Uhr des Jahres 2017

Uhr des Jahres 2017
Foto: Armbanduhren | Fotograf: Jürgen Jeibmann

Die Leser der ARMBANDUHREN und der WELT AM SONNTAG sowie eine Jury aus kompetenten Fachleuten haben die Sieger zur Wahl der "Uhr des Jahres" gekürt. Auf der weltgrößten Messe für Uhren und Schmuck, der Baselworld 2017, wurden in einer Festveranstaltung die diesjährigen Preisträger geehrt.  Neben den beiden Leserpreisen wurden drei weitere Jurypreise sowie die Auszeichnung zur "Uhrenpersönlichkeit des Jahres" vergeben.

Klassische Uhr des Jahres 2017: Nomos Glashütte Tangente neomatik

Da ist der jungen Manufaktur im ehemaligen Glashütter Bahnhof ein großer Wurf gelungen: Nachdem schon im letzten Jahr ein Modell aus der Lancierungskollektion des neuen extraflachen Automatikkalibers zur «Uhr des Jahres» gewählt wurde, haben sich die Leser von ARMBANDUHREN und der Uhren-affinen Titel der Welt24-Gruppe (WELT am SONNTAG, ICON, Uhren) auch in diesem Jahr wieder mit großer Mehrheit für eine Nomos mit dem Manufakturkaliber DUW 3001 ausgesprochen: Die Klassische Uhr des Jahres 2017 heißt NOMOS Glashütte Tangente neomatik!

Platz zwei und drei komplettieren das Glashütte-Triple: Auf den zweiten Platz wählten Sie die Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender von A. Lange & Söhne und auf den dritten Platz die Glashütte Original Senator Excellence, die außerdem bei den «Trendsettern» mit einem Jurypreis bedacht wurde.

Sportliche Uhr des Jahres 2017: Breitling Superocean Heritage Chronoworks

Natürlich hat es im letzten Jahrhundert zahlreiche kleine Weiterentwicklungen gegeben, sodass moderne Armbanduhrwerke mit automatischem Aufzug heute einen sehr hohen Reifegrad aufweisen. Gangpräzision, Gangdauer und Gangstabilität haben ein Niveau erreicht, von dem die Väter der heutigen Uhrmacher nicht zu träumen gewagt hätten. Aber sind 70 Stunden Gangreserve wirklich das Maximum? Ist es normal, dass eine Hemmung so viel Federkraft verschlingt? Muss man ein Räderwerk tatsächlich mit Öl schmieren? Die Breitling-Ingenieure beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie nahmen ihr Manufakturkaliber B01 auseinander, um es nach neuesten Erkenntnissen und unter Zuhilfenahme modernster Technologien zu optimieren.

Auf den zweiten Platz bei der Wahl der sportlichen Uhr des Jahres 2017 kam die Omega Speedmaster Moonphase, ausgestattet mit modernster Co-Axial-Manufakturtechnik und extremer Magnetfeld-Immunisierung. Platz drei ging an die jüngste Neuauflage eines großen Klassikers, der einst das Thema «Tool Watches» eigentlich erst auf die Tagesordnung setzte: die Rolex Oyster Perpetual Air King.

Uhren-Persönlichkeit des Jahres: Karl-Friedrich Scheufele

Gründer von Chopard Manufacture, Fleurier Ebauches, Chronométrie Ferdinand Berthoud und Co-Präsident der Chopard Group: Karl-Friedrich Scheufele ist der Mann, der Chopard eigene Uhrwerke beschert hat – sowohl von Chopard Manufacture, gefertigt in der Tradition der Haute Horlogerie, als auch unter industriellen Bedingungen bei Fleurier Ebauches.

Vor zwanzig Jahren erhielt Karl-Friedrich Scheufele vom Familienrat das Okay zur Gründung einer eigenen Uhrwerkefertigung am traditionellen Uhren-Standort Fleurier. Das Val-de-Travers war damals noch nicht in den Sog der Mechanik-Renaissance geraten, doch Karl-Friedrich Scheufele war sich seiner Sache sicher: Die Zukunft der ganzen Branche lag in der Feinen Uhrmacherei, und ohne authentische Produkte würde die Marke Chopard niemals wirklich unabhängig sein.

Nach zwanzig Jahren kontinuierlicher Entwicklung stattet Chopard den Großteil der Herrenuhren-Kollektion mit eigenen mechanischen Uhrwerken aus. Die Bandbreite der elf eigenen Uhrwerkkaliber reicht von der einfachen Drei-Zeiger-Automatik bis zum Tourbillon, vom Handaufzugsklassiker bis zum Ewigen Kalender, vom Chronographen bis zum Ultra-Hochfrequenz-Chronometer, vom Stundenschläger bis zur Minutenrepetition.

