
Der Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) hat die Preise für 2026 in 20 Kategorien vergeben. Über die Preisträger entschied eine internationale Fachjury unter dem Vorsitz von Wei Koh. Vorausgegangen war ein Auswahlverfahren, an dem die mehr als 1000 Mitglieder der GPHG-Akademie beteiligt waren.
Die begehrteste Trophäe des Abends –Aiguille d’Or - erhielt der unabhängige Uhrmacher Rexhep Rexhepi für seinen Chronograph Flyback.
Einige Marken wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter Chopard: Die L.U.C 1860 gewann in der Kategorie «Time Only Watch Prize», während die Schmuckuhr Mystery Nut den «Jewellery Watch Prize» erhielt.
An Ferdinand Berthoud gingen der «Chronometry Prize» für die Naissance d’une Montre 3 sowie der «Tourbillon Watch Prize» für den Chronomètre FB 2TV.
Damit gab es für Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident von Chopard und Chef von Ferdinand Berthoud, besonders großen Anlass zur Freude: Er nahm gleich mehrere Preise auf der Bühne entgegen.
Auch Audemars Piguet konnte sich über zwei Auszeichnungen freuen. Die Royal Oak «Jumbo» Extra-thin Selfwinding Flying Tourbillon Chronograph RD#5 «150th Anniversary» wurde mit dem «Iconic Watch Prize» prämiert, die 150 Heritage gewann den «Calendar and Astronomy Watch Prize».
Weitere Auszeichnungen gingen unter anderem an Blancpain für die Grande Double Sonnerie («Mechanical Exception Watch Prize»), Parmigiani Fleurier für den Tonda PF Chronographe Mystérieux («Chronograph Watch Prize»), Grand Seiko für die Spring Drive U.F.A. Ushio 300 Diver («Sports Watch Prize») und Louis Vuitton für die Tambour Taiko Arty Automata («Artistic Crafts Watch Prize»). Konstantin Chaykin erhielt mit der ThinKing Mystery den «Audacity Prize».
Der «Special Jury Prize» ging an Patek Philippe für die Watch Art Grand Exhibition und das damit verbundene Engagement für die Uhrmacherkultur.
Die 84 für den Wettbewerb nominierten Uhren sind noch bis zum 15. November im Musée d’Art et d’Histoire in Genf zu sehen. Anschließend werden die ausgezeichneten Modelle vom 18. bis 23. November in der Watches of Switzerland Boutique im Londoner Stadtteil Knightsbridge präsentiert.
Der GPHG steht immer wieder in der Kritik. Diskutiert werden vor allem die Unabhängigkeit der Jury, die Transparenz des Auswahlverfahrens und die Tatsache, dass die teilnehmenden Marken ihre Uhren selbst zum Wettbewerb anmelden müssen. Diese Anmeldung ist kostenpflichtig: Die Teilnahme kostet 800 Schweizer Franken pro eingereichter Uhr und weitere 7000 Franken im Fall einer Nominierung.
Kritisiert wird daher vor allem, dass der Preis nicht die gesamte Vielfalt der Uhrenbranche abbildet. Denn große Marken wie Rolex, Patek Philippe oder Vacheron Constantin beteiligen sich nicht an dem Wettbewerb.
Text: Iris Wimmer-Olbort
«Aiguille d’Or» Grand Prix: Rexhep Rexhepi, Chronograph Flyback
Iconic Watch Prize: Audemars Piguet, Royal Oak «Jumbo» Extra-thin Selfwinding Flying Tourbillon Chronograph RD#5 «150th Anniversary»
Special Jury Prize: Patek Philippe, Watch Art Grand Exhibition
Audacity Prize: Konstantin Chaykin, ThinKing Mystery
Chronometry Prize: Ferdinand Berthoud, Naissance d'une Montre 3
Horological Revelation Prize: Dominique Renaud, Pulse60 Titanium Black
Mechanical Exception Watch Prize: Blancpain, Grande Double Sonnerie
Complication Watch Prize: Cleguer, Inspiration One
Chronograph Watch Prize: Parmigiani Fleurier, Tonda PF Chronographe Mystérieux
Tourbillon Watch Prize: Ferdinand Berthoud, Chronomètre FB 2TV
Sports Watch Prize: Grand Seiko, Spring Drive U.F.A. Ushio 300 Diver
Calendar and Astronomy Watch Prize: Audemars Piguet, 150 Heritage
Essential Watch Prize: Daniel Roth, Extra Plat Rose Gold Skeleton
Time Only Watch Prize: Chopard, L.U.C 1860
Jewellery Watch Prize: Chopard, Mystery Nut
Artistic Crafts Watch Prize: Louis Vuitton, Tambour Taiko Arty Automata
Gemset Watch Prize: Piaget, Swinging Pebble
«Petite Aiguille» Watch Prize: Otsuka Lotec, No.8
Challenge Watch Prize: SpaceOne, SpaceOne X Baltic - Seconde Majeure
Mechanical Clock Prize: La Vallée, Cosmo