Geneva Watch Days 2025

Erste Highlights

September 2025. Auch 2025 stellen auf den Geneva Watch Days zahlreiche Uhrenmarken ihre Neuheiten für das traditionell sehr bedeutsame Jahresende vor. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen schon zum Messestart einige der wichtigsten Novitäten.
Geneva Watch Days 2025

Auch 2025 stellen auf den Geneva Watch Days zahlreiche Uhrenmarken ihre Neuheiten für das traditionell sehr bedeutsame Jahresende vor. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist die Hotelmesse am prestigeträchtigen Genfer Seeufer deutlich gewachsen, in Hinblick auf die Anzahl der vertretenen Marken (66), genauso wie auch in ihrer Bedeutung.



Alpina

Seastrong Diver Extreme Automatic

Alpina erweitert das Angebot an robusten Taucheruhren um zwei neue Varianten der Seastrong Diver Extreme Automatic. Die Variante mit Zifferblatt in Schwarz und beigen SuperLuminova auf Stundenmarkern und Zeigern soll Vintage-Assoziationen wecken, während das Modell mit Zifferblatt in Grün sich für alle Outdoor-Fans anbietet. Beide Varianten sind mit automatischen Uhrwerken (Kaliber AL-525) auf Basis von Sellita-Technik ausgestattet und haben einen Durchmesser von 39 x 40,5 mm. Als Taucheruhren sind die Seastrong Diver Extreme Automatic Neuheiten bis zu einem Druck von 30 bar wasserdicht und tragen eine einseitig Drehbare Lünette mit 60er-Skalierung. Preislich positioniert Alpina die Neuheiten knapp unter 2000 Euro.


Czapek

Antarctique Rattrapante R.U.R.

Bei dieser Version der Antarctique hat sich Czapek vom tschechischen Romanautor Karel Čapek inspirieren lassen. Der Erfinder des heutigen Worts «Roboter» beschrieb in seinem Stück die moralischen Auswirkungen von künstlichen Menschen, die als billige und rechtlose Arbeiter eingesetzt werden und das Arbeitsleben der Menschheit verändern. Am Ende rebellieren die Roboter und vernichten die Menschheit. Eine Geschichte, die in Zeiten von künstlicher Intelligenz (KI) nicht an Aktualität verloren hat, auch wenn das Stück von Čapek schon 1920 erschien.

Die nicht mit Czapek verbundene Marke Robot aus Tschechien bezieht sich ebenfalls auf R.U.R. von Karel Čapek. Hoffentlich gibt das keinen Ärger …

Das Modell von Czapek jedenfalls ist neben der Chronographen-Funktion mit Schleppzeiger-Mechanismus (Kaliber SXH6) für die Messung von Zwischen- oder Rundenzeiten mit einem offen gestalteten Zifferblatt ausgestattet und trägt auf der 12-Uhr-Position das Gesicht eines Roboters, dessen Augen ihre Farbe ändern, je nachdem ob der Chronograph läuft, gestoppt oder zurückgesetzt wird. Die luxuriöse Uhr für Sci-Fi-Fans erscheint in einer limitierten Auflage von nur 77 Exemplaren.


Frederique Constant

Classics Premiere

Neben neuen Varianten der Classic-Reihe mit ewigem Kalender präsentiert Frederique Constant in Genf auch Varianten in der Classics Premiere. Die beiden Neuheiten sind mit schicken Retro-Zifferblättern ausgestattet, die neben Skalen im Eisenbahner-Stil auch aufgesetzte, polierte Ziffern und Zeiger im Breguet-Stil tragen.

Das bereits vorher erhältliche Modell mit Zifferblatt in Blau erhält ein Update in Form eines Gliederbands und eine neue Variante mit lachfarbener Zahlenscheibe erweitert die Reihe mit wohldimensioniertem Durchmesser von 38,5 mm. Darunter arbeitet mit dem Kaliber FC-301 (Basis LA Joux-Perret) ein automatisches Uhrwerk, welches auf der Rückseite eingesehen werden kann.


Gerald Charles

Masterlink Gem-Set

Gerald Charles präsentiert in Genf drei neue Varianten der Masterlink mit ihrer typischen Gehäuseausbuchtung auf der unteren Gehäuseseite, die einstmals von Gerald Genta zur Unterbringung eines Tourbillons erdacht wurde. Die luxuriösen Neuheiten zeichnen sich durch Edelsteinbesatz auf dem Zifferblatt – in Form von Stundenmarkern – und auf der Lünette aus.

