB 300T erzielen beachtenswerte Preise, während die aktuelle Kollektion wieder voll auf den klassischen Look der legendären Taucheruhr setzt.
Doxa SUB 300
Die Taucheruhr SUB 300 von Doxa: Noch immer unverkennbar sind das orangefarbene Zifferblatt und die patentierte Lünette mit zweifacher Skala für die Tauchdauer in Minuten und die Tauchtiefe in Metern.

Wenn die Farbe Orange in Auktionskatalogen zu sehen ist, sind Uhrenfans elektrisiert: Das leuchtend orangefarbene Zifferblatt ist typisch für die Taucheruhr Doxa SUB und weckt Begehrlichkeiten. Im November 2021 erzielte ein Vintage-Modell von 1973 beim Auktionshaus Dr. Crott in Mannheim stattliche 6300 Euro – die Schätzung war von 800 bis 1200 Euro ausgegangen.

Auch bei anderen Auktionshäusern übertraf die markante Taucheruhr bereits die Erwartungen. So erzielte Christie’s 2015 für ein Modell von 1970 statt der geschätzten 2000 rund 6000 Dollar. Modelle mit schwarzem Zifferblatt sind weniger hoch bewertet, wie Ergebnisse des Auktionshauses Dorotheum in Wien zeigen: Hier kam ein Vintage-Modell im Jahr 2015 auf 850 Euro, 2018 wurde ein weiteres für bereits 1875 Euro verkauft. Aber das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.

Frühe Kreativität

Mit den beachtlichen Verkaufspreisen würdigen Sammler die frühe Kreativität von Doxa. Die Uhrenmarke wurde 1889 im Schweizer Jura von Georges Ducommun gegründet, der sie zu einer stattlichen Fabrik in Le Locle aufbaute.

In den 1960er Jahren begann die Arbeit an der Uhr, die zum Inbegriff der Marke wurde: die Taucheruhr SUB. An der Entwicklung waren nicht nur Profi-Taucher der US Divers Organisation, sondern auch der legendäre französische Meeresforscher Jacques Cousteau beteiligt. Aus der Zusammenarbeit entstand ein Modell mit einer speziellen Lünette mit Doppelskala, die mit den Tauchtabellen der US Navy abgestimmt war und die Berechnung von Dekompressionszeiten ermöglichte.

Doxa Sub 300T Vintagemodelle
Die Doxa SUB im Wandel der Zeit: vorn rechts das frühe Original mit orangefarbenem Zifferblatt, links eine Version in Schwarz. In der Mitte zwei spätere Modelle mit Quarzwerk

Am auffälligsten aber war das orangefarbene Zifferblatt der neuen Taucheruhr, das man zugunsten der besseren Sichtbarkeit unter Wasser einführte – eine Idee der Doxa-Ingenieure. Sie rüsteten die Uhr so auf, dass sie bis zu einer Tauchtiefe von 300 Metern tauglich war – daher ihr Namenszusatz «300». Mit vollem Namen hieß das Modell SUB 300T – mit dem Buchstaben verwies man auf die Verwendung des Leuchtstoffs Tritium für Zeiger und Stundenmarkierungen.

Um der entsprechenden Wassertiefe standzuhalten, wurde das 45 Millimeter große Gehäuse aus einem einzigen Edelstahlblock gefertigt. Darin war ein Automatikwerk untergebracht; frühe Modelle findet man mit dem Kaliber ETA 2783. Ein weiteres Kennzeichen: das Metallarmband mit den kleinen reisförmigen Gliedern in der Mitte.

Die Erfolgsgeschichte beginnt 1966

1966 wurde die Taucheruhr vorgestellt, 1967 kam sie in den Handel und wurde zum Erfolg. In den nächsten Jahren folgten weitere Varianten, die eigene Namen erhielten: Mit schwarzem Zifferblatt nannte man die SUB 300 «Sharkhunter», es gab den Chronographen SUB 200T Graph, dessen Drücker bis in eine Tiefe von 200 Metern voll funktionsfähig waren, sowie «Conquistador» mit Helium-Auslassventil.

Seit 1997 gehört Doxa der Schweizer Familie Jenny beziehungsweise deren Walca Group, die den Hauptsitz der Uhrenmarke nach Biel verlegte und gemeinsam mit dem Uhrensammler Rick Marei für die Wiederbelebung des Mythos sorgte. Dazu gehört insbesondere die SUB, die es wieder in vielen aktuellen Varianten gibt.

Text: Iris Wimmer-Olbort 

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