(Fotos: Armbanduhren / Fotograf: Jürgen Jeibmann)

Grande Complication 2017: Audemars Piguet Royal Oak Concept Supersonnerie

Die Minutenrepetition gilt auch im Zeitalter der CNC-gesteuerten Präzisionsfertigung noch immer als Krone der uhrmacherischen Schöpfung. Funktionssicherheit, Melodie, Rhythmus und vor allem der Klang sind bei den – wenigen – Herstellern inzwischen Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Und man glaubt es kaum: Auch nach 150 Jahren gelingen den Uhrmachern noch echte Quantensprünge, wie die Audemars Piguet Royal Oak Concept Supersonnerie beweist.

Die Spezialisten des Manufaktur-Thinktanks Audemars Piguet Renaud & Papi (APRP SA) haben die kritischen Punkte der Minutenrepetition lokalisiert und Schritt für Schritt neutralisiert. Die Verankerung der Klangfedern an einer separaten Membran zwischen Uhrwerk und Gehäuseboden brachte wie erwartet einen deutlichen Lautstärke-Zuwachs. Bezüglich des Klangbilds orientierten sich die Uhrmacher an einer AP-Minutenrepetition von 1941 aus dem hauseigenen Museum, und genauso klingt die Royal Oak Concept Supersonnerie – nur etwa doppelt bis dreimal so kräftig. In der Tat ist das Schlagwerk auch in mehreren Metern Entfernung glasklar zu hören. In Zukunft werden sich alle Minutenrepetitionen am Klangvolumen der Supersonnerie messen lassen müssen.

(Foto Mitte: Armbanduhren / Fotograf: Jürgen Jeibmann)

Trendsetter 2017 Herrenuhr: Glashütte Original Senator Excellence

Bei der Senator Excellence von Glashütte Original geht es nicht nur um ein Modellkonzept im Zeichen der neuen Schlichtheit, sondern auch um ein neues Manufaktur-Uhrwerk, das die Basis einer neuen Familie bildet. Seit der Vorstellung der ersten Dreizeigeruhren sind bereits ein Modell mit Panoramadatum und ein Ewiger Kalender mit Mondphasenanzeige hinzugekommen.

Während sich das Äußere mit schlichter Klassik unaufgeregt in die Kollektion von Glashütte Original einreiht, setzt das im Inneren arbeitende neue Manufakturwerk neue Maßstäbe. Deshalb nahm man sich für die Konstruktion des neuen Kalibers 36 mehr als drei Jahre Zeit. Im Pflichtenheft standen nämlich nicht nur Stabilität, Präzision und eine lange Laufzeit, sondern auch die Eignung für «eine neue Generation von Zeitmessern», wie es bei Glashütte Original heißt, denn das Kaliber wurde bewusst auf Erweiterungsmöglichkeiten – auch durch Module – ausgelegt. Im Blick hatte man zudem eine einfache Montage bei der Herstellung sowie einen optimalen Service.

(Fotos links/rechts: Armbanduhren / Fotograf: Jürgen Jeibmann)

Trendsetter 2017 Damenuhr: Jaeger-LeCoultre Atelier Reverso

Die Entscheidung für eine Reverso wird aus dem Herzen getroffen. Fasziniert von der fließenden Handbewegung, mit der sich das Gehäuse wenden lässt, um sein verborgenes Gesicht zu offenbaren, zählt die individuelle Gestaltung der Reverso-Rückseite schon fast zum guten Ton. Nun teilt die «Grande Maison» aus dem Vallée de Joux ihr Savoir-faire und ihren Enthusiasmus auf ganz neue Weise mit den Liebhaberinnen schöner Uhren und gibt ihnen die Möglichkeit, am Entstehungsprozess ihrer Reverso mitzuwirken – insbesondere durch die individuelle Gestaltung des rückseitigen Zifferblatts: Im Atelier Reverso können sie nun auch ihr persönliches Duoface- und Duetto-Modell kreieren.

Im Atelier Reverso lassen sich persönliche Vorstellungen anhand zahlreicher Zifferblätter umsetzen. Jede Farbe – von zartem Rosa über beeindruckende tiefblaue oder graue Nuancen bis hin zu energiegeladenen Rot- und Brauntönen – schenkt der Uhr einen ganz besonderen Charakter. Beim Modell Classic Duetto verleihen edelsteinbesetzte Stundenmarker dem Zifferblatt Intensität. Darüber hinaus kann auch das Zentrum des Zifferblatts mit funkelnden Edelsteinen veredelt werden. Bei der Reverso Classic Large Duoface lässt sich das rückwärtige Zifferblatt in neuen Farben gestalten – einem dunklen Blau mit intensiven Farbpigmenten oder einem eleganten Bordeauxrot. Selbstverständlich ermöglicht das Atelier Reverso auch die individuelle Auswahl eines Armbands aus einer Vielzahl von eleganten Farbtönen und Materialien wie Alligator-, Straußen- und Kalbsleder oder Satin.

(Foto Mitte: Armbanduhren / Fotograf: Jürgen Jeibmann)

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