100 Jahre Dugena

Die deutsche Qualitätsuhr

Dugena-Zentrale Darmstadt 1954
Unter Richard Rothmann wurde die Deutsche Alpina zu Dugena.
Die Superautomatic-Modelle aus den 1960er-Jahren waren mit Büren-Kalibern mit Mikrorotor ausgestattet.
Vollkalender mit Datums-, Wochentags- und Monatsanzeige: Die neue Festa Kalender.

Dugena war über Jahrzehnte eine der bekanntesten Uhrenmarken Deutschlands und feiert nun ihr 100-jähriges Jubiläum. Abseits des Luxussegments war die 1917 von Richard Rothmann in Eisenach als Deutsche Uhrmacher-Genossenschaft Alpina gegründete Marke vor allem in kleineren und mittleren Städten mit einem engmaschigen Netz an Vertriebspartnern vertreten.

Qualitätsuhren für die Normalbevölkerung hatte man sich in Abgrenzung zu den exklusiven Erzeugnissen Schweizer Provenienz auf die Fahnen geschrieben. Mit diesem Credo baute man bereits in den 1920er Jahren das Sortiment aus und etablierte Modellreihen wie Festa oder Tresor. Das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis sprach sich schnell herum und fand eine breite Kundschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Dugena durch flächendeckende Publikumswerbung seine einheitliche Warenpräsenz auf, die vor allem der Nachkriegsgeneration noch gut im Gedächtnis geblieben ist. Von diesem Bewusstsein als «deutsche Uhr» schlechthin profitiert die Marke noch heute. Nach der Ölkrise in den 1970er Jahren wurde Dugena zunächst als eigenständige Marke des Konzerns Egana-Goldpfeil in Deutschland weitergeführt, bis dieser 2009 aufgelöst wurde. Die Zukunft von Dugena stand in den Sternen, bis eine Gruppe privater Gesellschafter die Geschäfte in die Hand nahm und Dugena als neue alte deutsche Uhrenmarke wieder in ihrem vorherigen Kerngeschäft etablierte.

Den Löwenanteil der im Fachhandel und in Warenhäusern vertriebenen Dugena-Modelle machen die Quarzuhren aus, doch heute tragen auch die mechanischen Modelle der Linie Dugena Premium wieder stolz das «Made in Germany» auf dem Zifferblatt, denn die Montage dieser Armbanduhren erfolgt in der eigenen Fertigungsstätte in Meisenheim. Als Basisuhrwerke kommen dabei hauptsächlich Kaliber des japanischen Herstellers Miyota zum Einsatz, der zum Citizen-Konzern gehört. Diese werden in Meisenheim allerdings noch einmal mit Zierschliffen veredelt, geprüft und einreguliert.

«Wir sind mit dem Ergebnis unserer Arbeit sehr zufrieden und freuen uns schon auf das Feedback zu unseren neuen Uhrenmodellreihen», erklärt Jürgen Mitsch, Geschäftsführer von Dugena, zur Entwicklung der letzten Jahre. Zum Jubiläum hat Dugena zunächst mit der Festa Femme eine elegante Damenuhr herausgebracht, die sich in drei verschiedenen Farbvarianten präsentiert.

Aber auch innerhalb der mechanischen Herrenmodelle tut sich im Jubiläumsjahr einiges, nicht zuletzt unter Beweis gestellt durch die Festa Kalender: Das von Dugena modifizierte Uhrwerk mit der Bezeichnung DP 9100-1 auf Miyota-Basis bietet neben den Zeitanzeigen aus der Mitte heraus einen Vollkalender mit Datums-, Wochentags- und Monatsanzeige, eingeschalt in ein 42,5 Millimeter großes Edelstahlgehäuse. Durch dessen Boden kann man die akkurat verzierten Brücken sowie den Rotor beobachten – und mit einem Verkaufspreis von 599 Euro für die Festa Kalender ist man sich bei Dugena bis heute der vor 100 Jahren formulierten Prämisse der erschwinglichen Uhr mit guter Qualität treu geblieben.

Text: Henning Mützlitz

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