Trendsetter 2018

Abgetaucht

Im Jahr 55 nach Lancierung der Submariner sollte man meinen, zum Thema Taucheruhren sei schon alles gesagt. Doch da hat jemand offenbar die Rechnung ohne die zahlreichen Wirte gemacht …
Bell & Ross BR 03-92 Diver Blue – eine kreative Anspielung auf die großen Vorbilder.

Die Uhrenbranche hat das altbewährte Motto «Getaucht wird immer» abgewandelt in ein «Getaucht wurde schon seit jeher» und wieder eine ganze Reihe Taucheruhren aus der glorreichen Epoche der sogenannten «Tool Watches» zu neuem Leben erweckt. Gemeinhin versteht man darunter die Zeit, in der sich die Standards für professionelle und Freizeit-Taucher annäherten und aus den klobigen Tauchinstrumenten der Kriegszeit tragbare robuste Sportuhren wurden. Mit der Rolex Submariner und der Blancpain Fifty Fathoms sind der Welt zwei Zeitzeugen von damals quasi unverändert erhalten geblieben, und der Betrachter erkennt leicht, dass sich das früh herausgebildete Erscheinungsbild nicht sehr stark verändern lässt, ohne die Funktionalität der Uhr zu beeinträchtigen.

Bell & Ross wagt einen sehr amüsanten Versuch, das Runde ins Eckige zu bringen und dabei die Designcodes 1:1 zu übernehmen. Die im letzten Jahr vorgestellte BR 03-92 Diver erhält dieses Jahr Gesellschaft von einer blauen Edition namens «Diver Blue».

Blancpain lässt die Siebziger wieder aufleben mit der Bathyscaphe Day Date Seventies.

Blancpain lässt mit der Bathyscaphe Day Date «Seventies» das blockige Design der siebziger Jahre wiederaufleben – allerdings in allerfeinster Manufakturtechnik und -qualität mit 43-mm-Edelstahlgehäuse mit Keramiklünette und Indexen aus Liquidmetal zum stolzen Preis von über 11.000 Euro, limitiert auf 500 Exemplare.

Da gibt sich die ProMare Go von Mühle-Glashütte deutlich volksnäher, wenn auch die Ausstattung sie klar von den Einsteiger-Taucheruhren der Kollektion distanziert. Die mit einem herrlich blauen Zifferblatt mit Farbverlauf ins Schwarze ausgestattete Uhr will sich auch nicht als reine Taucheruhr verstanden wissen – das bisschen Glanz an Gehäuse, Blatt und Lünette (beidseitig drehbar) qualifiziert die ProMare Go zur idealen Alltagsbegleiterin zwischen Sakko und Sportschuh (1890 Euro).

Die Retro-Taucheruhr Divers Sixty-Five von Oris ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Kollektion geworden. Zwei limitierte Sonderausführungen im Bronzegehäuse stachelten den Sammlertrieb der Kunden an, und nun kommt das faszinierende Metall auch in einem Serienmodell zum Einsatz – allerdings in homöopathischer Dosierung: Nur der Griffrand der Drehlünette besteht aus Bronze, der Rest des Gehäuses ist aus Edelstahl gefertigt. Dafür bleibt der Preis auch unter 2000 Euro.

Seiko widmet dem Andenken an die erste Taucheruhr mit Schnellschwingerwerk (36.000 A/h) von 1968 eine detailgetreue Replik, deren aktuelles Uhrwerk vom Kaliber 8L55 natürlich ebenfalls mit 36.000 A/h arbeitet. Die auf 1500 Exemplare limitierte Edition mit der Referenz SLA025 kostet 5500 Euro.

Breguet hat in diesem Jahr die etablierte Taucheruhrenfamilie Marine einem Facelift unterzogen, das neben den Bandanstößen, den Zifferblättern und der Krone auch die Kannelüre der Gehäuse betrifft. Mit Dreizeigeruhr, Chronograph und minutengenau einstellbarem Wecker (!) ist die neue Kollektion so umfassend, dass wir sie in einem späteren Artikel genauer vorstellen.




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