Die Form im Baguetteschliff macht die auf je 10 Exemplare limitierten Modelle besonders kostbar, da jeder Stein entsprechend der aufwendigen Gehäuseform einzeln in Form gebracht werden muss. Die verwendeten Steine auf den Gehäusen mit 38 mm Druchmesser sind blaue Saphire, rote Saphire oder grüne Tsavorite. Als Gehäusematerial setzt Gerald Charles auf Edelstahl, einzig die Lünette besteht aus Weißgold. Das verbaute Uhrwerk ist besonders flach konstruiert und misst nur 2,67 mm in der Höhe. Um die Gangreserve von 50 Stunden aufrecht zu erhalten, setzt Gerald Charles beim Aufzug auf einen Mikrorotor. Das feine Werk lässt sich durch einen Sichtboden beobachten. Preis auf Anfrage.


H. Moser & Cie

Endeavour Perpetual Calender Smoked Salmon

Der ewige Kalender zählt zu den herausforderndsten Komplikationen in einer Armbanduhr. Bei H. Moser & Cie wird die Funktion durch das Handaufzugkaliber HMC 800 ermöglicht, welches mit einer gemächlichen Frequenz von 18.000 Amplituden pro Stunde arbeitet und eine Gangreserve von mindestens 7 Tagen bei Vollaufzug bietet. Das besonders hochwertige Werk mit Hemmungskomponenten aus Gold und aufwendiger Finissage in Handarbeit, wird im Falle der Endeavour Perpetual Calendar Smoked Salmon in ein 42-mm-Gehäuse aus 750er-Weißgold eingeschalt und bietet ein besonders geschmackvolles Zifferblatt.

Seine braune Färbung mit Strichschliff und ausgedrehtem Hilfszifferblatt für die Kleine Sekunde über der 6 ist mit einer nach außen dunkler werdender Graduierung und aufgesetzten Stundenmarkern ausgestattet, welche wie die Zeiger in einem warmen Roségold erstrahlen. Ein kleiner, zusätzlicher Zeiger im Zentrum zeigt das Datum von 1-12 an. Der Zeiger bei 9 Uhr markiert die Gangreserve und das Datumsfenster bei der 3 wird um eine Schaltjahresanzeige auf der Rückseite angezeigt, die auch das herausragende Uhrwerk hinter einem Sichtboden präsentiert.


Maurice Lacroix

Aikonic

Das Wortspiel mit der Ikone wird von Maurice Lacroix zu den Geneva Watch Days weiterentwickelt. Der -IC steht für «innovative craftsmanship» – also innovatives Handwerk. Bei der Aikonic bezieht es sich auf die verwendeten Materialien und das neue Kaliber ML1000, welches in Zusammenarbeit mit Soprod entwickelt wurde (28.800 A/h, 26 Steine, +4/-4 sek/Tag, eigene Dekoration).

Das neue Werk wurde nach den Spezifikationen von Maurice Lacroix entwickelt und bietet besonders ausgefeilte Veredelungen, die sich auf der Rückseite durch den Saphirglasboden einsehen lassen. Mit einer Abweichung von plus minus 4 Sekunden am Tag soll es außerdem besonders präzise sein und eine Gangreserve von 60 Stunden bieten. Das Edelstahlgehäuse der in verschiedenen Farbvarianten erhältlichen Aikonic, ist mit Komponenten aus Keramik u.a. bei der Krone und Lünette ausgestattet und die Zifferblätter werden aus Carbon gefertigt. Am Kautschukband kosten die Uhren mit 43 mm Durchmesser und 10 bar Wasserdichtheit 2950 Franken.


Oris

Big Crown Calibre 113

Bei Oris gibt es neues aus der Kollektion Big Crown zu bestaunen. Die Big Crown Calibre 113 überzeugt nicht nur mit ihrem extravaganten Zifferblatt in Grün mit pinken Hilfszifferblättern für die Kleine Sekunde und Gangreserveanzeige, sondern auch beim Uhrwerk. Das Kaliber 113 von Oris ist mit einer fulminanten Gangreserve von ganzen 240 Stunde – ja 10 Tagen – ausgestattet und zeigt über einen zusätzlichen Zentrumszeiger und zwei Fenster auch das Datum bestehend aus Tag, Wochentag und Monat, inklusive Kalenderwoche, an.

Auf der Rückseite lässt sich das sehenswerte Uhrwerk mit Handaufzug und ohne störender Schwungmasse genüsslich bei der Arbeit beobachten. Getragen am Gliederband kostet das Modell mit 43 mm Durchmesser 6350 Euro.


TAG Heuer

Monaco Flyback Chronograph und Carrera Astronomer

Zu den Geneva Watch Days lanciert TAG Heuer zwei Chronographen-Klassiker in Gehäusen aus geschmiedetem Carbon. Der Monaco Flyback Chronograph TH-Carbonspring ist mit einem Gehäuse mit 39 x 39 mm ausgestattet und beinhaltet eine Version des aktuellen Manufakturkalibers (TH20-60) der Marke. Besonderheit ist, neben dem verwendeten Gehäusematerial und dem abgestuften Zifferblatt mit Karbonzifferblatt, die Flyback-Funktion des Chronographen, die ein Rückstellen und Neustarten der Stoppfunktion mittels einzelnen Knopfdrucks ermöglicht. Der neue Monaco Chronograph soll ab Dezember 2025 erhältlich sein und 17.000 Schweizer Franken kosten.

