CHRONOGRAPHEN-LEGENDEN

Tutima Fliegerchronograph (1941)

TUTIMA (UROFA) FLIEGERCHRONOGRAPH (1941)
Der Fliegerchronograph von Tutima verfügte bereits über eine Flyback-Schaltung, damals «Tempostopp» genannt.

Der Uhrenstandort Glashütte, heute wie vor 100 Jahren ein Synonym für höchste Uhrenbaukunst, Weltruhm und Vollbeschäftigung, hat auch schwere Zeiten erlebt.

Nach dem Ersten Weltkrieg war der Markt für hochwertige Taschenuhren völlig zusammengebrochen, und viele ortsansässige Hersteller überlebten die Wirtschaftskrise in den zwanziger Jahren nicht. Im Dezember 1926 gründete Dr. Ernst Kurtz – ein Jurist! – mit finanzieller Unterstützung durch die Girozentrale Sachsen die UROFA (Uhren-Rohwerke-Fabrik Glashütte).

Die Fertigung altmodischer Taschenuhren sollte schon bald der rationalisierten Produktion selbst entwickelter Armbanduhrwerke weichen, und wenig später verließen die ersten in Serie gefertigten deutschen Armbanduhren die Uhrenfabrik Glashütte (UFAG). Die Spitzenqualitäten erhielten die Signatur «Tutima». Die wohl aufwendigste Entwicklung der UROFA/UFAG war der Tutima-Fliegerchronograph von 1941, ausgestattet mit einem klassischen und überaus hochwertigen Schaltrad-Kaliber mit Flyback-Schaltung: Beim Betätigen des unteren, etwas weiter von der Aufzugskrone entfernten Drückers sprangen die Zeiger der Kurzzeitmessung synchron auf null und liefen unverzüglich wieder für eine neue Messung an. Das Kaliber 59 hatte einen Durchmesser von 33 Millimetern; das zu DDR-Zeiten produzierte Kaliber 64, das ihm aufs Haar gleicht, ist nur 28 Millimeter groß.

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