Frédérique Constant Hybrid Manufacture

Elektronik trifft Mechanik

Die Horological Smartwatch hat für Frédérique Constant und die Schwestermarke Alpina eine nicht zu vernachlässigende wirtschaftliche Bedeutung. Seit der Einführung 2015 wurden immerhin 50.000 dieser Uhren verkauft. Wohl auch deshalb, weil sie sich zwar als Schrittzähler («Fitnesstracker») eignen, aber dennoch wie eine ganz normale Uhr aussehen.

Dieser Erfolg bewog Firmenchef Peter Stas, noch einen draufzusetzen. «Hybrid Manufacture» nennt er seine neue Uhr, die ein hochwertiges mechanisches Manufakturkaliber und elektronische Zusatzfunktionen, die unter anderem täglich die Ganggenauigkeit des Uhrwerks prüfen, zusammenführt.

Für manchen Mechanik-Fan ist das ein Sakrileg: Das geliebte Automatikwerk von einem seelenlosen Bordcomputer kontrollieren lassen, das gehe doch gar nicht, murrten die Kritiker nach der Vorstellung des neuen Konzepts. Denen entgegnet Stas, dass diese Entwicklung auch von Kundenanfragen getrieben worden sei, von Menschen, die sowohl mechanische Uhren lieben als auch regelmäßig einen Fitnesstracker tragen. Die haben bisher beide Handgelenke belegt. Nun gibt es beides in einem.

Die Uhr erscheint technisch und optisch gelungen. Ob wir sie nun von vorn oder auch von hinten betrachten, sie erscheint zunächst als schön gemachte klassische Armbanduhr. Beim Blick durch den Glasboden zeigt sich ein mit Schliffen und gebläuten Schrauben fein dekoriertes Automatikwerk, über dem sich ein vergoldeter Rotor dreht.

Das Zifferblatt erscheint in dem für Frédérique Constant typischen Hufnagelmuster. Die Uhrzeit mit Stunden, Minuten und Sekunden wird aus dem Zentrum angezeigt, bei der «6» dreht sich ein Zeigerdatum. Das Hilfszifferblatt bei der «12» dient als Anzeige für die elektronisch geregelten Sonderfunktionen. So kann beispielsweise dargestellt werden, zu welchem Prozentsatz der Träger sein selbst festgelegtes Bewegungspensum erreicht oder wie er geschlafen hat.

Auch eine zweite Zonenzeit lässt sich hier wiedergeben. Welche Funktion oben zu sehen ist, wählt der Besitzer mit einem Druck auf einen kleinen Knopf bei der «10».

Zu kaufen gibt es die Uhr im blanken Edelstahlgehäuse oder in Stahl mit zehn Mikron Goldauflage zu Preisen ab 3000 Euro.

Text: Martin Häußermann

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