Auch die Carrera, hier in einer Ausführung als Chronograph mit offener Tourbillon-Hemmung wird mit der «Carbonspring»-Spiralfeder und einem Carbongehäuse umgesetzt. Das mit spiralförmigen Verzierungen versehene Karbonzifferblatt bietet neben den Totalisatoren für Stunden und Minuten einen Ausschnitt über der 6-Uhr-Position, wodurch das fliegende Tourbillon stets sichtbar bleibt. Die Uhr mit 44 mm Durchmesser wird Anfang 2026 erscheinen und 40.000 Schweizer Franken kosten.

Beide Modelle zeichnen sich durch ihre Manufakturwerke mit Unruhspirale aus gezüchtetem Carbon (deshalb heißen sie Carbonspring) aus, die ähnliche Eigenschaften wie Siliziumspiralen haben und von der Marke selbst im TAG Heuer Lab entwickelt und hergestellt werden. Das wurde bereits vor 5 Jahren versucht, ist jedoch jetzt erst marktreif geworden.

Neue Mondphasenanzeige

Mit der Carrera Astronomer bringt TAG Heuer eine neuartige Spielart der Mondphasenanzeige ans Handgelenk. Auf dem Zifferblatt, der in drei Varianten erhältlichen Carrera Astronomer befinden sich sieben illustrierte Mondphasen und eine rotierende Scheibe mit Pfeilen darunter zeigt auf den aktuellen Stand im 29,5-tägigen Mondzyklus. Neben zwei limitierten Varianten – unter anderem in Bicolor und mit mehr SuperLuminova bleibt die Referenz WBX2110.BA0044 längerfristig Teil der Kollektion. Die Uhren im 39-Gehäuse kosten zwischen 4350 und 6900 Franken.


Ulysse Nardin

Freak X Crystallium

Crystallium – so nennt Ulysse Nardin das Material im Hintergrund der bekannten Freak-Mechanik, bei der das Uhrwerk selbst die Funktion der Zeiger übernimmt. Der glänzende Hintergrund basiert auf Ruthenium, einem glänzenden Metall aus der Gruppe der Platinmetalle. Um den kristallinen Effekt zu erzeugen, wird das Material über mehrere Tage mittels Gasphasenabscheidung auf die Basis aufgebracht, wodurch es kristallisiert. In einem nächsten Prozess wird es – im Falle der Freak X Crystallium mittels PVD-Beschichtung rosévergoldet – was einen interessanten Kontrast zu den sonst überwiegend schwarz beschichteten Komponenten des Uhrwerks und Gehäuses bewirkt.

Das Kaliber UN-230 basiert auf einer Entwicklung des Ausnahmeuhrmachers Ludwig Oechslin und bietet eine Gangreserve von 72 Stunden, die sich automatisch beim Tragen aufzieht. Das Gehäuse der Freak X Crystallium besteht aus DLC-beschichtetem Titan und wird mit einem Kautschuk- sowie einem zusätzlichem Alligatorlederband ausgeliefert, welche mit einer Faltschließe aus Keramik und Titan am Handgelenk befestigt werden. Das Modell für Freaks der Materialwissenschaft wird für 42.700 Euro Teil der Uhrensammlung.


Zenith

Defy Chronograph USM

USM Möbel ist ein schweizerisches Unternehmen für hochwertige Designereinrichtung und geht bei den neuen Varianten des Defy Chronographen eine Kooperation mit Zenith ein. Die beiden Schweizer Firmen präsentieren das Ergebnis ihrer farbenfrohen Zusammenarbeit auf den Geneva Watch Days: Grün, Gelb, Blau und Orange sind die Zifferblätter der Chronographen mit ihrer ikonischen achteckigen Silhouette und vierzehnseitigen Lünette. Verbaut im Inneren der Edelstahlgehäuse mit 37,3 mm Durchmesser und einer Wasserdichtheit von 10 bar, wird das legendäre Zenith Manufakturkaliber El Primero 400 also in der älteren Version mit 4-Hertz-Hochfrequenzhemmung und Chronographenfunktion. Die Sondereditionen sind jeweils auf nur 60 Exemplare limitiert und kosten am durchbrochenen Leiter-Gliederband 12.000 Euro.

Weitere aktuelle Neuheiten

Auch Marken, die nicht auf den Geneva Watch Days als Aussteller dabei sind, haben im Umfeld ihre Neuheiten vorgestellt. Einige davon finden Sie in unserer Rubrik Neue Modelle.

Mit besonderer Spannung erwarten wir unter anderem die Neuheiten von Breitling bzw. Informationen zu den geplanten Neugründungen der historisch bedeutsamen Marken Universal Genève und Gallet.

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Zusammenstellung: Hannah Gottfried, Tobias Schaefer

Text: Tobias Schaefer

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