Uhren-Persönlichkeit 2018

Jean-Marc Wiederrecht

Im Rahmen der Wahl der «Uhr des Jahres» ehrt eine Fachjury aus Journalisten und Medienschaffenden im Heel-Verlag und der WELT-Gruppe eine Person aus dem Innersten der Branche mit dem Titel «Uhren-Persönlichkeit des Jahres».
Uhren-Persönlichkeit 2018: Jean-Marc Wiederrecht

Uhren-Persönlichkeit 2018

Jean-Marc Wiederrecht

Die Zukunft der mechanischen Uhr ist nicht Technik, sondern Fantasie», sagt Jean-Marc Wiederrecht, der mit seinen ausgeklügelten Bewegungs-Kadraturen höchst ungewöhnliche Formen der Zeitanzeige auf die Zifferblätter zaubern kann.

Er lässt Zeiger vor- und zurückspringen, auf Knopfdruck beiseiteschwingen oder komplett verschwinden. Er lässt einen Pfau ein Rad schlagen und Chronographenzeiger scheinbar aus dem Nichts auftauchen. Wie viel Technik hinter den Konstruktionen steckt, die Wiederrecht mit seiner Firma Agenhor für große Marken entwickelt und produziert, sieht selbst der Kenner erst auf den zweiten Blick.

«Etwas Schweres leicht erscheinen zu lassen, das ist das Schwierigste», schmunzelt der nach 45 Jahren in der Industrie in Ehren ergraute Uhrmacher. Er hat sich seinen Sinn fürs Poetische, Spielerische über die Jahre bewahrt, doch im Grunde geht es in seinem Job um Präzisionstechnik, penibel geplant und in höchster Vollendung ausgeführt.

Seine Firma Agenhor ist einer der wenigen Zulieferer in der Schweizer Uhrenindustrie, den die Auftraggeber nicht verschweigen – im Gegenteil: Hermès, Van Cleef & Arpels, Fabergé, Arnold & Son oder Harry Winston haben sich stets zur Zusammenarbeit mit Wiederrecht bekannt und sich mit seinen kreativen Ideen gebrüstet.

Er erfand Zahnräder mit federnden Zähnen, und eine neue Technik für retrograde (rückspringende) Zeigeranzeigen.

Für das ambitionierte Start-up-Projekt Singer Reimagined wagte sich Jean-Marc Wiederrecht sogar an die Neuerfindung des Chronographen, wofür ihm insbesondere aus dem Kollegenkreis höchstes Lob zuteil wurde.

Nachwuchssorgen hat Jean-Marc Wiederrecht nicht: Beide Söhne arbeiten im Familienunternehmen mit, und bei den Absolventen der Uhrmacherschulen steht ein Arbeitsplatz bei Agenhor ganz oben auf der Wunschliste. Sie alle lockt der kreative Geist, der durch die Büros und Werkstätten von Jean-Marc Wiederrechts Firma weht.

 

Zusammensetzung der Fachjury:
Inga Griese (ICON), Sabine Blüm (Heel Verlag), Lorraine Haist (Welt am Sonntag), Iris Wimmer-Olbort (ARMBANDUHREN), Dr. Philipp Cassier (WeltN24), Jan Lehmhaus (Freier Uhrenjournalist), Frank-Michael Müller (Responsio) und Peter Braun (ARMBANDUHREN).

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