
Er war einer der Wegbereiter der Glashütter Uhrenindustrie: Moritz Grossmann. Vor genau 200 Jahren geboren, ist dieser Geburtstag Anlass für eine große Ausstellung im Deutschen Uhrenmuseum in Glashütte.
Die Sonderschau «Grossmann200» porträtiert den Uhrmacher, Unternehmer, Erfinder und Pädagogen so umfassend wie keine Ausstellung zuvor. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Grossmanns Beiträge zur Präzisionsuhrmacherei und seine Gründung der Deutschen Uhrmacherschule im Jahr 1878, sondern auch seine Rolle als Techniker, Autor und engagierter Kommunalpolitiker.
Ein besonderes Highlight sind zehn historische Entwürfe für ein Denkmal zu Ehren Grossmanns, das rund 30 Jahre nach seinem Tod im Herzen Glashüttes errichtet werden sollte, letztlich jedoch nie verwirklicht wurde. Die bislang im Archiv verwahrten Zeichnungen werden erstmals öffentlich ausgestellt und geben Einblicke in die hohe Wertschätzung, die Grossmann über seinen Tod hinaus genoss.
Die Sonderausstellung schlägt zugleich eine Brücke in die Gegenwart: Im Gebäude des Deutschen Uhrenmuseums befindet sich heute auch die Glashütte Original Uhrmacherschule Alfred Helwig, die 2026 ihr 25-jähriges Bestehen feiert und damit die von Grossmann begründete Ausbildungstradition fortführt.
Auch der Name Moritz Grossmann wird heute wieder fortgeführt: 2008 wurde die Grossmann Uhren GmbH gegründet und damit die traditionsreiche Marke wiederbelebt. Informationen dazu gibt eine zusätzliche Foyer-Ausstellung im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte. Anhand von Ausstellungstücken, Darstellungen und Filmen werden die Wurzeln und Einflüsse für die heutige Kollektion und die Firmenphilosophie der Manufaktur Moritz Grossmann aufgezeigt.
Die Foyer-Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Deutschen Uhrenmuseums Glashütte zugänglich. Der Eintritt zur Foyer-Ausstellung ist frei.
Deutsches Uhrenmuseums Glashütte
Geöffnet Mittwoch bis Sonntag, jeweils 10 bis 17 Uhr
Weitere Information auf der Website des Uhrenmuseums.