Rolex Neuheiten 2026100 Jahre Oyster
In Genf stellt Rolex seine Neuheiten für das Jahr 2026 im Rahmen der Watches and Wonders vor.
Prallvoll und sicher über 500 Seiten stark wäre er geworden, der neue Auktionskatalog – wenn es denn noch einen gäbe: Zum ersten Mal in seiner Geschichte verzichtet das Auktionshaus Dr. Crott komplett auf eine gedruckte Version des Katalogs, den manch einer als Sammlerstück zu schätzen gelernt hat. "Aber irgendwann ist die Kapazität jedes Bücherschranks einfach erschöpft", argumentiert Inhaber Stefan Muser. "Seit Jahren bringen wir immer weniger Kataloge unter die Leute." Zum Schluss waren es nur noch ein paar Handexemplare für die live anwesenden Bieter auf der Auktion.
So trösten wir uns mit der hervorragend gemachten Online-Version der Auktionsliste, die auch für Armbanduhren-Liebhaber wieder einiges zu bieten hat. Zum Beispiel eine Patek Philippe Nautilus Ref. 3700/011 von 1983 in seltener Doppelsignatur zusammen mit Juwelier Gübelin, ausgestattet mit dem begehrten Sigma-Zifferblatt (Schätzpreis 125.000-180.000 Euro). Oder einen weißgoldenen Chronographen mit ewigem Kalender mit Schaltjahr und Mondphase aus demselben Stall, Referenz 5970G von 2005, geschätzt auf 125.000-160.000 Euro.
Von Rolex gibt es eine atemberaubende, mit Saphiren und Diamanten besetzte Submariner (Ref. 116659 SABR) in Weißgold von 2019 – ungetragen und an manchen Stellen noch mit der Originalfolie versehen. Schätzpreis: 120.000-160.000 Euro. Und von Audemars Piguet ist eine Royal Oak mit ewigem Kalender aus Platin im Angebot, ein seltener Traum mit Perlmuttzifferblatt für geschätzte 200.000-300.000 Euro.
Ganz selten auf dem deutschen Markt angeboten werden Uhren von Richard Mille – in Mannheim gibt es am 20. Mai gleich drei davon zu kaufen: Einen Skelett-Flyback-Chronographen mit Großdatum (RM011) aus Rotgold, einen technisch eng verwandten Flyback-Chrono mit Gehäuse aus rotem TPT-Karbon und schließlich einen limitierten Flyback-Chronographen aus Rotgold und Titan, gewidmet dem Formel-1-Rennfahrer Felipe Massa. Die drei sensationellen Zeitmesser werden zu Schätzpreisen zwischen 150.000 und 400.000 Euro angeboten. Wenn man bedenkt, dass die Produktion von Richard-Mille-Uhren auf Jahre hinaus vorverkauft ist, vielleicht eine gute Gelegenheit, eines der seltenen Stücke sein eigen zu nennen.
Die 108. Frühjahrsauktion von Dr. Crott findet am Samstag, den 20. Mai 2023 um 12 Uhr im Hotel "Speicher7" in der Mannheimer Rheinvorlandstr. 7 statt. Eine Vorbesichtigung der über 450 Uhren und Zeitobjekte kann zu den üblichen Geschäftszeiten in den Büros des Mannheimer Auktionshauses arrangiert werden. Info unter Uhren Muser.
Text: Peter Braun




